So sportlich sieht der neue Hyundai i30 aus!

Der diesjährige Genfer Automobilsalon steht vor der Tür und so langsam teasern die ersten Hersteller ihre Neuheiten an. So auch die Marke Hyundai, die ein Facelift des i30 mit in die Schweiz bringt.

Text: Maximilian Barcelli

Ein Facelift, das sich den Namen auch redlich verdient: Die Front, der einzige Teil des Korea-Kompakten, den Hyundai schon zeigt, wartet mit einer schärferen Lichtsignatur auf. Die aggressiven Schürzen, die dem i30 einen besonders athletischen Auftritt verleihen, bleiben aller Voraussicht nach der Ausstattungslinie N-Line vorenthalten, die Hyundai auf den Teaserbildern zeigt.. Immerhin hat auch der aktuelle i30 als N-Line ein sehr ähnliches Front-Design, während sich die weniger sportlichen Modelllinien deutlich gemütlicher geben.

Zwar geizt Hyundai noch mit Bildmaterial, gibt sich dafür umso großzügiger punkto Infos: so darf man sich im Zuge des i30-Facelifts auf eine neue Heckstoßstange sowie -leuchten freuen. Im Innenraum kommen nun auch digitale Armaturen zum Einsatz und der Touchscreen wächst von acht auf (bis zu) 10,25 Zoll. Auf dem letzten Bild ist übrigens der aktuelle Überdrüber-i30 zu sehen, der Hyundai i30 N Project C.

Entertainment-Spaß für unterwegs

Wer zu hoch pokert, verliert. Daher hat die Automobilindustrie die Entscheidung getroffen, sich dem gesellschaftlichen Wandel anzupassen. Was früher ausschließlich als Transportmittel konzipiert wurde, soll heute ein Tempel des Wohlfühlens, des minimalen Stresses und der Unterhaltung sein. Während sich Kinder früher auf langen Autofahrten entweder gelangweilt oder mit sich selbst beschäftigt haben, haben sie heute viele Möglichkeiten, die Zeit zu vergessen, indem sie in die virtuelle Welt abtauchen. Um dies zu ermöglichen, hat sich die Industrie unterschiedliche Möglichkeiten einfallen lassen.

Die Modernisierung der Autos – Ein Querschnitt der Entwicklung
Oldtimer – Heute nur noch bei Autoliebhabern hoch im Kurs, für modernes Entertainment jedoch ungeeignet.
Bild: S. Hermann & F. Richter/Pixabay

Insbesondere innerhalb der letzten Jahrzehnte hat sich im Bereich der Automobilindustrie viel getan. Während Autos früher lediglich dazu dienten, die Passagiere von einem Ort an den anderen zu bringen, gelten sie heute häufig als Statussymbol. Nicht nur die Optik hat sich verändert. Auch die Technik ist fortschrittlich. Immer mehr technische Accessoires gehören mittlerweile zu der Standardausstattung eines PKW. Zu Beginn der technischen Extras waren beispielsweise Sitzheizungen, ein automatischer Scheibenwischer und eine Rückfahrkamera absoluter Luxus und haben den Verbraucher viel Geld gekostet. Nach aktuellem Stand gilt diese Technik in vielen Fällen als Standard und ist für die Verbraucher zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Automobilindustrie ist also, um den Verkauf der Fahrzeuge sicherzustellen und den Ansprüchen der Verbraucher gerecht zu werden, dazu gezwungen, in Dauerschleife neue Gadgets zu entwickeln, die für den Verbraucher interessant sind.
Nicht nur die Technik im Sinne der möglichen Unterhaltung, sondern auch die Technik am Auto selbst hat sich verändert. Der Nachhaltigkeitsgedanke und der Aspekt des Klimawandels haben dazu geführt, dass neben den ursprünglich Benzin- und Dieselmotoren Elektromotoren in die Autos eingebaut werden. Der CO2-Ausstoß soll so reduziert werden. Während die neu entwickelten Autos zu Beginn aufgrund unterschiedlicher Aspekte eher kritisch betrachtet wurden, finden sie mittlerweile viele Befürworter.

Möglichkeiten des Entertainment im Auto

Entertainment gehört nicht mehr nur bei Luxusautos zum Standard, sondern ist auch im mittelklassigen Kleinwagen immer häufiger zu finden. Insbesondere das Musik-Entertainment gehört mittlerweile zum Standard. Der Fahrer kann hier wählen, ob er die Musik über das Radio, eine CD, den USB-Stick oder über sein Handy hören möchte. Letzteres wird durch eine Bluetooth-Verbindung ermöglicht. Diese Verbindung ermöglicht es ebenfalls, während der Fahrt über den Lautsprecher des Wagens zu telefonieren oder sich beispielsweise von Google Maps navigieren zu lassen.
Auch eingebaute Navigationsgeräte gehören zum Entertainment, das mittlerweile viele Autos bieten. Durch ihr großes Display sehen sie nicht nur edel aus, sondern gestalten die Fahrt für den Fahrer deutlich angenehmer. Es ist weniger Konzentration notwendig, wenn die Strecke auf einem großen Display angezeigt wird, als wenn die Augen sich bei jedem Blick auf das kleine Handydisplay anstrengen müssen. Über dieses Display wird häufig auch das Steuern weiterer Entertainmentangebote möglich. Beispielsweise wird die Musik und das Radio darüber gesteuert. Auch mögliche Telefonate werden darüber abgewickelt. Durch die Bluetooth-Verbindung mit dem Handy ist das Telefonbuch hinterlegt.
In den neusten Autos ist es sogar möglich, mithilfe von Sprachsteuerung Anrufe abzusetzen oder die Navigation zu starten. So kann sich der Fahrer uneingeschränkt auf die Straße konzentrieren.
Wer ein Auto besitzt, dass aufgrund seines Alters nicht mit sämtlichem Entertainment ausgestattet ist, der hat jederzeit die Möglichkeit, manuell aufzurüsten. Es gibt einige Extras, die universell in jedes Auto passen. Andere wiederum müssen vom Hersteller des Autos entwickelt worden sein oder bestimmten Maßen oder Vorgaben entsprechen, damit sie eingebaut werden können und den Fahrspaß erhöhen können.

Ein Auto mit mobilem WLAN

Internet ist, trotz der Vielfalt an Handyverträgen und Prepaid-Optionen mit unterschiedlichen Internetstaffelungen, bei vielen Handynutzern häufig eher rar gesät. Schnell kann es passieren, dass durch Musikstreaming oder Navigation das vorhandene Volumen verbraucht ist. So wird es unmöglich, weiterhin Musik über das Handy zu streamen. Auch die Möglichkeiten der Handynavigation wird so eingeschränkt. Um das Pokern gegen das Internetdatenvolumen nicht zu verlieren, bietet es sich an, im Auto WLAN zu integrieren. Besonders für Vielfahrer und Langstreckenfahrer ist ein internes Auto WLAN unter Umständen interessant. Die Beifahrer können sich problemlos in das WLAN einloggen und sich mit ihrem Handy beschäftigen, solange sie wollen. Internet ist für die Verwendung vieler Apps erforderlich, die somit ohne WLAN möglicherweise eingeschränkt wäre. Da sich der Fahrer selbst während der Autofahrt nicht mit seinem Handy beschäftigen kann, haben in erster Linie die Beifahrer einen Vorteil des On-Board-WLANs.

Video Streaming unterwegs – für alle, die sich schnell langweilen

Mobiles WLAN im Auto ist eine gute Voraussetzung dafür, dass sich jeder Passagier selbstständig im Internet beschäftigen kann. Neben dem Streamen von Musik wird so auch das Videostreaming von beispielsweise Texas Hold’em uneingeschränkt möglich. Niemand muss mehr darüber nachdenken, ob das Internetvolumen des Handyvertrags oder des Prepaid-Angebots ausreicht, um sich während der Fahrt zu beschäftigen. Neben YouTube gibt es noch eine Vielzahl an Plattformen, auf denen Videos unterschiedlicher Art zur freien Verfügung gestellt werden. Es ist also für jeden etwas dabei. Insbesondere bei den jungen Leuten, und wohl in erster Linie bei den Mädchen, sind TikToks sehr beliebt. Auch Twitch ist eine Plattform, auf der Videos gestreamt werden können. Außerdem gibt es Plattformen, auf denen Online Poker live mitverfolgt werden kann. Wer also nicht selbst pokern will, der kann lernen und zusehen.

DVD schauen im Auto – die Fahrzeit verfliegt wie im Film
Wahrscheinlich hat es jeder schon mal erlebt – quengelnde Kinder auf langen Autofahrten. Für viele Familien gehört das zum Alltag der Urlaubsreisen. Auch gute Vorbereitung kann das größte Übel am Ende des Tages nicht abwenden. Bilderbücher und Ratespiele sorgen meist nur für einen kurzen Zeitraum für eine ausgeglichene Stimmung und gute Laune an Bord. Kommt es dann aber zu einem Stau, liegen die Nerven blank. Und zwar nicht nur bei den Kindern. Die Laune und Ungeduld der Kinder überträgt sich nicht selten auf den Fahrer. Ist dieser gestresst, kann mangelnde Konzentration die Folge sein. Quengelnden Kindern auf langen Reisen ist mittlerweile glücklicherweise schnell Abhilfe zu schaffen. Eltern haben die Möglichkeit, DVD Player in das Auto einzubauen.
Einerseits gibt es die Möglichkeit, einen DVD-Player zu kaufen. Mit dem können alle beliebigen Filme abgespielt werden. Verbraucher haben hier in der Regel die Wahl, ob sie eine tatsächliche DVD verwenden, oder der Film über einen USB-Stick oder eine SD-Karte abgespielt wird. Die DVD Player sind in der Regel mit allen Speichermedien kompatibel. Soll aber auch normales Fernsehprogramm verfügbar sein, müssen unterschiedliche Dinge berücksichtigt werden. In einem solchen Fall reicht ein einfacher DVD Player nicht aus. Notwendig ist es hier, mit einem TV-Tuner und einem Antennenkabel ausgestattet zu sein.

Das Angebot entsprechender technischer Mittel ist groß. Es gibt einfach gehaltene DVD Player, die manuell an die Kopfstützen der vorderen Sitze angebracht werden. Die Halterungen hierfür bestehen meist aus Klett- oder Gummibändern. Es gibt aber auch solche, die in der Kopfstütze der Vordersitze integriert sind oder an der Decke montiert werden und 15 bis 17 Zoll groß sind. Für welche Option Eltern sich auch entscheiden, der Ton des Films oder Videos wird grundsätzlich über Kopfhörer wiedergegeben. So kann sichergestellt werden, dass der Fahrer nicht gestört wird.
Im Internet gibt es unterschiedliche Anbieter, die DVD Player für Autos herstellen. Viele Eltern tauschen sich in Foren dazu aus und beraten sich über mögliche Alternativen zu bereits bestehenden DVD Playern für das Auto.


Ein Bildschirm in der Kopfstütze der Vordersitze ermöglicht Ablenkung durch das Abspielen von beliebigen DVDs oder anderen Medien.
Bild: AutoPhotography/Pixabay

Das Auto als mobiler Entertainment-Tempel

Durch die Möglichkeit des mobilen WLAN kann jeder Beifahrer seinen Wünschen nachkommen und sich individuell einen Zeitvertreib im Internet suchen. Dies eröffnet nicht nur die Möglichkeit des kontinuierlichen Streamens von Musik und Videos.


Pokémon Go ist bei Pokémon-Fans sehr beliebt und kann nun auch unterwegs im Auto gespielt werden.
Bild: succo/Pixabay

Es eröffnet auch neue Möglichkeiten für In-Car-Spiele: Fans von Multiplayer-Spielen wie Minecraft, Clash Royale oder Pokémon Go können ihr Spiel auch unterwegs fortsetzen. Online Poker ist ebenfalls sehr beliebt. Das digitale Kartenspiel eröffnet die Chance für einen kurzen, aber starken Adrenalinschub. Maßgeschneiderter Unterhaltungsspaß im Auto sorgt für Kurzweil auf langen Reisen und lässt lästige Wartezeiten schneller vergehen.

Der enorme Vorteil des online Pokers ist, dass man mit Bekannten und Freunden gemeinsam spielen kann. Fast alle Plattformen, die online Poker anbieten, geben dem Spieler die Wahl, ob das Spiel mit Echtgeld oder Spielgeld gestartet werden soll. Und wer im Auto schon einmal übt und sich die Zeit mit Poker vertreibt, dem gelingt es vielleicht, im nächsten Casino abzuräumen.

Dieser Tesla reiste 1,6 Milliarden Kilometer weit

Also falls es ihn überhaupt noch gibt und ein Meteor ihn nicht in Milliarden Teilchen pulverisiert hat. Beim weitgereisten Tesla Roadster handelt es sich nämlich um den, den Elon Musk vor zwei Jahren ins All katapultiert hat.

Text: Maximilian Barcelli

Aktuell ist das Elektroauto mehr als 345 Millionen Kilometer von der Erde entfernt (Stand: 13. Februar 2020). Ein Lichtsignal würde für diese Strecke immerhin satte 19 Minuten benötigen. Allerdings nähern wir uns dem Tesla Roadster gerade wieder. Und: momentan ist das Elektroauto dem Mars deutlich näher als der Erde.

All das ist auf der Webseite www.whereisroadster.com nachzulesen. Neben der aktuellen Geschwindigkeit werden dort auch witzige Fakten festgehalten; zum Beispiel wie oft sich der Starman im Tesla Roadster während dem Flug schon Space Oddity von Bowie reinziehen konnte – nämlich rund 200.000 Mal. Oder wie oft der Tesla Roadster schon seine 36.000 Meilen-Garantie überschritten hat (28.600 mal), wodurch man auch auf die 1,6 Milliarden Kilometer kommt. Außerdem lässt sich durch eine graphisch dargestellte Simulation der bisherige und zukünftige Verlauf des Roadsters im Sonnensystem nachvollziehen. Spannend wird’s dieses Jahr Ende September, Anfang Oktober: dann kommen sich E-Auto und Mars ziemlich nahe (zumindest zweidimensional  betrachtet).

Paris durch die Augen des Tesla Autopiloten

Theoretisch kann man sich ja vorstellen, wie so ein selbstfahrendes Auto funktioniert. Kameras, Radare und Sensoren ersetzen die menschlichen Augen und ein Computer das Gehirn. Wie genau die Welt in den Augen des Tesla Autopiloten aussieht, wissen wir jetzt auch.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via greentheonly

Eines sei vorausgeschickt: Es handelt sich hier nicht um Bildmaterial von Tesla selbst, sondern lediglich um die visuelle Übersetzung des Autopiloten-Feeds durch den Youtube-Kanal greentheonly. Der hat sich aber redlich Mühe gegeben und ein ziemlich cooles Video gebastelt, in dem man 20 Minuten als Tesla Autopilot durch Paris fährt. Und so ungern man das auch zugibt: Teilweise erkennt die AI potenzielle Hindernisse oder Gefahren sogar aus viel größerer Entfernung, als es ein Mensch könnte. Nur Orangen sollte man von dem Autopiloten fernhalten…

Der neue Cupra Leon sieht ganz schön zornig aus

Ende Jänner präsentierte Seat die vierte Generation des Leon. Die Cupra-Version des Kompaktwagens wird nicht lange auf sich warten lassen.

Text: Maximilian Barcelli

Obwohl er als dritter VAG-Kompakter vorgestellt wurde – die neuen Generationen von VW Golf und Skoda Octavia hatten ihren großen Auftritt schon Monate zuvor – darf Seat nun punkto Hot Hatch den Anfang machen.

Bild: X-Tomi

Viel ist über den Cupra Leon bis dato nicht bekannt. Das Teaserbild lässt zwar eine wirklich grantige Front mit riesigen Lufteinlässen erkennen, die wohl nur optische Show sind, hält den Rest des Fahrzeuges allerdings im Verborgenen. Gut, dass der Autorenderer X-Tomi sich bereits mit dem Seat Leon auf Speed beschäftigt hat – wie hier nachzulesen ist. Jedenfalls wird das Auto am 20. Februar präsentiert. Und: Es wird mehrere Antriebskonzepte geben. Ein Plug-in-Hybrid dürfte damit fix sein.

F1 GP von China offiziell abgesagt

Seit Wochen schon wird spekuliert, seit einigen Tagen gibt es handfeste Gerüchte und jetzt ist es offiziell verkündet und fix: Die FIA sagt den Formel 1 Grand Prix von China ab!

Text: Jakob Stantejsky / Foto: FIA

Grund ist, wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt (Wie könnte man auch nicht?), der vor allem in China wütende Coronavirus, dem nicht nur schon zahlreiche Menschen, sondern auch alle möglichen Veranstaltungen zum Opfer gefallen sind. Durch die Reduzierung von ausufernden Menschenansammlungen und vor allem von Ein- und Ausreiserei im großen Stil will man die Verbreitung der Krankheit stoppen, die Entscheidung ergibt also absolut Sinn.

Laut Formel 1 kam das ursprüngliche Ansuchen um Absagung des für den 19. April angesetzten Rennens vom lokalen Veranstalter, der Juss Sports Group. Nach Möglichkeit will man den Grand Prix aber an Ort und Stelle später während der Saison noch unterbringen, sofern und wenn sich die Lage beruhigt hat.

Genaue oder ungenaue Daten für eine mögliche Nachholung des chinesischen Grand Prix‘ kursieren derzeit noch keine, es läuft einstweilen also auf ein Ratespiel hinaus. Abu Dhabi wird sich das Finale der Saison kaum nehmen lassen, die Teams zeigen sich angesichts einer möglichen Verschiebung des Finales und gleichzeitiger Verlängerung der Saison um eine Woche, um eine Lücke für China zu schaufeln, wenig euphorisch. Termin tauschen will wohl auch keine Rennstrecke, da in jedem Grand Prix-Wochenende ein gigantischer logistischer Aufwand steckt. Wann und ob der Grand Prix von China dieses Jahr also stattfindet, steht in den Sternen.

Der Ford GT Liquid Carbon ist ein Traum aus Handarbeit

Derzeit steigt in Chicago die Chicago Auto Show und das Lieblingsexponat aller Petrolheads dürfte zweifellos feststehen: Der Ford GT Liquid Carbon ist ein Traum aus Kohlefaser und zeigt sich völlig nackt und unverfroren.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Chicago Auto Show

Die gesamte Karosserie des Ford GT Liquid Carbon besteht aus feinster Kohlefaser – so weit, so geil. Allerdings wird da dann nicht einfach bunt drüberlackiert, sondern es kommt ausschließlich Klarlack zum Einsatz und die Karbonopulenz bleibt gut sichtbar erhalten. Das macht sich natürlich ganz hervorragend und unterstreicht den kompromisslosen Charakter des Ford GT noch. Aber es führt auch zu Problemen. Denn jeder winzige Fehler im Webmuster fällt somit unschön ins Auge und würde das ganze Bild ruinieren. Deshalb wird die Karosserie auch eigens vom Karbonspezialisten Multimatic in Ontario in mühevoller Handarbeit gebaut. Im Vergleich zu einer normalen Ford GT-Karosserie dauert der Prozess rund drei Mal so lange.

Etwa zwölf Exemplare des Liquid Carbon will Ford bis 2022 jährlich bauen und damit ganz besonders betuchte Sammler ansprechen. Denn der Preis klettert im Vergleich zum Standard-GT um muntere 50 Prozent in die Höhe und liegt bei circa 750.000 statt 500.000 Dollar.

Dafür gibt es allerdings nicht nur nacktes Karbon bis zum Erbrechen (vor Begeisterung, versteht sich), sondern auch eine überarbeitete Abgasanlage, ein noch strafferes Fahrwerk, bessere Kühlung und Luftzufuhr für den Motor, ein wenig Gewichtsverlust und 13 PS extra. Damit sitzt der Ford GT Liquid Carbon auf 669 Pferden und dürfte ein noch höllischeres Gerät sein, als er es ohnehin schon war. Ist gekauft! Halt nur nicht von uns, denn so viel Moneten haben wir nicht übrig.

Aston Martin Vantage Roadster: Sabine lässt grüßen

Gegen ihn bläst selbst Sabine nur mit einem lauen Lüftchen. Aston Martin bringt den Vantage jetzt auch als Roadster und setzt blasse Besserverdiener damit an die frische Luft. Los geht es im Frühjahr und die Preise für die rasende Sonnenbank beginnen bei 157.300 Euro (D).

Von Thomas Geiger

Bis zur Gürtellinie baugleich mit dem Coupé, bekommt der Vantage ein traditionelles Stoffverdeck, das sich bei Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h binnen weniger Sekunden nach hinten ablegt. Es ist nicht nur ausgesprochen knapp geschnitten, bewahrt so die schmucke Coupé-Linie und geht unter dem Heckdeckel so eng zusammen, dass darunter noch immer 200 Liter Stauraum bleiben. Sondern vor allem ist es so leicht, dass trotz der Strukturverstärkung und des Überroll-Schutzsystems am Ende nur 60 Kilogramm Gewichtsdifferenz zum geschlossenen Modell bleiben.

Deshalb ist eine frische Brise garantiert und die Fahrleistungen liegen auf demselben Niveau wie beim Coupé. Befeuert mit dem vier Liter großen V8-Motor von Kooperationspartner AMG aus Affalterbach wirft Aston Martin stolze 510 PS und 685 Nm ins Rennen und sorgt auch dann noch für eine Sturmfrisur, wenn dem Wetter die Luft ausgeht: Von 0 auf 100 in 3,7 Sekunden und bei Vollgas mehr als 300 km/h jedenfalls dürften reichen, um reichen Rasern die Flausen aus dem Hirn zu blasen.

Zwar hat der Vantage Roadster das Zeug zur stürmischsten Neuheit der Saison. Doch anderes als der Orkan Sabine hat er ein Herz für die Haarpracht seiner Besitzer: Mit großer Frontscheibe und solidem Windschott dürfte es in der Kabine selbst bei Vollgas halbwegs zivilisiert zugehen – denn wie immer herrscht im Auge des Orkans eine angenehme Stille.

USA: 2019 mehr E-Autos als Handschalter verkauft

Wir machen alle gerne den einen oder anderen Scherz auf Kosten der Amerikaner, wenn es um das Thema Handschaltung geht. Denn in den USA spielt die Automatik traditionell eine erdrückend dominante Rolle, im Getriebe rührt dort quasi niemand selbst. Und 2019 waren Handschalter auf der anderen Seite des großen Teichs sogar unbeliebter als Elektroautos.

Text: Jakob Stantejsky

Wir reden jetzt nicht von irgendeiner Umfrage, was denn cooler sei: E-Autos oder manuelle Getriebe. Nein, tatsächlich wurden im vergangenen Jahr in den USA in absoluten Zahlen weniger Fahrzeuge mit Handschaltung verkauft als rein elektrische Vehikel. Bei beiden handelt es sich (noch, im Falle der Stromer) um Randgruppen. Denn während manuelle Getriebe mit 1,1 Prozent aller verkauften Autos wirklich eine verschwindend geringe Minderheit darstellen, sind Elektriker mit 1,6 Prozent auch nicht gerade die Ultra-Bestseller. Dafür gibt es sie auch erst seit ein paar Jahren. Wir können also davon ausgehen, dass E-Autos sich in Amerika schon sehr bald einen großen Respektabstand auf Handschalter erarbeiten werden.

Jetzt stellt euch nur vor, Elektroautos könnten aus irgendeinem Grund nur mit manuellem Getriebe gebaut werden. Die USA würden in puncto Mobilität wohl direkt in Richtung Entwicklungsland schlittern. Die Zukunft des Automobils würde dann wohl ganz ohne Beteiligung der Amerikaner ablaufen. Aber damit sind wir schon wieder bei den oben angesprochenen Witzen über Amis, deren geistige Kapazität mit zwei Pedalen voll ausgelastet sind. Nein, das habe jetzt nicht ich gesagt – nur das Klischee ausgesprochen.

So stehlen Betrüger in Südafrika Ferraris

Wenn ihr einen Ferrari hättet, dann würdet ihr ihn sicher wie euren Augapfel hüten, nicht wahr? Falls also etwas kaputt gehen würde, käme der Sportwagen sofort zur Reparatur, gell? Diese Mentalität machen sich in Südafrika derzeit Betrüger zunutze, um Luxusschlitten zu stehlen.

Text: Jakob Stantejsky

Die Herangehensweise der Diebe ist ebenso simpel wie dreist. Ein vielversprechender Supercar-Besitzer wird ausgekundschaftet und seine Telefonnummer akquiriert. Dann erfolgt ein Anruf, der dem liebenden Autopapa einen gehörigen Schreck durch die Knochen jagt: Der jeweilige Händler sei dran und der exklusive Schatz sei Teil einer Rückholaktion, weil dieser oder jener Mangel in der Baureihe festgestellt worden sei. Es wird also ein Termin ausgemacht und dann kreuzt ein Herr in professionell wirkender Kleidung samt der Automarke entsprechendem Branding mitsamt einem Abschleppwagen auf und nimmt den Wagen samt Schküssel mit zur Reparatur. Und das war’s dann, der Abschied vom eigenen Luxusauto. Für immer.

Ferrari Südafrika hat mittlerweile auf ihrer Facebookseite eine offizielle Warnung zu dem Thema veröffentlicht, offenbar ist unter anderem schon ein 812 Superfast entführt worden. Auch Audis und Toyotas sollen schon gekidnapt worden sein, Ferraris taugen der Betrügerbande bisher jedoch am meisten.

Klar, wir, die wir hier sitzen, fragen uns jetzt, wie man denn irgendwem seinen sündteuren Schlitten überlassen kann. So ganz ohne offizielle Dokumente und so. Aber wer die ganze Story kennt, urteilt schnell mal vom hohen Ross herab. Ideal war die Reaktion der betroffenen Fahrzeughalter sicher nicht, aber im Schreck bringt man ja öfter mal dumme Aktionen. Und genau darauf bauen die Diebe. Tut halt weh, wenn es dann um ein paar hunderttausend Euro geht.