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Video: So verschrottet man kugelsichere Autos – nicht

Die Verschrottung gehört zum Lebenslauf eines Autos ebenso wie die erste große Ausfahrt oder die erste Panne. In diesem Video versuchen ein paar Kasachen, gepanzerte Fahrzeuge der örtlichen amerikanischen Botschaft zu zerstören und plagen sich damit ganz schön ab.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Klimanch Autokanal

Warum genau gleich mehrere kugelsichere Autos zermalmt werden sollen, wissen wir zwar nicht sicher, da aber nirgends Defekte oder Schäden zu erkennen sind, kann man davon ausgehen, dass die amerikanische Botschaft wohl einfach ihre Flotte erneuern wollte. Und damit niemand anhand der ausgemusterten Fahrzeuge irgendwelche US-Geheimnisse aufdecken kann, werden die Vehikel halt einfach direkt vernichtet. Gelebte Nachhaltigkeit.

In Kasachstan läuft so eine Autoverschrottung allerdings augenscheinlich nicht per Schrottpresse ab, sondern es wird einfach eine fette Kralle auf einen Bagger montiert, mit der man das bemitleidenswerte Gefährt dann auseinanderpflückt. Blöd nur, dass gepanzerte Autos – überraschenderweise! – ziemlich zäh sind. So werden sie im Video zwar ordentlich begrabbelt und angeknackst, so richtig kaputt gehen sie aber nicht wirklich. Vielleicht sollte man beim nächsten Flottentausch doch in eine Presse investieren. Oder man gönnt sich einen Erlebnisgutschein und macht sie mit dem Panzer platt. Ein Spaß für jeden Diplomaten!

Kugelsicherer Smart Brabus gefällig?

Schwer gepanzerte Luxuslimousinen oder SUVs sind ja nichts Neues, vom russischen Präsidenten bis zum amerikanischen Gangsterrapper haben sie eine treue Klientel. Doch kugelsichere Smarts? Das ist schon deutlich bemerkenswerter. Wenn auch viel unscheinbarer.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Carmored

Wenn ihr einen gepanzerten Smart für bizarr haltet, habt ihr eigentlich recht. Finden wir zumindest. Doch es scheint gar nicht so wenige Interessenten für widerstandsfähige Winzlinge zu geben. Schließlich gibt German Armoured Cars aus Erfurt an, rund 100 Stück des gefestigten Smart Brabus unter die Leute zu bringen, und das immerhin seit 2016.

Die Autos gehören allesamt in die Schutzklasse B4 und widerstehen so etwa einer 44er Magnum ohne großes Tamtam. Kein Wunder, schließlich ist das verbaute Sicherheitsglas auch rundum 22 Millimeter dick und innen mit Polycarbonat ausgekleidet. Damit auch das Blech brav standhält, ist es mit Kevlar- und Aramidmatten verstärkt. Hinzu kommt noch ein leistungsfähiges Intercom für Notrufe, Reifen, die auch nach Beschädigung eine ganze Weile weiterlaufen können, und eine extra schusssichere Batterie. Und all das trägt lediglich 118 Kilogramm auf das Gesamtgewicht auf, also dürfte der 109 PS starke Motor keine weiteren Probleme bekommen. Wenn man die Bilder so betrachtet, fällt außerdem auf, dass nichts auffällt. Die Carmored Smarts wirken völlig harmlos.

Auch wenn die Brabus-Insignien und der edle Innenraum natürlich mit an Bord sind, gehören die safen Smarts definitiv zu den unsichtbareren Panzerautos. Damit eignen sie sich etwa für Promis oder andere mehr oder weniger wichtige Personen, die zwar incognito unterwegs sein, aber dennoch nicht auf den nötigen Schutz verzichten wollen. Falls ihr euren Smart Brabus demnächst auffetten möchtet, kostet euch das übrigens rund 45.000 Euro. Sicherheit ist eben kein Schnäppchen.