Doppelt so viel Spaß!

Dieser 1600 PS-Golf hat zwei Motoren

Dass ein Auto genauso viele Turbolader wie Motoren hat, ist ja total normal. Zumindest solange man von einem Turbo spricht. Dieser VW Golf  III GTI hat jedoch zwei davon und daher logischerweise auch zwei Motoren. Ach, außerdem ist er ein Dragrace-Monstrum mit 1600 PS.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: 1320video

Das Prinzip der Doppelmotorisierung ist in unserem Zeitalter des Hybridantriebs ja wahrlich nichts Außergewöhnliches mehr. Da treibt ein Aggregat die Vorderachse an und das andere werkelt hinten und zack – schon hat man auch noch einen Allradantrieb – wie praktisch! Wo in einem Hybrid aber meist ein kräftiger Benziner sich die Arbeit mit einem eher schwachbrüstigen E-Motor teilt, geht dieser Golf andere Wege. Hier sitzt nämlich ein fetter turbobeatmeter VR6-Koloss vorne drin und sein nicht minder rabiater Bruder röhrt im Heck – zusammen ergibt das 1.600 PS und eine gigantische Portion Spaß.

Den lebt man jedoch lieber ausschließlich in einer geraden Linie aus, denn für andere Sperenzchen ist dieser Dragbolide sicher nicht gedacht. Der Fahrer kann die Motoren jedoch beliebig zu- und wegschalten, so dass man entweder bei voller Power losfetzen oder – ganz nach Geschmack – erst ein bisschen Vorder- oder Hinterreifen verbrennen kann. Für die Stylewertung halt.

Im Reich der harten Zahlen trumpft dieser giftgrüne Golf jedenfalls ebenso dominant auf, schließlich knallt er die Viertelmeile zurzeit in nur neun Sekunden aufs Parkett und erreicht bei der Halbmeilenmarke satte 290 km/h – bei niedrigem Boost-Level! Ich hoffe, dass der kleine GTI bald völlig losgelöst herumtollen kann, denn auf diese kranken Leistungsdaten freue ich mich jetzt schon wie ein Schnitzel.