Mal eben in die Box gedriftet

Der coolste Boxenstopp, den es je gab!

So ein Boxenstopp muss schnell über die Bühne gehen. Jeder Handgriff muss perfekt sitzen. Auch der Fahrer darf sich keinen Fehler leisten. Denn schon der kleinste Schnitzer kann Plätze kosten. Doch kleine Missgeschicke passieren immer wieder und dieses hier könnte fast aus einem Fast & Furious Film stammen.

Viele Menschen finden Nascar fad, denn „Die fahren ja nur im Kreis!“. Stimmt nicht. Erstens fahren sie im Oval und zweitens kann auch das sehr spannend sein. Brad Keselowski zeigte erst vor kurzem, wie man einen wirklich coolen Boxenstopp hinlegt.

Auf dem Talladega Superspeedway in Alabama drehte es den 35-jährigen bei der Einfahrt in die Boxengasse um 180 Grad. Während seine Rennfahrer-Kollegen an ihm vorbei in ihre Boxen fuhren, parkte Keselowski gekonnt rückwärts in seine Box ein. Die Crew verrichtete ihre Arbeit, als sei es das gewöhnlichste der Welt, wenn ein Nascar verkehrt in die Boxengasse kommt. Vollgetankt und mit neuen Reifen, verließ Keselowski die Box – alles völlig legal und ohne Verstoß gegen das Nascar Reglement. Durchs Ziel kam er nach 188 Runden und 500 Meilen (805 Kilometern) als 13ter.

Das war aber nicht das einzige Spektakel bei diesem Rennen. Weil auf dem Superspeedway Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 350 km/h möglich sind, wird die Leistung der Fahrzeuge gedrosselt. Das geschieht mittels eines Luftmengenbegrenzern. Und weil der im englischen „restrictor plate“ heißt, nennt man die Rennen in Talladega und Daytona auch „Restricotr Plate Race“. Da die Motoren dann nicht wie sonst 800 bis 850 PS leisten, müssen die Fahrer dichter beieinander fahren um den Windschatten perfekt auszunutzen. Das führt aber wiederum oft zu solchen Bildern:

Verletzt wurde bei dieser Karambolage keiner der Beteiligten. Gewinner des Rennens war Chase Elliot mit seinem Chevrolet.