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Dieses Fahrrad hat Formel 1-Reifen

Der Fahrradfahrer ist mit dem Fußgänger der natürliche und erbittertste Feind des Autofahrers. Doch das muss nicht so sein. Warum nicht die beiden Lager vereinen und Frieden einkehren lassen? Warum nicht ein Fahrrad mit Formel 1-Reifen bauen?

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via The Q

Denn damit verbindet man die körperliche Ertüchtigung des Drahteselfanatikers mit dem Powerbedürfnis des Petrolheads. Klar, man muss immer noch selbst strampeln, also wird es wohl selbst mit der einen Pferdestärke eng. Aber Optik ist uns Auto-Aficionados doch fast genauso wichtig wie Performance. Und Formel 1-Reifen stehen nun mal wie kein anderer Gummi für Kraft und Präzision. Und dass das Gerät unterm Strich aufgrund des hohen Gewichts der Räder sowie der unhandlichen Spurbreite verdammt unpraktisch ist, kann beim F1-Radler ja noch zusätzlich für eine stolzgeschwellte Brust sorgen. Denn er kämpft nicht nur gegen Steigung und Muskelschmerzen, sondern auch gegen die Maschine selbst. Und darum geht es doch irgendwie auch beim Rennfahren, gell?

Der Youtuber The Q demonstriert im Video jedenfalls, wie man ein solches F1-Bike konstruiert. Es gibt also keine Ausrede mehr: Wer gerne an seiner Karre schraubt, kriegt auch dieses Kunststück hin. Fehlen nur noch originale Formel 1-Reifen. Die werden am Fahrrad immerhin deutlich länger durchhalten als normalerweise, schließlich haben sie nicht nur viel weniger Gewicht zu tragen, sondern mit Geschwindigkeiten von über 300 km/h wird es auch eher schwer, wenn die eigenen Beine den Vortrieb verantworten.

F1: Pirelli vernichtet 1.800 neuwertige Reifen

Der Coronavirus wütet derzeit in allen Lebensbereichen und lässt dabei keinen Stein auf dem anderen liegen. Auch der Beginn der Formel 1-Saison wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, nachdem in Australien ja eigentlich schon alles vorbereitet war. Deshalb muss Pirelli nun wohl 1.800 nigelnagelneue Reifen vernichten.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Getty Images

Es war angerichtet in Melbourne. Die Strecke pipifein herausgeputzt, alle Teams vor Ort und die Autos zu allen Schandtaten bereit. Doch dann erfolgte wenige Tage vor dem Grand Prix die Absage, die Verschiebung der folgenden Rennen wurden ebenfalls rasch verkündet. Neues Datum: unbekannt. Doch neben den massiven finanziellen und logistischen Herausforderungen, die diese notwendigen Schritte mit sich gebracht haben, droht Reifenlieferant Pirelli nun auch ein materialbedingter Albtraum.

Denn die für das Australien-Wochenende gedachten, rund 1.800 Gummis (ca. 11 Sätze pro Auto) waren natürlich schon auf die Felgen gezogen worden, als die Absage eintrudelte. An sich kein Problem, oder? Verwendet man sie halt bei der nächsten Gelegenheit! Das ist nur leider so nicht möglich. Denn einerseits will Pirelli nicht das Risiko eingehen, das Material durch eine erneute Demontage und Montage zu beeinträchtigen, schließlich müssen die Gummis gewaltigen Kräften an der Grenze der Physik standhalten. Andererseits kann man die Reifen aber offenbar auch nicht einfach auf den Felgen lassen, da die von den Teams individuell transportiert werden.

Derzeit versucht Pirelli noch einen Weg zu finden, die Reifen schonend abzumontieren. Falls das aber nicht gelingt, werden die 1.800 Stück wahrscheinlich geschreddert und recycelt. Immerhin müssen die vielen Tonnen Gummi also nicht direkt verbrannt werden. Dass mehrere hundert unbenutzte Reifen an einem normalen Rennwochenende als Edelmüll überbleiben, ist übrigens nichts neues. Schließlich werden gerade die Wet Tires nur selten verwendet. Aber 1.800 Exemplare nach dem allerersten Saisonrennen? Das ist schon eine bisher unerreichte Hausnummer, die einen mal wieder an der Sinnhaftigkeit der Formel 1 zweifeln lässt.

So zieht man Reifen mit Feuerwerk auf

Wenn man gemeinhin vom Reifenwechsel spricht, meint man meist den Austausch des ganzen Rades samt Felge. Denn nur die Gummis zu wechseln, ist eine deutlich mühsamere Angelegenheit, die sich privat wohl niemand zumuten will. Doch es kann auch ganz einfach und mit nullkommanull Kraftaufwand gehen.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Garage 54

Die Lösung ist hochexplosiv: Man legt den Reifen lose um die Felge, schmeißt einen Böller in den dazwischenliegenden Raum und tritt ein paar Schritte zurück. Dann passieren zwei Dinge in sehr rascher Abfolge: Es macht BUMM und der Reifen sitzt plötzlich. Je nach Größe von Felge und Gummi muss auch der Knaller entsprechend ausgewählt werden, doch im Grunde kommt alles, was explodiert, in Frage. Eine richtige Bombe halt lieber nicht – das wäre eher kontraproduktiv.

Dass diese eigenartige Methode tatsächlich funktioniert, davon könnt ihr euch im Video überzeugen. Von kleinen Böllern über Feuerwerkskörper bis hin zu Airbag-Kartuschen taugt eigentlich alles. Knall, und der Reifen sitzt. Aufgepumpt muss er danach noch werden. Dass die Überbleibsel des gewählten Explosivikums im inneren des Reifens verbleiben, ist natürlich alles andere als ideal. Aber wer wird denn schon pingelig werden, nachdem er seinen Reifenpanne gerade mit einem Chinaböller behoben hat? Eben.

Mit unserem limitierten Physikverständnis können wir uns zusammenreimen, dass die plötzliche Druckwelle der Explosion innerhalb des Reifens diesen in die vorgesehene Halterung drückt. Falls ihr mehr Ahnung von dem Thema habt, erzählt uns doch einfach in den Kommentaren mehr!

Das passiert, wenn man verschiedene Reifen aufzieht

Reifen von verschiedenen Herstellern gleichzeitig aufs Auto zu ziehen ist gesetzlich durchaus erlaubt. Doch wie gefährlich ist das wirklich? Tyre Reviews hat es mithilfe eines BMW M2 herausgefunden.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Tyre Reviews

Zugegeben, ein BMW M2 ist ein Extrembeispiel. Andererseits sind in diesem Auto wahrscheinlich bessere Traktionsassisten verbaut als in 90 Prozent der Fahrzeuge, die täglich über Österreichs Straßen rauschen. Außerdem sind gerade so hecklastige Spaßmobile wie der M2 anfällig dafür, dass die Hinterreifen schnell mal über den Jordan gehen. Und dann will man sich vielleicht doch nicht jedes Mal die ganz teuren Gummis leisten. Aber so oder so, was kommt beim Test heraus?

Ersetzt man die standardmäßige Continental-Bereifung an der Hinterachse durch ebenso dem Premium-Segment angehörige Michelins, leidet die Rundenzeit am Handling kurs so gut wie gar nicht, wenn auch das Feeling nicht mehr optimal ist. Selbst mit mittelpreisigen Kumho-Reifen am Heck spielt sich alles noch im sicheren, wenn auch um zwei Sekunden langsameren Bereich ab.

Sobald aber die Billigsdorfer-Gummis aufgeschnallt sind, verkommt der M2 zum Ringelspiel. Während die Continentals vorne ihre Sache weiterhin gut machen, schlittert der Allerwerteste unkontrollierbar durch die Gegend, sodass die Rundenzeit schlussendlich um 16 Sekunden höher liegt – und das bei 88 Sekunden Gesamtfahrzeit. Wenn sogar das ESP völlig machtlos ist, muss etwas im Busch sein.

Kommen die Budget-Reifen übrigens vorne zum Einsatz, geht es statt ins Karussell einfach schnurstracks geradeaus bis zum nächsten Hindernis. So schlecht ist der Grip im Vergleich.

Mischbereifung klingt an sich schon nach einer blöden Idee, da sind wir uns hoffentlich alle einig. Aber die katastrophale Performance der Billigreifen beweist auch, dass man die Finger gleich ganz davon lassen sollte. Vor allem, wenn schon ein Mittelklasse-Gummi um Welten besser ist.

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