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Gestatten: Der Mittelmotor-Allrad-Lada

Mittelmotoren verbindet man mit puristischer Sportlichkeit, Ladas … eher nicht gar so sehr. Unsere Lieblingsrussen sind trotzdem hergegangen und haben einen Mittelmotor-Lada gebaut, mit den ihnen eigenen eigenwilligen Mitteln.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Garage 54

Denn Straßenzulassung und Alltagstauglichkeit steht bei Garage 54 nicht mal annähernd oben auf der Prioritätenliste. Es geht um ein Ziel, und das wird realisiert. Zur Not mit der Brechstange, ganz wörtlich. Nachdem man also aus dem alten Lada Samara schon einen Allradler gemacht hat, mutiert er nun zum Mittelmotoristen. Was die Corvette seit Neuestem kann, kann Lada schon lange.

Während im amerikanischen Flitzer das Aggregat allerdings ur fad hinter den Insassen untergebracht wird, wird hier die Fahrerkabine zum Motorraum. Beifahrersitz herausgerissen, Motor stattdessen hineingestopft, fertig! Von so einer engen Verbindung zwischen Mensch und Maschine können andere Hersteller nur träumen. Während die Gewichtsverteilung zwischen Front und Heck jetzt auch ungefähr bei 50:50 liegen könnte, dürfte das rechts-links-Verhältnis ein wenig aus dem Leim geraten. Aber ist doch wurscht! Wer braucht schon eine Wankstabilisierung, wenn die Fahrt bei der nächsten rasanten Linkskurve sowieso vorbei ist, weil man wie ein Korkenzieher dahintrudelt? Eben.

Video: Dieses Auto bekommt Schlittschuhe

Den Winter gibt es ja eigentlich eh nicht mehr. Zumindest nicht bei uns. In Russland gehört Schnee noch zum Alltag und deshalb sind clevere Lösungen für den Straßenverkehr gefordert. Wie zum Beispiel Schlittschuhkufen, mit denen man kurzerhand die Vorderreifen ersetzt.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Garage 54

Heckantrieb eignet sich hier natürlich hervorragend. Denn während die Hinterachse weiter fleißig anschieben kann, sorgen die Kufen vorne für perfekten Halt in der Kurve. Ist ja auch logisch, schließlich schneiden die Dinger quasi durch Eis und Schnee, Grip ist also kein Problem. Ganz im Gegenteil, man muss wohl eher aufpassen, keine allzu wilden Lenkmanöver vorzunehmen, sonst „überknöchelt“ das Auto unter Umständen noch.

Wie gut das Experiment aufgeht, seht ihr im Video. So dynamisch und präzise haben wir auf Schneefahrbahn kaum je ein Automobil dahinrauschen sehen, so viel ist klar. Und driften ist mit dem Setup ebenfalls leicht gemacht. Ach Winter, wo bist du nur?