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So zieht man Reifen mit Feuerwerk auf

Wenn man gemeinhin vom Reifenwechsel spricht, meint man meist den Austausch des ganzen Rades samt Felge. Denn nur die Gummis zu wechseln, ist eine deutlich mühsamere Angelegenheit, die sich privat wohl niemand zumuten will. Doch es kann auch ganz einfach und mit nullkommanull Kraftaufwand gehen.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Garage 54

Die Lösung ist hochexplosiv: Man legt den Reifen lose um die Felge, schmeißt einen Böller in den dazwischenliegenden Raum und tritt ein paar Schritte zurück. Dann passieren zwei Dinge in sehr rascher Abfolge: Es macht BUMM und der Reifen sitzt plötzlich. Je nach Größe von Felge und Gummi muss auch der Knaller entsprechend ausgewählt werden, doch im Grunde kommt alles, was explodiert, in Frage. Eine richtige Bombe halt lieber nicht – das wäre eher kontraproduktiv.

Dass diese eigenartige Methode tatsächlich funktioniert, davon könnt ihr euch im Video überzeugen. Von kleinen Böllern über Feuerwerkskörper bis hin zu Airbag-Kartuschen taugt eigentlich alles. Knall, und der Reifen sitzt. Aufgepumpt muss er danach noch werden. Dass die Überbleibsel des gewählten Explosivikums im inneren des Reifens verbleiben, ist natürlich alles andere als ideal. Aber wer wird denn schon pingelig werden, nachdem er seinen Reifenpanne gerade mit einem Chinaböller behoben hat? Eben.

Mit unserem limitierten Physikverständnis können wir uns zusammenreimen, dass die plötzliche Druckwelle der Explosion innerhalb des Reifens diesen in die vorgesehene Halterung drückt. Falls ihr mehr Ahnung von dem Thema habt, erzählt uns doch einfach in den Kommentaren mehr!

Das passiert, wenn man verschiedene Reifen aufzieht

Reifen von verschiedenen Herstellern gleichzeitig aufs Auto zu ziehen ist gesetzlich durchaus erlaubt. Doch wie gefährlich ist das wirklich? Tyre Reviews hat es mithilfe eines BMW M2 herausgefunden.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Tyre Reviews

Zugegeben, ein BMW M2 ist ein Extrembeispiel. Andererseits sind in diesem Auto wahrscheinlich bessere Traktionsassisten verbaut als in 90 Prozent der Fahrzeuge, die täglich über Österreichs Straßen rauschen. Außerdem sind gerade so hecklastige Spaßmobile wie der M2 anfällig dafür, dass die Hinterreifen schnell mal über den Jordan gehen. Und dann will man sich vielleicht doch nicht jedes Mal die ganz teuren Gummis leisten. Aber so oder so, was kommt beim Test heraus?

Ersetzt man die standardmäßige Continental-Bereifung an der Hinterachse durch ebenso dem Premium-Segment angehörige Michelins, leidet die Rundenzeit am Handling kurs so gut wie gar nicht, wenn auch das Feeling nicht mehr optimal ist. Selbst mit mittelpreisigen Kumho-Reifen am Heck spielt sich alles noch im sicheren, wenn auch um zwei Sekunden langsameren Bereich ab.

Sobald aber die Billigsdorfer-Gummis aufgeschnallt sind, verkommt der M2 zum Ringelspiel. Während die Continentals vorne ihre Sache weiterhin gut machen, schlittert der Allerwerteste unkontrollierbar durch die Gegend, sodass die Rundenzeit schlussendlich um 16 Sekunden höher liegt – und das bei 88 Sekunden Gesamtfahrzeit. Wenn sogar das ESP völlig machtlos ist, muss etwas im Busch sein.

Kommen die Budget-Reifen übrigens vorne zum Einsatz, geht es statt ins Karussell einfach schnurstracks geradeaus bis zum nächsten Hindernis. So schlecht ist der Grip im Vergleich.

Mischbereifung klingt an sich schon nach einer blöden Idee, da sind wir uns hoffentlich alle einig. Aber die katastrophale Performance der Billigreifen beweist auch, dass man die Finger gleich ganz davon lassen sollte. Vor allem, wenn schon ein Mittelklasse-Gummi um Welten besser ist.

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