Schneller mit besseren Reifen?

Der Porsche 911 GT2 RS

Nicht nur in der Formel 1 sind die Reifen ein schier unüberschaubar komplexes Thema, auch bei Straßensportwagen spielt der Gummi eine alles entscheidende Rolle. Dabei geht es nicht nur um Winter- vs. Sommerreifen oder Straßengummis vs. Slicks, sondern auch viel feinere Unterschiede wirken sich brutal aus. Doch wie brutal genau?

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Tyre Reviews

Zwei klassische Supersportreifen für Autos wie den Porsche 911 GT2 RS wären der Pirelli P Zero Trofeo RS und der Michelin Pilot Sport Cup 2R, die den Supersportler ans absolute Limit bringen können. Doch auch Goodyear stellt einen vergleichbaren Gummi her: Der Eagle F1 Supersport RS ist das Spitzenmodell der Amerikaner. Bei Tyre Reviews wollte man nun der Frage nachgehen, um wieviel genau der Obermotz schneller ist als sein kleiner Bruder Goodyear Eagle F1 Supersport R, der sozusagen den Vize darstellt – also auch nicht gerade ein Kind von Traurigkeit.

Gefahren wurde der Test auf dem Circuito Ascari in Málaga und nachdem der Porsche 911 GT2 RS auf dem „langsamen“ Reifen schon eine Zeit von 1:14,00 Minuten in den Asphalt gestanzt hatte, setzte es auf dem RS eine Marke von 1:12,30 Minuten. Satte 1,7 Sekunden auf einer guten Minute Fahrt bringt der Aufstieg im Reifenbereich also. Wenn man die beiden Schlapfen vergleicht, erkennt man zweifelsfrei, dass der RS noch weniger Profil aufweist und schon am Begriff „Slick“ kratzt. Zusätzlich ist auch die Gummimischung noch weicher als beim R, dennoch sind aber beide Reifen straßenzugelassen. Ist ja auch okay, solange die Straße völlig trocken ist. Andernfalls wird die Ausfahrt eher zur Zitterpartie.