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Dieser Impreza kostet 328.000 Euro

Subaru Impreza. Ein Name, bei dem jeder Autofan aufhorcht. Der eine vor Begeisterung, der andere vor Entsetzen. Eine Ikone ist er so oder so – oder er war es zumindest, als er noch als Spaßkanone bekannt war. Der vielleicht besterhaltenste Impreza aus den glorreichen Neunzigern steht jetzt zum Verkauf.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Matt Woods Photography/Appreciating Classics

Präzise gesagt handelt es sich um einen Subaru Impreza 22B STI, der unter Liebhabern als der ultimative Impreza gehandelt wird. Nur 400 Exemplare dieser Version wurden Ende der 90er gebaut – das treibt Begehrlichkeit und Preis natürlich gewaltig in die Höhe. Kombiniert mit einem Kilometerstand von lachhaften 435 Kilometern und einem komplett erhaltenen Originalzustand ergibt das ganze einen explosiven Preis von 295.000 britischen Pfund, hierzulande etwa 328.000 Euro. Zum Verkauf angeboten wird das gute alte Stück von Appreciating Classics hier, wo ihr auch eine ausführliche Bildergalerie bewundern könnt.

Das Schöne an der ganzen Geschichte (abgesehen von dem Auto): Der Impreza wurde 1998 als private Geldanlage in die USA importiert und gehört immer noch derselben Familie. Falls ihr also ein paar hunderttausend Euronen herumkugeln habt, unterstützt ihr mit eurem Kauf keinen millionenschweren Autosammler, sondern ganz „normale“ Menschen.

Egal was der künftige Besitzer mit dem Schmuckstück anzufangen gedenkt, sein Gewinn wird gewaltig ausfallen. Denn in einem derart jungfräulichen Impreza B22 STI durch die Gegend zu brettern, ist für fast jeden Autofan wohl ein wahrgewordener Traum. Und falls man den Japaner noch eine Weile unter Verschluss bewahrt, dauert es wohl nicht mehr lange, bis er eine runde Million wert ist.

Schnäppchen der Woche: Dieses fahrtaugliche Model 3

Das Tesla Model 3 gibt es noch nicht allzu lange, und dennoch kann man es auch schon als Gebrauchtwagen erwerben. Sogar als waschechten Bastlerhit! Oder ist es doch eine Cabrio-Modifikation? Liegt wohl ganz im Auge des Käufers.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Oleg K.

Unser Schnäppchen der Woche ist diesmal ein rotes Model 3, das – nun ja – zwangsumgestaltet wurde. Anders gesagt: Es handelt sich um ein Unfallfahrzeug. Und so wie das Elektroauto aussieht, waren wohl ein Bullodzer, drei Lkw und eine Abrissbirne in den Crash verwickelt. Umso bewundernswerter ist die Tatsache, dass dieser Tesla noch immer fahrtauglich ist. Wer es nicht glaubt, möge sich im Video unten überzeugen.

Sehr luftig ist es halt derzeit im verbeulten Schnäppchen. Und regnen sollte es lieber auch nicht … ihr wisst schon, wegen Kurzschluss, hä hä. Fahrwerk und Antriebsstrang sowie das Armaturenbrett scheinen allerdings weitestgehend in Ordnung zu sein. Auf Twitter bietet Drive Tesla Canada das gute Stück zum Verkauf an. Lieb, dass sie auf „leichte Kratzer“ auf den nachgerüsteten Zwanzigzöllern hinweisen. Wäre mir nämlich echt nicht aufgefallen. Irgendwie waren meine Augen von anderen „Features“ abgelenkt. Immerhin: Der Preis frei verhandelbar, Mindestgebot wird keines ausgerufen. Falls ihr also gerne schraubt, euch an ein Elektroprojektauto wagen wollt und wirklich verdammt viel Zeit habt (Wer hat die derzeit nicht?), seht ihr hier das beste Schnäppchen der Woche aller Zeiten.

Rolls-Royce stellt Verkaufsrekord auf

Schwere Zeiten für die Automobilindustrie sind es. Heißt es. Die Hersteller müssen ums Überleben kämpfen. Heißt es. Rolls-Royce fährt einen Verkaufsrekord ein. Heißt es nicht, sondern ist so.

Text: Jakob Stantejsky

Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht unbedingt um einen Widerspruch. Denn während Volumenshersteller den Gürtel wirklich immer enger schnallen und noch präziser planen müssen, gehen Luxusfahrzeuge so gut wie noch nie. Kein Sondermodell für ein paar Millionen Euro, das nicht nach spätestens einer Woche ausverkauft ist – das passiert, wenn die Milliardäre dieser Welt immer zahlreicher und reicher werden. Führt man sich diese Entwicklungen vor Augen, macht es plötzlich Sinn, dass Rolls-Royce 2019 so viele Autos verkauft hat wie noch nie. Ach ja, außerdem haben die Briten jetzt ja ein SUV im Portfolio. Damit kann offenbar jede Marke ihren Absatz vervielfachen…

5.152 Autos haben die Engländer letztes Jahr in über 50 Ländern ausgeliefert. Man kann davon ausgehen, dass es sich bei diesen Ländern vornehmlich um wohlhabende Nationen handelt. Zumindest haben wir noch nichts von einem Cullinan auf den Straßen Ouagadougous gehört. Das Wachstum fiel übrigens echt satt aus, mit einem Plus von 25 Prozent gegenüber 2018. Bei Rolls-Royce selbst spricht man natürlich von einem Zeugnis der vorzüglichen Qualität und der Leidenschaft der Kunden, aber sind wir uns doch mal ehrlich. Der Rolls-Royce Cullinan ist momentan einfach das fetteste, luxuriöseste und abgehobenste SUV der Welt. Dabei handelt es sich um ein echtes Wachstumssegment. So blöd das klingt, so wahr ist es.

Ein Feuerwehrauto für daheim