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So klingt der V12 des Gordon Murray T.50

Schon im Herbst haben wir euch vom Vorhaben der Formel 1-Legende Gordon Murray erzählt, ein Hypercar zu bauen. Im Dezember tauchte das erste Bild auf. Nun kriegen wir erstmals etwas zu hören.

Text: Jakob Stantejsky

Der Südafrikaner Murray hat sich einen großen Namen als Rennwagenkonstrukteur in der Formel 1 gemacht und in weiterer Folge auch den legendären McLaren F1 entworfen. Unter dem Namen Gordon Murray Automotive entsteht derzeit der T.50, der ebenso wie der ikonische Brabham BT46B über einen gewaltigen Propeller im Heck verfügen wird. Der soll die Aerodynamik ohne wilde Spoilerauswüchse ganz gewaltig verbessern und den T.50 somit zur echten Rundstreckenwaffe machen. Jetzt hat Gordon Murray Automotive also ein Youtube-Video veröffentlicht, in dem wir das Aggregat des extravaganten Sportwagens ein erstes Mal belauschen können. Das Video kann dank entsprechender Einstellungen des Uploaders leider nicht eingebettet werden, daher servieren wir euch die 1:20 Minuten lange Filmchen ganz altmodisch per Link: da, schaut’s!

Klingt doch ganz ansprechend, nicht wahr? Kein Wunder bei bis zu 12.100 Touren, zwölf Zylindern, 3,9 Litern Hubraum und gänzlich freier Atmung. 650 PS und 450 Nm Drehmoment sind jetzt zwar keine absoluten Brutalo-Werte in der Welt der Supercars, doch allein schon aufgrund des ausgefuchsten, einzigartigen Aerodynamikkonzepts geht der T.50 definitiv als echtes Hypercar durch. Schön, dass mal wieder was Neues ausprobiert wird. Auch wenn die Technik dahinter schon über 40 Jahre alt ist.

Die Aston Martin Valkyrie auf öffentlichen Straßen

Nachdem Aston Martin die – gemeinsam mit Red Bull Racing entwickelte – Valkyrie über Silverstone prügelt, testet der Hersteller das Hypercar nun auch auf öffentlichen Straßen – und begleitet das ganze Prozedere bildlich.

Text: Maximilian Barcelli

Daraus resultieren zweierlei Sachen. Erstens die Erkenntnis, dass die ersten Auslieferungen der Aston Martin Valkyrie nicht mehr allzu fern sind. Und zweitens, was für den Ottonormalverbraucher viel wichtiger ist: ein paar ziemlich fetzige Fotos. Die kommen gerade echt gelegen.

Denn zwischen dem ganzen Wahnsinn rund um die Corona-Pandemie, die Österreich bereits mit voller Wucht getroffen hat und allerlei Leute zum Klopapier kaufen bewogen hat (was mit diesen Kombis übrigens am besten geht), tut es gut, hie und da einmal Covid-19 Covid-19 bleiben zu lassen und sich den schönen Dingen im Leben zu widmen.

Und was für ein schönes Ding die Aston Martin Valkyrie doch ist! Nicht nur optisch: das Hypercar wird via dualem Antriebsstrang nach vorne gepeitscht, wobei der Hauptakteur hierbei ein freiatmendes Sahneschnittchen von V12 ist.   

Video: Horacio Pagani stellt Huayra Imola und Roadster BC vor

Nachdem der Auto Salon Genf dieses Jahr abgesagt wurde, haben sich die meisten Hersteller auf Livestream-Enthüllungen umgestellt und so ihre Neuheiten der Welt präsentiert. In diesem Video von Pagani spricht Oberchef  und Gründer Horacio Pagani höchstselbst über die für Genf vorgesehenen Hypercars.

Text: Jakob Stantejsky / Foto Header: Screenshot via Pagani Automobili

Wenn ihr 17 Minuten Zeit habt, legen wir euch dieses Filmchen ganz entschieden ans Herz. Zwei atemberaubend wunderschöne Boliden und der samtige Singsang eines eleganten Italieners – da jauchzen Augen wie Ohren himmelhoch. Genauer gesagt handelt es sich übrigens um den Pagani Huayra Imola und den Huayra Roadster BC, die die ausgesuchte Modellfamilie der Autoschmiede aus Modena bereichern. Wie von Pagani gewohnt und erwartet sind auch die zwei Geschosse ultraleicht, puristisch und vor allem höllisch scharf.

Auch diesmal ist die Stückzahl der Vehikel streng begrenzt. Der Imola wird nur fünf Mal gebaut, vom Roadster BC wird es immerhin 40 Stück geben. In beiden Gefährten leistet ein 6,0 Liter-Biturbo-V12 über 800 PS und macht die Paganis damit nicht nur zu außergewöhnlich extravaganten, sondern auch unfassbar rasanten Automobilen. So, und jetzt lassen wir euch mit Horacio Pagani alleine.

Koenigsegg Gemera: Viersitzer mit 1.700 PS

In den letzten paar Jahren hat es Hypercars geregnet ohne Ende. Etablierte Hersteller und Newcomer gleichermaßen haben Geschmack am obersten Ende der Sportwagen-Nahrungskette gefunden. Koenigsegg war in dieser Hinsicht sowieso schon gut vertreten, setzt jetzt aber noch einen drauf. Und zwar einen Gewaltigen. Einen mit vier Sitzen. Und 1.700 PS.

Text: Jakob Stantejsky

Gestatten: Gemera. Seines Zeichens ein sogenannter „Mega-GT“, der nicht nur zwei, sondern gleich vier Menschen mit völlig abstrusen Fahrleistungen die Augen in den Kopf drücken kann. Die 1.700 Pferde haben wir ja schon erwähnt. Irre genug. Aber 3.500 (dreitausendfünfhundert) Nm Drehmoment schlagen dem Fass den Boden aus und lassen vermuten, dass unter der Haube nicht nur ein Benziner steckt. So ist es auch tatsächlich, denn jeder Hinterrad und die Kurbelwelle selbst bekommen je einen E-Motor, zusammen schaffen es die drei Musketiere auf 1.100 PS. Das bedeutet, dass der Benziner an der Front also 600 PS leisten muss, also gar nicht sooo extraordinär.

Könnte man meinen. Aber Koenigsegg quetscht die 600 stolzen Rosse aus einem Dreizylinder! Ja, kein Spaß – drei Töpfe, zwei Liter Hubraum und zwei Turbos allein geben dem Gemera so viel Power, wie etwa der Audi RS 6 aus einem vier Liter großen V8 mit ebenfalls zwei Turboladern schöpft. Ob man Dreizylinder jetzt mag oder nicht, hier muss man sich angesichts der technischen Meisterleistung schon Anerkennung abringen. Wie das Rezept schlussendlich klingt, ist eine andere, durchaus spannende Frage…

Was bringen all die auf dem Papier beeindruckenden Daten aber auf der Straße? Erstmal eine Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h im Hybridbetrieb und 300 km/h im rein elektrischen Heckantriebsmodus. So weit, so brutal. Noch wahnwitziger ist allerdings die Beschleunigung von null auf hundert, für die sich der Koenigsegg Gemera nur lachhafte 1,9 Sekunden Zeit lässt. Damit zählt der Viersitzer zu den am allerallerschnellsten beschleunigenden Autos dieser Welt. Interessant ist übrigens die (wohl gewichtsbedingte) Wahl der Batterie: Der 800 Volt-Akku soll Strom für nur 50 rein elektrische Kilometer spenden. Insgesamt sollen sich aber 1.000 Kilometer ausgehen, damit lässt es sich ganz gut leben.

Eine große Reichweite braucht man im Gemera auch, denn man kann nicht einfach Super in den Benzintank gießen. Der wüste Dreitöpfer säuft nämlich ausschließlich Ethanol oder Methanol, das kriegt man auch nicht überall.

All den wahnwitzigen Leistungsdaten zum Trotz legt Koenigsegg im Interieur außerdem höchsten Wert auf Stil und Komfort. Vernetzung, Klimaautomatik mit drei Zonen, mehrere Infotainmentdisplays und eine High-End-Soundanlage mit elf Boxen sorgen für wohliges Reisen, wenn man sich nicht gerade die Innereien durch den eigenen Körper jagt. Der gemunkelte Preis ist natürlich ein stolzer: rund 1,7 Millionen Euro werden wohl für einen Koenigsegg Gemera fällig. Dafür hat man dann aber nicht nur ein wahrlich einzigartiges und revolutionäres Auto, sondern auch eines von nur 300 Exemplaren. Eignet sich wohl nicht wirklich für die Großserie, das Ding…

Wiegt ihr mehr als das Chassis des Hennessey Venom F5?

Der Hennessey Venom F5 ist alles andere als irgendein Auto. Schließlich bringt er mehr PS mit als der Bugatti Chiron und wiegt dabei nur lächerliche 1.338 Kilogramm. Wie eine derartige Maschine so leicht sein kann, erschließt sich beim Blick auf das Kohlefaser-Chassis.

Text: Jakob Stantejsky

Denn obwohl solch unvorstellbare Zahlen wie 1.842 PS und 1.617 Nm Drehmoment in dem amerikanischen Mordsgeschoss stecken, wiegt das komplette Chassis des Venom F5 nur hauchzarte 86 Kilogramm – weniger als so manch potenzieller Fahrer selbst! Im Video könnt ihr euch das Karbongestell spärlich beleuchtet mit bedeutungsschwangerer Musik unterlegt reinziehen. Und euch fassungslos an den Kopf greifen, während ihr der Frage nachgeht, ob die Ingenieurskunst von heute nicht schon als Hexerei zu bezeichnen ist.

Der Rimac C-Two wird in Genf enthüllt

Dass der Rimac Concept_One eine Fortsetzung bekommt, ist mittlerweile auch schon seit knapp zwei Jahren bekannt, als das Auto erstmals in Genf präsentiert wurde. Damals noch ein Prototyp, wird kommendes Jahr der fix und fertige Wagen auf dem Auto Salon Genf stehen.

Text: Jakob Stantejsky

Bisher kannten wir den zweiten Teil der kroatischen Elektrohypercar-Erfolgsstory unter dem Namen C_Two, doch dieses Kürzel wird in der Schweiz vom offiziellen Titel des Serienmodells abgelöst werden. Der ist natürlich noch ein Geheimnis, damit der Hype ein wenig gesteigert werden kann. Verständlich, schließlich wissen wir sonst schon fast alles über die E-Rakete. Vier Elektromotoren produzieren rassige 1.914 PS, die den Kroaten in nur 1,85 Sekunden auf Landstraßentempo katapultieren sollen. Erst bei wahnsinnigen 415 km/h ist Schluss mit lustig und rund 650 Kilometer Reichweite verspricht Rimac dank der 120 kWh fassenden Riesenbatterie.

Trotz dieser utopisch-rasanten Daten versprechen die Kroaten ein Auto, dass man auch jeden Tag fahren kann. Sogar elektrische Sitzverstellung gibt es, es bleiben also noch ein paar Kilo, die für eine eventuelle Rennstreckenversion abgespeckt werden könnten. Trotzdem soll das Hypercar jetzt schon extrem widerstandsfähig sein und wirklich brutal hergetreten werden können. Selbst ausprobieren werden wir das wohl nie, denn alle 150 Stück sind schon längst verkauft. Wie das halt immer so ist mit Hypercars. Dennoch freuen wir uns auf den 5. März, wenn der Genfer Auto Salon beginnt und wir zumindest unsere Augen an dem Technologiewunder weiden können.

Neue Details zum Lotus Evija

Am 21. November veröffentlichte Lotus ein Video, dass das neue Elektro-Hypercar Evija in voller Aktion zeigte. Und so sehr wir Lotus Abkehr von den puristischen Traditionen auch bedauern, so scharf wirkt diese Rakete. Nun erfahren wir Neues zum 2,25 Millionen Euro-Gefährt.

Text: Jakob Stantejsky

2.000 PS aus vier Elektromotoren und 340 km/h Spitze soll der Lotus Evija bieten, wenn er (vielleicht?) nächstes Jahr schön langsam in Produktion geht. 130 Stück wollen die Briten bauen. Bedeutet einen Gesamtumsatz von 292.500.000 Euro – wahrscheinlich mehr Geld, als Lotus bisher insgesamt umgesetzt hat, geschweige denn in den letzten paar Seuchenjahren. Wenn der Evija die Marke tatsächlich rettet, soll uns die Sache sehr recht sein. Vielleicht gibt es dann auch mal wieder einen ultraleichten Benzinbruder.

Vor Kurzem hat Lotus nun sogenannte „test notes“ veröffentlicht, in denen Lotus-Mitarbeiter Gavan Kershaw seine Gedanken zu seinem kleinen Evija-Testabenteuer festhält. Keine Frage, unparteiisch sind diese Notizen sicher nicht, doch sie bieten dennoch einen spannenden Einblick in die Entwicklung des Hypercars. So schreibt Kershaw, dass der Evija mittlerweile über ein fast vollständiges Interieur verfügt, auch die Hydraulik für die aktive Aerodynamik ist schon mit an Bord. Elektronische Helferlein gibt es jedoch noch gar keine, damit der Bolide mechanisch perfekt abgestimmt werden kann. Wir werden nicht lügen: Einen Sportwagen mit 2.000 Pferden, die auch noch ab 0 Umdrehungen ihre volle Power liefern, würden wir auch gern mal ganz ohne Assistenten testen. Es muss sich wohl um ein irrwitziges Erlebnis handeln.

Alles in allem dürfte Lotus extrem darum bemüht sein, die eigenen Tugenden hochzuhalten. Das Fahrerlebnis soll direkt und ungefiltert an Lenkrad und Pedalen ankommen, nur schalten muss man eben nicht mehr. Falls ihr mehr zum Evija erfahren wollt, schaut euch doch einfach (nochmal) das Video an oder lest die kompletten Testnotizen unten nach.

Lotus Evija: dynamic test notes (G. Kershaw)

Date: 6 December 2019
Driver: Gavan Kershaw, Director, Attributes and Product Integrity, Lotus Cars
Location: Hethel, Norfolk, UK
Car: Lotus Evija engineering prototype #2

Pre-test notes:
Latest shakedown follows extensive computer simulations, plus multiple sessions in UK and Italy.
Engineering prototype #2 is the most advanced of three on test, with customer-specification suspension, EV powertrain, brakes and full carbon-fibre body panels.
Features most complete interior yet, with key elements such as production seats and ‘ski slope-style’ floating centre console in place.
Fitted with hydraulics to support deployment of car’s active aerodynamics.

Driver’s notes:
“The car is in a completely pure state at the moment, with no stability control or torque-vectoring. This is so we can evaluate the fundamentals of the chassis, to create the mechanical advantage before the other layers, such as the electronics, are added. It means we can really read the car. Later we can tune what we’ve gained as a mechanical advantage as we add layers. It’s the Lotus way – get the fundamentals right from the start and use baseline aerodynamics, suspension kinematics and geometry to feel the vehicle’s response.

I feel really at home in it, it’s really driveable. We assessed the stability and agility through tight corners. We did brisk accelerations to work out the torque split and looked at tyre grip and response.

Lotus has always been about ‘input = output’, so if you do something you get a response, and that’s what we’re balancing now. It’s all about the detail so, for example, we’re validating the progressive response from the pedals. We know there’s an enormous amount of torque but drivers will only want it when they ask for it with their right foot. It’s about getting that throttle balance right.

We assessed steering-wheel angle versus vehicle response at different speeds to ensure the car feels nimble at 30mph as well as 200mph.

Through testing like this we can work on every element, like how connected you feel to the car, the driving position, location of the primary controls and visibility. It’s all about validating how the thousands of hours of computer simulations actually translate into the vehicle. It’s a two-fold process: proving they were the correct targets in the first place, and that the results are accurately translating into the car.

It’s also about bringing in experience from other vehicles – what we know from driving Exige and Evora, the Lotus GT race cars – and making sure that core Lotus DNA is all at its absolute best in the Evija.

It’s really exciting for me. I love this part of developing any Lotus because it’s proving the mechanical design and the physics behind everything is right, and then working with our engineers to enhance the experience and give the car a true Lotus character. It’s the step-by-step stuff we do with every Lotus – Evija is no different.

It’s another chapter in my 30+ years at this company. Yes, I’ve got a big smile on my face because it’s the latest tech, it’s a Lotus and we’re at the forefront again.”

Peugeot zeigt sein Le Mans Hypercar

Das World Endurance Championship und Le Mans im Besonderen ziehen seit der Ankündigung einer neuen Hypercar-Klasse allerhand interessierte Hersteller an. Nun reiht sich auch Peugeot in die Riege der prominenten Neuzugänge ein.

Text: Jakob Stantejsky

McLaren, Toyota und Glickenhaus sind schon fix dabei, diverse andere Marken sind noch eifrig am Grübeln. Peugeot kündigt sich jetzt offiziell für das WEC ab 2022 an: „Peugeot and Rebellion are pleased to announce that they will be joining forces to tackle the challenges of the FIA World Endurance Championship and the Le Mans 24 Hours,“ heißt es im Pressetext. Dazu gibt es ein Rendering eines verdammt martialischen Boliden, den wir aber irgendwo schon mal gesehen haben, oder?

Ganz recht, es handelt sich nämlich eher um ein Update des Peugeot Vision Gran Turismo, den die Franzosen 2017 für das Rennspiel Gran Turismo Sport entworfen hat. Ob sich das fertige Hypercar also tatsächlich eng am Konzept orientiert oder einfach nur schnell irgendein Bildmaterial für die Aussendung benötigt wurde, wird sich wohl erst zeigen. Wir hoffen auf ersteres.

Hier zu sehen: Der virtuelle Peugeot Vision Gran Turismo aus 2017

Betrieben werden wird die Maschine von Rebellion, einem Schweizer Rennteam, das schon seit einem knappen Jahrzehnt in den beiden höchsten Ausdauerrennserien Erfolge hamstert. Ab 2022 tritt das Team als Werksteam Peugeots an. Was denkt ihr, kommt der Löwen-Bolide tatsächlich so? Oder wäre euch eine Umgestaltung sowieso lieber?

Bugatti baut 20 Chiron Noire

Was tun, wenn man nur ein Modell im Programm hat, aber trotzdem ordentlich Mäuse melken möchte? Na klar, man quetscht dieses Auto solange mit Sondereditionen aus, bis es mehr Chiron– als Golf-Varianten gibt. Daher zieht Bugatti nun das Tuch vom Chiron Noire.

Text: Jakob Stantejsky

Anfang dieses Jahres stellte Bugatti das Einzelstück La Voiture Noire vor, das für wohlfeile 11 Millionen Euro (ohne Steuern) den Besitzer wechselte. Und da blieben offenbar so viele reiche Pinkel enttäuscht zurück, dass sich die Franzosen dachten: „Hey, wir brauchen noch einen pechschwarzen Karbonhypersportler!“ Und zack, hier ist er, der Chiron Noire. Immerhin 20 Stück dieser Spezialversion legt Bugatti zum Schnäppchenpreis von je 3 Mille auf. Somit ist der Chiron um eine Version und Bugatti um ein paar Euros reicher.

Was kann er also neues? Nix. Tatsächlich wird er lediglich in unverkleidetes Karbon gehüllt, bekommt ein paar neue Statusinsignien mit auf den Weg und einige Details werden zusätzlich schwarz lackiert. Das war es dann aber auch schon wieder. Wahlweise kann man sich seinen Chiron Noire, wie auch das Basismodell, als Sport bestellen, dann ist das Chassis dynamischer abgestimmt. Das kostet dann halt einen Porsche 911 obendrauf. Der übrigens auch schön langsam vor Neid erblasst, angesichts der Artenvielfalt des Bugatti Chiron.

Auch Lambo entwirft für Gran Turismo

Manche Autos haben klingende Namen, manche nicht. Und manche haben so sperrige Bezeichnungen, dass man sich bei der Aussprache fast verletzt. So auch der Lambo V12 Vision Gran Turismo, den Lamborghini für das Rennspiel Gran Turismo Sport entworfen hat.

Text: Jakob Stantejsky

Von Peugeot über Audi bis hin zu McLaren – sie alle haben schon ein Konzeptauto für Gran Turismo Sport entworfen, dass man in dem Rennspiel dann auch tatsächlich über die Piste prügeln kann. Im Frühling 2020 kommt der nächste futuristische Boliden dazu, diesmal aus dem Hause Lamborghini. Der V12 Vision Gran Turismo sieht zwar so fetzig aus wie noch kein Lambo zuvor (und das will was heißen), doch der Antrieb ist vergleichsweise altmodisch.

Im Heck des virtuellen Boliden werkelt nämlich derselbe Motor wie im Sián, es gibt ihn also de facto bereits. 785 PS kommen aus dem namensgebenden V12, 34 Elektro-Pferde kommen aus einer E-Maschine noch hinzu. Unter dem Strich bedeutet das 819 PS in einem Auto, das selbst nur 800 Kilo wiegt. In der Realität werden wir das Ding wohl nie ausprobieren können, denn es gibt nur ein 1:1-Modell, nicht einmal ein funktionales Unikat ist geplant. So schade das ist, so sehr können wir die Entscheidung nachvollziehen. Denn die Produktion dieses raumschiffartigen Einsitzers hätte wohl mehrere Millionen an Budget verschlungen. Außerdem kann so jeder den Lambo V12 Vision Gran Turismo fahren, der ein paar hundert Euro für eine Playstation 4 und das Spiel hat.