1.000 PS für 1 Million Euro

Der Aston Martin Valhalla

Vom Aston Martin Project 003 haben wir euch schon vor einiger Zeit berichtet, aber erst jetzt wird die Geschichte richtig konkret. Neben den ersten Bildern vom Hypercar haben wir nun auch allerhand Daten, die wir euch um die Ohren pfeffern können. Also los geht’s, Film ab!

Text: Jakob Stantejsky

Erstens hat das dritte Aston Martin Hypercar nun endlich offiziell einen Namen, noch dazu einen besonders klingenden: Valhalla heißt das gute Stück. Der Bolide wird einen Turbo-V6-Mittelmotor haben, der von einem Elektroaggregat unterstützt wird. Das Aggregat rotzt rund 1.000 PS auf die Straße, die für einen Sprint von null auf hundert in 2,5 Sekunden sorgen. Ende im Gelände ist erst bei 354 km/h, verwaltet wird die Kraft von einem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Während der Sechszylinder die Hinterachse befeuert, bringt der Stromer die Front zum Rotieren, der Valhalla rast also mit Allradantrieb daher. Bei so viel Power wahrscheinlich die weisere Lösung. Da die Karosserie zu großen Teilen aus Karbon besteht, bringt der britische Brutalo trotz Hybridtechnologie nur 1.350 Kilogramm auf die Waage.

Das Vergnügen ist natürlich kein billiges, denn Aston Martin verlangt für den Valhalla nicht unter einer Million Euro, so viel ist bereits bekannt. Wer vorbestellen möchte, muss außerdem einer Kaution von 250.000 Euro vorschießen. Dann heißt es warten bis 2021, wenn der Aston Martin Valhalla endlich aus der Fabrik rollt.

Die 500 Stück, die die Engländer vom Valhalla produzieren wollen, werden deutlich alltagstauglicher als die Valkyrie sein. So hat man zwar das ausgeprägte Durchströmungs-Aero-Konzept übernommen, es aber nicht gar so scharf abgestimmt. Im Interieur bietet das neue Hypercar den beiden Insassen außerdem angeblich richtig viel Platz und hinter den Sitzen sogar Stauraum für Gepäck. Da können sich die Minivans dieser Welt schon mal warm anziehen!

Generell ist der Innenraum auf Funktion getrimmt und extrem minimalistisch gestaltet. Da sticht das rechteckige Lenkrad im Rennsport-Look umso deutlicher hervor. Die Türen öffnen sich nach vorne und nach oben, bieten also auch eine ordentliche Show für alle Passanten. So cool der Valhalla zweifellos ist, fragen wir uns eines schon: Braucht man wirklich Hypercars, deren Merkmal bessere Alltagstauglichkeit ist? Tut es für das Wochenende am See nicht auch ein stinknormaler Supersportwagen?