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Der Ford Focus Speedster

Es lief schon mal besser für Cabrios, besonders für jene, die in den kompakteren Segmenten angesiedelt sind. Ob VW Golf, Ford Focus oder Renault Mégane – in allen konnte man einst Open-Air-Feeling vom feinsten genießen.

Text: Maximilian Barcelli / Beitragsbild: Ford-Market via Instagram

Eine Gattung von offenen Fahrzeugen, die in den letzten Jahren allerdings eine kleine, aber feine Renaissance erlebte, sind die Speedster. Für den Ottonormalverbraucher sind McLaren Elva, Aston Martin V12 Speedster oder Ferrari Monza SP  eher schwer leistbar.

Da kommt dieses Selfmade-Einzelstück gerade richtig: Ford-Market, ein Ersatzteilehändler, Tuner, und weiß Gott noch was (unser Kyrillisch ist noch nicht ganz ausgereift) aus Russland hat sich einen Ford Focus zur Brust genommen – und ihm kurzerhand das Dach abgeflext. Und die Windschutzscheibe entfernt. Und die Türen abmontiert. Alle.

Das Ergebnis ist dieser blitzgelbe Ford Focus Speedster, der eigentlich schon letztes Jahr präsentiert wurde. Das Interieur spricht eine noch ältere Sprache: Dieses stammt nämlich vom Ford Focus der dritten Generation – was trotz vielerlei Änderungen durchaus zu erkennen ist. Das hat einen einfachen Grund: Der Ford Focus Speedster nutzt Medienberichten zufolge nicht den aktuellen Ford Focus als Basis, sondern seinen Vorgänger.

Während man das im Innenraum nachvollziehen kann, haben die Russen das Exterieur komplett auf die aktuelle Generation umgekrempelt. Außerdem sorgen Anbauteile des Focus ST zusätzlich für einen sportiven Auftritt.

Der erste 911 Speedster wird schon wieder versteigert

70 Jahre alt wurde Porsche als Sportwagenhersteller, als man 2018 den 911 Speedster vorstellte. Zu Ehren der Jahreszahl des Geburtstags wurde das verführerische Cabrio auf 1.948 Stück beschränkt. Welch effektive Wertanlage limitierte Sportwagen darstellen, zeigt sich nun anhand eines der Exemplare.

Text: Jakob Stantejsky

Ausgeliefert wurde der Speedster erst 2019, folglich hat derjenige, der seinen Porsche 911 Speedster nun über Mecum zur Auktion freigegeben hat, das Schmuckstück wohl gerade einmal ein paar Monate besessen. Versteigert wird der Sportwagen im Rahmen der Indy 500 Ende Juni … sofern Corona nicht dazwischenfunkt.

Mit nur 180 Kilometern fällt der Speedster in die „wie neu“-Kategorie und der Basispreis liegt bei steilen 275.000 Dollar. Anhand der hier einzusehenden üppigen Sonderausstattungsliste kann man jedoch davon ausgehen, dass ursprünglich wohl rund 300.000 Dollar zu berappen waren. Der Verkäufer dürfte sich seiner Sache allerdings recht sicher sein, dass bei der Auktion der Preis ordentlich hochgetrieben wird. Zurecht, denn Nummer 1.373 geht jetzt schon als Rarität durch, wenn auch als brandneue. Wenn alles läuft wie geplant, dann spielt der 911 Speedster in rund einem Jahr einen Profit von mehreren zehntausenden – oder gar hunderttausenden – Dollar ein. Eine derart rasante Geldanlage findet man sonst kaum wo.

Aston Martin V12 Speedster: 300 km/h ohne Windschutzscheibe

Der Speedster erlebt eine Renaissance: Nach McLaren Elva und Ferrari SP Monza bringt nun die nächste Sportwagenmarke ein puristisches Oben-ohne-Geschoss.

Text: Maximilian Barcelli

Und das zum Aktionspreis von umgerechnet nur rund 883.000 Euro! Wobei das gar nicht so sarkastisch gemeint ist: Elva und Monza kosten rund das Doppelte. Ersterer offeriert dann nicht einmal einen Zwölfzylinder – Frechheit! Der Aston Martin V12 Speedster führt die Bauart des Motors schon in der Modellbezeichnung: auf die zwölf Töpfe teilen sich 5,2 Liter Brennraum auf, die von zwei Turbos zwangsbeatmet werden. Output? 700 PS und 753 Nm. Paradesprint? Ist in 3,5 Sekunden erledigt. Da steht dann aber auch erst ein Drittel des machbaren Tempos an.

Denn Schätzungen von Aston Martin zufolge soll der V12 Speedster bis Tempo 300 rennen. Ein Helm ist demnach Pflicht, auch wenn der das akustische Feuerwerk des Zwölfenders subjektiv ein wenig dämpft. Die 700 Pferdchen, die dieser schöpft, galoppieren freilich nur zur Hinterachse, die Stufen sortiert ein 8-Gang-Getriebe von ZF.

Optisch ist so ein Speedster freilich eine echte Wohltat – besonders, wenn er von Aston Martin gebaut wird. Die Briten sind für Ästhetik bekannt. Viele Elemente aus der aktuellen Designphilosophie halten auch beim neuen Oben-ohne-Flitzer Einzug, wie zum Beispiel die über den gesamten Hintern geschwungene Heckleuchte. Beim Aston Martin V12 Speedster schlängelt sich dieses Leuchtenband sogar über einen Spoiler.

Das Leuchtenband ist im Heckspoiler integriert.

Über zwei Höcker hinter den beiden Sitzen und dem Cockpit, zu dem wir noch kommen, geht’s Richtung Front. Davor allerdings rekelt sich noch lasziv eine unglaublich lange Motorhaube, unter dieser der V12 zwischen Achse und Fahrgastzelle residiert. Endlich den vorderen Teil des Speedsters erreicht, gibt sich dieser bullig und mit markentypischem Kühlergrill.

Aston Martin macht kein Geheimnis daraus, dass die Karosserie überwiegend aus Karbon besteht. Besonders der Innenraum – „Innen“ unter Anführungszeichen – strotzt nur so davon: egal ob Mitteltunnel, Lenkrad, Schaltwippen, Türen, Mittelkonsole oder die Karosseriestrebe, die sich zwischen Fahrer- und Beifahrersitz von der Motorhaube zum Heck zieht – vom leichten Material gibt es echt nicht zu wenig.

Carbon so weit das Auge reicht.

Wer das Kleingeld von 883.000 Euro übrig hat, und wir fürchten, dass die Nova da noch nicht mit einberechnet ist, sollte sich beeilen: Vom Aston Martin V12 Speedster werden bloß 88 Stück gebaut. Die Auslieferung soll im ersten Quartal des nächsten Jahres starten.

Aston Martin baut 700 PS starken Speedster

Der V12 ist tot? Geh wo! Einverstanden, die Zeiten, als selbst VW Zwölfender in Fahrzeuge montierte, sind schon lange vorbei – aber zumindest für die Superreichen leben gewaltige Triebwerke weiter. Na immerhin.

Text: Maximilian Barcelli

Super-super-super reich muss man voraussichtlich wirklich sein, wenn man einen Aston Martin V12 Speedster ergattern will. Die Briten haben ein solches Fahrzeug kürzlich angekündigt, ein Preis wurde zwar noch nicht verraten, aber: der Sportwagen wird nur 88 Mal gebaut. Billig wird’s also nicht. Außerdem wird der V12 Speedster von Hand gemacht, die Auslieferung soll im ersten Quartal 2021 starten – sprich in etwa einem Jahr.

Doch neben dem Teaserbild und der Stückzahl offeriert Aston Martin weitere Fakten, die Lust auf Mehr machen: das 5,2 Liter große, doppelt zwangsbeatmete, zwölfzylindrige Kraftpaket wird 700 PS und ebenso viele NM auf die Straße klatschen. Gekoppelt ist das Aggregat an eine 8-Gang-Automatik von ZF. Sie befindet sich im Heck des Speedsters, die Briten setzen also auf die Transaxle-Bauform. Der Aston Martin V12 Speedster wird in Anlehnung an den berühmten Rennwagen Aston Martin DBR1 sowie an das CC100 Speedster Concept (auf den Bildern zu sehen) gebaut, das 2013 im Zuge des 100. Geburtstag der Marke präsentiert wurde. Nach McLaren Elva und Ferrari Monza SP ist die Oben-ohne-Flunder von Aston Martin der dritte Speedster in kurzer Zeit.