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BMW bringt 8er-Sondermodell: Die Manhart-Edition?

Schwarze Lackierung, goldene Akzente – bei dem Auto auf diesen Bildern muss es sich einfach um einen von Manhart veredelten 8er BMW handeln. Oder?

Text: Maximilian Barcelli

Nein, denn tatsächlich bietet BMW selbst dieses Sondermodell mit dem klingenden Namen BMW 8er Edition Golden Thunder an. Es zeichnet sich neben der schwarzen Lackierung – entweder in Saphirschwarz metallic oder Frozen Black metallic – durch diverse goldene Akzente aus: So sind neben den 20 Zoll großen M Leichtmetallrädern im Doppelspeichendesign auch die Außenspiegel sowie Elemente an der Frontschürze, den Seitenschwellern und dem Heck in Gold gehalten. Exklusiv für das BMW 8er Coupé thront auch ein dezenter Spoiler in der edlen Farbe auf der Kofferraumklappe.

Die BMW 8er Golden Thunder-Edition gibt es aber nicht nur für das Coupé: Jede Karosserievariante kommt zum Handkuss. Und jede Motorisierung! Mit einer Ausnahme: dem ganz argen Gerät. Da bietet immerhin Manhart Abhilfe: In deren Tuningprogramm hielt vor kurzem der BMW M8 Einzug. Der imponiert dann nicht nur mit charakteristischen Farben, sondern auch mit einer saftigen Leistungsspritze: Über 800 PS leistet der Manhart MH8 800! Damit sprintet das Sportcoupé in unglaublichen 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Aber zurück zur Golden Thunder Edition: Auch im Innenraum findet sich das schwarz-goldene Farbspiel wieder. Während die Lederausstattung von BMW Individual in Schwarz gehalten ist, tritt etwa die Designleiste als goldener Kontrast auf. Und freilich darf auch ein Schriftzug nicht fehlen, der darauf Aufmerksam macht, dass man es hier nicht mit Stangenware zu tun hat.

Der BMW 8er Edition Golden Thunder beschränkt sich allerdings nicht auf Design, er wartet auch mit mehr Serienausstattung auf (wobei, „Serie“ … er wird schon was extra kosten, der goldene Donner). So ist das M Sportpaket immer mit am Start, ebenso wie die BMW Individual Hochglanz Shadow Line. Wobei letztere sich freilich wieder aufs Design auswirkt. Ob die Golden Thunder-Edition limitiert ist, es sich also wirklich nicht um Stangenware handelt, ist nicht bekannt. Produziert wird ab September 2020 in Dingolfing.

Manhart spendiert dem Range Rover Velar 600 PS!

Manhart ist ja primär als Tuner von BMW-Modellen bekannt, allerdings kommen dem Unternehmen nicht ausschließlich Fahrzeuge aus München unters Messer – wie diese Range Rover Velar-Veredelung nun wieder beweist.

Text: Maximilian Barcelli / Bilder: Manhart

Sie ist ja ohnehin kein Kind von Traurigkeit, die Range Rover Velar SVAutobiography Dynamic Edition. Gut, der großartige 5-Liter-V8-Kompressormotor könnte mehr, wenn man ihn lassen würde. Doch es müssen ja nicht gleich die 575 Pferdchen sein, die etwa den Jaguar F-Type R oder den Range Rover Sport SVR sein. 25 PS weniger reichen doch. Anderseits sind 25 PS mehr sicher auch kein Fehler.

Das ermöglicht nun das deutsche Tuningunternehmen Manhart, die den Range Rover zum Manhart Velar SV 600 graduieren. Der Name ist Programm: Nach der Behandlung offeriert der hubraumstarke Achtzylinder 600 PS! Das Drehmoment klettert von 680 Nm auf 750 Nm.

Ob das die Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit verbessert, ist nicht bekannt. Der Serien-Velar absolviert den Paradesprint in 4,5 Sekunden und läuft über 270 km/h schnell. Fix ist jedenfalls, dass der Sound des Triebwerks noch einmal zulegen dürfte – insbesondere in Exportmärkten: Für die gibt’s eine Sportabgasanlage, die mit KAT-Ersatzrohre samt 200-Zellen-HJS-modifiziert wird.

BMW M8 von Manhart: In 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h!

625 PS, ein Spitzentempo von 305 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in nur 3,2 Sekunden: Der BMW M8 Competition ist aktuell das schärfste Pferd im Stall von BMW. Nicht genug für Manhart: Die Tuner nehmen sich den sportlichen Gran Turismo zur Brust und graduieren ihn zum Manhart MH8 800.

Text: Maximilian Barcelli / Bilder: Manhart

Wobei der Name täuscht. Es sind nämlich keine 800 PS, die Manhart aus dem 4,4-Liter-V8-Biturbo kitzelt. Sondern 823 PS. Woher die fast 200 zusätzlichen Stuten kommen, die im Manhart MH8 800 wüten? Neben einer modifizierten Software setzen die Tuner auch bei der Hardware an und spendieren dem Achtzylinder ein Turbokit samt Ladeluftkühler-Optimierung. Das Drehmoment klettert in vierstellige Bereiche. Damit das Getriebe die 1.050 Nm verkraftet, wird auch dieses verstärkt.

Der Tuning-Klassiker, die Abgasanlage, ist freilich auch nicht ungeschoren davon gekommen: Es gibt Edelstahl-Endschalldämpfer mit Klappenfunktion und fettere Endrohre. Und wer in Regionen mit weniger strikten Abgasgesetzen lebt, der kann sich auch seines Ottopartikelfilters entledigen.

Zurück zur irrwitzigen Motorleistung, die selbst Hypersportwagen wie der McLaren Senna nicht aufbringen: Weil die Kraft bei M-BMWs seit dem neuen M5 gerne an alle vier Räder verteilt wird – also auch abseits der SUV-Palette – spurtet der Manhart MH8 800 in 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. 2,6 Sekunden! Damit gelingt ihm der Paradesprint zwei Zehntel schneller als einem Lamborghini Aventador SVJ! Und ein Bugatti Chiron ist mit 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h auch in Sichtweite. Zumindest bis Landstraßentempo.

Darüber hinaus geht’s im Manhart MH8 800 aber auch nicht schmalbrüstig zu: Von 100 auf 200 km/h braucht der Über-M8 5,7 Sekunden – macht 8,3 Sekunden von 0 auf 200! Ein unmodifizierter M8 Competition benötigt für diesen Sprint 10,6 Sekunden und bei der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h verliert er sechs Zehntel auf den Manhart MH8 800.

Weil 0,6 Sekunden innerhalb des Fahrzeuges zwar spürbar, aber außerhalb mit freiem Auge kaum sichtbar sind, tritt der Manhart MH8 800 mit extrovertiertem Design auf. Dass man nicht mit einem Fahrer eines M8 von der Stange verwechselt wird, sorgen besonders die goldenen Dekorstreifen.