Der Audi RS Q8 hat jetzt über 1.000 PS

Ihr findet SUVs schon unnötig? Dann muss der Audi Q8 sowas wie euer Erzfeind sein. Nur dass der noch einen Papa namens RS Q8 hat, der noch viel böser ist. Jetzt schlägt der Stammesvater auf, der auf den Namen Goliath hört und die Straße mit über 1.000 PS zum Beben bringt.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Wheelsandmore

Wobei. Die oberste Leistungsstufe 5, deren PS dann tatsächlich vierstellig sind, kommt leider laut dem Tuner Wheelsandmore nicht durch den TÜV. Da muss dann privates Gelände herhalten. Aber für die Version mit 965 Pferden haben die deutschen Bastler immerhin eine Straßenzulassung bekommen. Und das dürfte auch locker dafür reichen, alle anderen Verkehrsteilnehmer flach wie eine Flunder walzen zu können.

Und welchen Preis, nebst dem Führerschein, muss man dafür bezahlen? Stufe 4 schlägt mit saftigen 39.900 Euro zu Buche, bringt allerdings zusätzlich auch noch 1.250 Nm Drehmoment mit. Dafür wurden die Zwillingsturbos überarbeitet, die Motorelektronik hat sowieso nichts mehr mit der Werksabstimmung zu tun und die Luftzufuhr für das Aggregat ist ebenfalls ganz neu.

Und weil wir wissen, dass ihr es wissen wollt: Die Stufe 5 kostet noch einen Zehntausender mehr und bietet unglaubliche 1.010 PS. Das Drehmoment bleibt elektronisch auf 1.250 Nm begrenzt. Wir wollen doch nicht, dass der Goliath sich selbst zerreißt. Wieso darf der in dieser Konfiguration nicht auf die Straße? Nun ja, Katalysator, Ottopartikelfilter und alle Schalldämpfer (außer jenen in den Endrohren) werden hierfür aus dem RS Q8 verbannt. Damit geht zwar keine einzige Pferdestärke verloren, Euro 6d-Temp packt der Audi so aber definitiv nicht mehr. Übersee dürfte das den Käufern wurscht sein, dort ist es mit störenden Normen lange nicht so weit her.

Wem all das emotional und/oder finanziell zu viel ist, der kann ja noch auf die ersten drei Tuningstufen zurückgreifen. Die steigern die ursprünglichen 600 Rosse auf 710, 725 oder 786 Hottehüs und kosten 2.499, 9.149 und 14.900 Euro. Deutlich günstiger, aber auch deutlich schwächer. Sofern man dieses Wort bei einem Auto mit über 700 PS in den Mund nehmen kann.

Neue Ausstattung rückt Mini JCW näher zum GP

Kein Geld für den Mini John Cooper Works GP? Halb so wild! Ein neues Ausstattungspaket verwandelt auch deinen „normalen“ JCW in einen GP. Oder zumindest fast.

Text: Maximilian Barcelli

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Oder: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Und nicht zu vergessen: „Wer zu erst kommt, mahlt zu erst.“ Es gibt allerlei dämliche Sprüche, die suggerieren, dass Tempo das A und selbst das O ist. Und in manchen Situationen ist dem ja auch so. Zum Beispiel, wenn es darum geht, ein limitiertes Sondermodell zu ergattern. Einen Mini John Cooper Works GP zum Beispiel.

Bei immerhin 3.000 gebauten Exemplaren ist der wahrscheinlichere Grund, warum kein Mini JCW GP in der Garage steht, folgender: Kein Geld für eine Garage, kein Geld für einen GP. Für diese Fälle hat Mini jetzt ein neues Ausstattungspaket präsentiert, das den normalen JCW ein bisserl Richtung GP rückt.

Allerdings nur in optischer Hinsicht: Weder enthält das „John Cooper Works GP Paket“ die Sportabgasanlage, noch die Fahrwerkstieferlegung. Auch die hintere Sitzreihe bleibt drin. Dafür ist der „Extremsportler“ (Zitat: Pressemeldung … ) jetzt in der exklusiven, grauen Lackierung gehüllt, es gibt viele schwarze Applikationen (Motorhaube, Türgriffe, Tankverschluss, etc.) und auch mit dem GP-Schriftzug wird nicht gespart.

Leider hat Mini keine Bilder vom Innenraum veröffentlicht – dabei gibt es auch dort einige spannende Änderungen. Allen voran die Schaltwippen betreffend: Nachdem das Kreuzerl beim GP-Ausstattungspaket gesetzt ist, verwandeln sich die Plastik- in hochwertige Metallpaddles. Metall lässt sich auch direkt am exklusiven Leder-Lenkrad finden, und zwar als 12-Uhr-Markierung. Damit ihr beim Visualisieren dieser Extras nicht ganz auf euch allein gestellt sind, ist unten ein Foto vom Mini JCW GP-Innenraum zu sehen. Der hat nämlich das gleiche Lenkrad samt Schaltwippen. Preis? Noch unbekannt. Ist vielleicht aber auch besser so …

Mit dieser App steht auch in eurer Einfahrt ein Porsche

Euer TikTok-Game gleicht dem eines Pensionisten mit Smartphone-Phobie? Unter anderem deshalb, weil ihr keine Luxuswaren habt, mit denen ihr protzen könnt? Dann ist die Porsche Augmented Reality Visualizer App wie gemacht für euch!

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Porsche

Mit der für Android und iOS erhältichen App könnt ihr euch ganz einfach einen Porsche herbeiwünschen und zumindest auf eurem Handybildschirm wird euer Traum sogar Realität. Oder Virtualität. Na ja, immerhin. Egal ob in der Einfahrt oder sonstwo: Die App stellt beispielsweise einen Taycan perspektivisch korrekt in die Gegend und lässt euch das Auto auch noch individualisieren.

Wofür genau, außer zum Tagträumen, die App eigentlich gedacht war, ist uns auch noch nicht so ganz klar. Aber selbst wenn die Entwickler Social Media-Gepose vielleicht nicht direkt unterstützen, sollten mit ein bisschen Einfallsreichtum ein paar Likes drin sein. Einfach einen Screenshot oder gar eine Bildschirmvideoaufnahme von dem digitalen Porsche schießen und schon sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Vielleicht noch ein paar leicht bekleidete Damen in der hauseigenen Garage gefällig? Die können ja nachträglich hinzueditiert werden. Oder will man selbst im Mittelpunkt stehen? Dann schnell das Fake-Gucci-Bandana umbinden und schon ist man ein echter Superstar. Oder so. Für einen kleinen Spaß eignet sich die Porsche App allemal.

Ungleiches Rennen mit Überraschung: BMW M8 vs. AMG A 45 S

Mit 3,2 Sekunden marschiert kein anderer, aktueller BMW so schnell von 0 auf 100 km/h wie der M8 Competition. Und da soll eine A-Klasse dagegen halten können?

Text: Maximilian Barcelli / Beitragsbild: Carwow via YouTube

Durchaus! Zumindest, wenn es sich bei der A-Klasse um die schärfste ihrer Art handelt, also um den AMG A 45 S. Und wenn der BMW M8 Competition gegen diesen im 2 WD-Modus antritt. Dass der Asphalt feucht ist, hilft dem Baby-Benz zusätzlich.

Wobei: Was heißt hier eigentlich „Baby-Benz“? Immerhin werkelt im Mercedes-AMG A 45 S der stärkste Serien-Vierzylinder der Welt: 421 PS werden via Turboaufladung aus zwei Litern Hubraum gequetscht und an alle vier Räder verteilt. Das sorgt immerhin für eine Beschleunigung auf Landstraßentempo in unter vier Sekunden. Sehr weit weg ist man da vom BMW M8 Competition nicht.

Der lässt seine Muskeln aber vor allem jenseits der 100 km/h spielen: Wenn die vollen 625 PS vom V8-Biturbo abgerufen werden, zeigt der Digitaltacho nach nur 10,6 Sekunden 200 km/h an. Freilich nur unter perfekten Bedingungen und wenn der Allradantrieb nicht deaktiviert ist. Ob der A 45 S diese Vorteile nutzen kann, seht ihr im Video!

Porsche Cayenne GTS: Trotz und Protz

Wenn schon, denn schon: Weil der Porsche Cayenne längst zum Inbegriff der Klimakritik geworden ist und sie es in Stuttgart den SUV-Hassern ohnehin nicht recht machen können, blasen die schnellen Schwaben nun mit einem neuen GTS zum Gegenangriff.

Von Thomas Geiger

Der wechselt beim Comeback in der dritten Generation zum Verkaufsstart im Juli deshalb nicht nur zurück zum stilechten V8-Motor, sondern leistet sich obendrein einen neuen Sportauspuff, der den Kritikern ebenso trotzig wie protzig den Marsch bläst. Erst recht im Coupé, wo die riesigen Endrohre gegen Aufpreis noch hochfrequenter röhren und prominent in die Mitte rücken.

Mit dem standesgemäßen Motor macht der Cayenne GTS in jeder Kategorie wieder mehr Stiche: Die Leistung steigt um 20 auf 460 PS, die Drehmomentkurve gipfelt nun bei 620 statt 600 Nm und im Spurt nimmt der neue dem alten 0,6 Sekunden ab. Tempo 100 sind deshalb jetzt nach bestenfalls 4,5 Sekunden erreicht und bei Vollgas ist erst bei 270 km/h Schluss.

Wie immer garniert Porsche seine GTS-Modelle mit ein paar düsteren Akzent- und Anbauteilen und stimmt sie strammer ab: Das Fahrwerk ist etwas direkter, die  Bodenfreiheit und mit ihr der Schwerpunkt sinken um zwei Zentimeter und die Bremsen haben mehr Biss.

Aber Porsche wäre nicht Porsche, wenn sich das nicht ebenfalls in der Preisliste niederschlagen würde. Auch dort weisen die Werte deshalb deutlich nach oben. Für den Cayenne GTS verlangen die Schwaben deshalb jetzt 114.087 Euro (D) und für das Coupé mindestens 118.490 Euro (D). Doch während die Klimakritiker und SUV-Hasser über einen Normverbrauch von 11,2 Litern zetern werden, dürften sie zumindest mit diesen Tarifen einverstanden sein – denn je kräftiger Porsche zulangt, desto geringer ist die Versuchung. Und umgekehrt werden auch die Kunden nicht klagen, sondern trotzig ihren Überweisungsvordruck ausfüllen. Können sie so doch aller Welt beweisen, dass sie sich ihre Haltung leisten und über der Kritik stehen können. Und Spaß beim Fahren werden sie ganz sicher auch noch haben.

Nächster Opel Mokka wird die Designlinie der Marke neu begründen

Der neue Generation des Opel Mokka wird wohl wichtiger als gedacht: Sie soll eine neue Designphilosophie begründen – innen wie außen. Dieser sollen zukünftig alle Opel-Modelle folgen.

Text: Maximilian Barcelli

Technisch wird es keine großen Überraschungen geben – und das, obwohl der neue Opel Mokka auf einer (für ihn) neuen Plattform stehen und sogar elektrisch kommen wird. Die Plattform selbst allerdings ist gut bekannt: Es handelt sich um die CMP des PSA-Konzerns, auf der schon Peugeot 208, 2008, DS 3 Crossback oder Opel Corsa stehen. Warum wir den Mokka trotzdem ungewöhnlich gespannt entgegenfiebern? Er wird die Designphilosophie der Marke neu begründen. Oder noch etwas dramatischer ausgedrückt: Der große Restart nach der Übernahme von PSA.

Zumindest punkto Optik. In Sachen Technik schleicht sich der ja schon seit geraumer Zeit ein  – mit Kooperationen bei bestimmten Modellen sogar schon vor der großen Übernahme im Jahr 2017. Im Zentrum der neuen Designlinie steht jedenfalls der „Opel Vizor“. In diesem einzigen Modul verbindet die Designabteilung rund um deren Chef Mark Adams Leuchten, Kühlergrill und das Logo. Als Vorlage diente übrigens die erste Generation des Opel Manta. Es sieht also fast so aus, als würde sich Opel zukünftig nicht über einen ausgearteten Riesen-Kühlergrill (ja, der Link führt zum neuen BMW 4er) definieren – welch erfrischende Abwechslung.

Hier nochmal der „Opel Vizor“.

Auch das Interieur des neuen Mokka wird grunderneuert und fungiert als Wegweiser für spätere Modelle. Allerdings geht man im Innenraum, anders als beim Kühlergrill, durchaus einen Trend mit: Zwei große Displays, eines als Infotainment-, eines als Armaturendisplay, die nahtlos ineinander verschmelzen. Dabei will Opel eine „charakteristische, deutsche Formgebung“ entwickelt haben. Mercedes ist bekanntlich eine deutsche Marke, also von dem her …

VW ID.3: Hoffnungsträger unter Strom

Er sollte zum Leuchtturm auf dem Weg in die elektrische Zukunft werden, doch seit Monaten flackert der VW ID.3, als hätte er einen gehörigen Wackelkontakt. Denn schon bevor Corona für eine Zwangspause im Werk in Zwickau sorgte, hat die Software des elektrischen Erstlings verrückt gespielt und VW hat tausende halbfertige Autos auf Halde produziert: „Der Endspurt hat uns gehörig Puste gekostet und uns ins Schwitzen gebracht“, räumt deshalb auch Thomas Ulbrich ein, der im VW-Vorstand die Elektrifizierung verantwortet. Doch jetzt sind die Niedersachsen offenbar am Ziel und machen deshalb Ernst: Ab Mitte Juni können Reservierungen in amtliche Bestellungen umgewandelt werden, und ab September kommen die ersten Autos auf die Straße, versprechen sie in Wolfsburg und zumindest Ulbrich kann dabei die Freude über die neue Förderung kaum verhehlen.

Von Thomas Geiger

Denn während Golf & Co leer ausgehen, rückt der ID.3 damit im Preis noch näher an ein konventionelles Auto. So wird die First Edition mit 58 kWh Batteriekapazität für 420 Kilometer Normreichweite unter dem Strich keine 32.000 Euro (D) mehr kosten, und wenn später das Basismodell mit 45 kWh und einem Aktionsradius von 330 Kilometern kommt, gibt’s das Ticket ins Elektro-Zeitalter schon für gute 20.000 Euro (D). Und den Strom fürs erste Jahr packen die Niedersachsen ja auch noch drauf. Auch an Vielfahrer hat VW gedacht und einen 77 kWh-Akku für bis zu 550 Kilometer in Planung und für Sportler wird es eine potentere R-Version geben.

Dabei fährt schon der normale ID.3 wie ein GTI – zumindest im Stadtverkehr: Der hinten angeschlagene E-Motor leistet schließlich 150 kW/210 PS und seine 310 Nm liegen ab der ersten Umdrehung an. Das reicht für einen Kavalierstart mit quietschenden Reifen und einen Sprint von 0 auf 60 Sachen in 3,4 Sekunden. Tempo 100 hat er deutlich unter zehn Sekunden erreicht und mit 160 km/h Spitze schwimmt er buchstäblich mit dem Strom.

Während sich der Sprint anfühlt wie bei den meisten Stromern, müssen sich E-Fahrer im ID.3 beim Bremsen umgewöhnen. Zwar schaut die Elektronik weit voraus, verzögert vor Kreuzungen, Gefällstrecken, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder beim Aufschließen zum Vordermann automatisch mit der elektrischen Motorbremse und gewinnt so reichlich Energie zurück. Doch wer den Fuß vom Fahrpedal nimmt, der rollt im Standardprogramm meilenweit im Leerlauf dahin und wird selbst beim Wechsel in den B-Modus am Getriebewählhebel nur sehr langsam ein langsamer. Von dem bei anderen Stromern verbreiteten One-Pedal-Feeling ist der ID.3 damit meilenweit entfernt.

Und noch etwas ist anders als bei vielen anderen Akku-Autos: Weil der ID.3 den allein für Stromer konzipierten MEB nutzt und die Konstruktion anders als etwa beim Audi e-tron oder beim Mercedes EQ C keine Verbrenner mehr berücksichtigt, hat das Fahrwerk eine andere Geometrie. So ist der Radstand zwar deutlich länger als beim Golf, doch der Einschlag der Räder ist umso größer und der Hoffnungsträger fährt sich handlicher als ein VW Polo. Dass er dabei trotzdem über zwei Tonnen wiegt, haben die Ingenieure geschickt kaschiert. Und dabei sind die adaptiven Dämpfer erst später erhältlich.

Wenn es ums Fahren geht, muss man den Entwicklern also großen Respekt zollen. Und  auch den Spagat zwischen Gegenwart und Zukunft haben die Niedersachsen gut hinbekommen. Das gilt für das frische und futuristische aber trotzdem schon jetzt irgendwie vertraute Design genauso wie für die Bedienung mit einem stark reduzierten Cockpit und einer weitreichenden Sprachsteuerung. Das gilt für die Lichtleiste unter der Frontscheibe, die mit ihrem Farbenspiel als zusätzlichem Dialogkanal zwischen Mensch und Maschine genutzt wird. Und wie bei jedem Elektroauto sind die Platzverhältnisse konkurrenzlos: Weil der Motor kleiner ist als ein Verbrenner und die Akkus im Wagenboden verschwinden, ist der ID.3 innen geräumiger als man von außen  annimmt: Mit 4,26 Metern Länge in der Golf-Klasse zu Hause, sitzt man deshalb im Fond mindestens so gut wie im Passat.

Was allerdings so gar nicht zum selbst erklärten Qualitätsweltmeister passen will, das ist die Materialauswahl im Innenraum, die von oben nach unten und von vorn nach hinten mit jedem Zentimeter schlimmer wird. Nur dort, wo der Blick als allererstes hinfällt und wo man den ID.3 immer und immer wieder anfasst, gibt es Metall und unterschäumte Kunststoffe – und ansonsten jede Menge Tristesse. Harte und graue Plastikwüsten wie in den hinteren Türtafeln zu Beispiel würde man nicht einmal in einem Polo tolerieren – und der kostet im besten Fall weniger als die Hälfte. Das können sie bei der Konkurrenz mittlerweile deutlich besser.

Zwar hat Elektro-Vorstand Ulbrich die Ziellinie mittlerweile vor Augen, doch wird er den ID.3 nicht ganz wie geplant darüber bekommen. Denn allem Engagement der Elektroniker zum Trotz werden der Software bis September nicht alle Tücken ausgetrieben sein. Doch weil die Zeit drängt und die Zielvorgabe für den CO2-Ausstoß drückt, wollen die Niedersachsen nicht länger warten und rüsten das Auto lieber später elektronisch nach. Beim ersten Mal beim Händler und danach „over the air“ mit einer sicheren Mobilfunkverbindung gibt es Funktionen wie die Smartphone-Integration, den Einpark-Automaten und die Augmented Reality im Head-Up-Display deshalb schrittweise als Update.

Aber glaubt man den VW-Oberen, wird das die elektrische Euphorie nicht bremsen, zumal VW den Kunden dafür die Raten stundet. Und die Internen stehen ohnehin längst voll unter Strom. Die beschwören den großen Plan und brennen für jede einzelne der elf Milliarden, die der Konzern in den ID und seine vielen geplante Ableger investiert hat.

Zwar war der Start für den Hoffnungsträger ein bisschen holprig und die vom Erstkunden zu „First Movern“ geadelten Überzeugungstäter müssen anfangs auf ein paar Gimmicks verzichten, doch will sich der neue Markenchef Ralf Brandstätter davon nicht bangemachen lassen und glaubt fest an den Erfolg des elektrischen Erstlings. „Der ID.3 wird nicht nur unser Unternehmen, sondern die gesamte Epoche prägen, so wie es der Käfer und der Golf zu ihrer Zeit getan haben,“ sagt Brandstätter. Dabei könnten ihm womöglich auch ein paar Probleme im eigenen Haus helfen. Denn je schwerer auch der neue Golf nach dem zwischenzeitlichen Produktionsstopp seinen Start verstolpert, desto mehr Kunden könnten schon früher auf die Electric Avanue wechseln.

Novitec tunt den Ferrari F8 Tributo

720 PS reichen, sollte man eigentlich meinen. Novitec meint das, wie so oft, nicht – und nimmt jetzt auch den Ferrari F8 Tributo in sein Tuningprogramm auf.

Text: Maximilian Barcelli / Bilder: Novitec

Am Design erkennt man das allerdings nur schwer – zumindest noch. Ein Aerodynamik-Paket ist nämlich noch in der Entwicklungsphase, es wird später nachgereicht und neben optimierter Aero auch für einen starken Auftritt sorgen. Optisch differenziert sich der Novitec Ferrari F8 Tributo einstweilen via Felgen im 21- oder 22-Zoll-Format.

Dafür hat sich technisch umso mehr getan: Das deutsche Tuningunternehmen bläst den BiTurbo-V8 auf 787 PS auf. Für die Leistungssteigerung zeichnet sich unter anderem eine neue Abgasanlage verantwortlich. Und Gewicht spart sie auch noch ein – zwei Fliegen mit einer Klappe! Apropos: Eine solche gibt’s für die Auspuffanlage, wenn gewünscht, auch.

Das Fahrwerk entkommt der Behandlung von Novitec freilich nicht: Die Tuner spendieren dem Ferrari F8 Tributo Sportfedern. Und der Innenraum? Für den bietet Novitec „individuelle Optionen“ an. Welche das genau sind, wissen wir zwar nicht, aber man darf davon ausgehen, dass nicht die Fantasie, sondern die Finanzierung diese Interieur-Veredelungen beschränkt.

Dieser Ford F-100 hat 1.000 PS

Power-Pickups sind ja in letzter Zeit (in Petrolheadkreisen) salonfähig geworden und werden oft auch schon ab Werk geliefert. Doch die Leistung beschränkt sich in der Regel auf wenige hundert PS, ein echter Lercherlschas also. Dieser Oldtimer würde den jungen wilden Pritschenwagen zeigen, wo der Hammer hängt.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via AutotopiaLA

Denn auch wenn er aus dem automobiltechnisch gesehen fast schon steinzeitlichen Jahr 1969 stammt, ist dieser Ford F-100 noch verdammt rüstig. Oder besser gesagt: wieder. Denn von Haus aus war damals selbst bei Sportwagen nicht annähernd an vierstellige PS-Zahlen zu denken. Doch der liebe Jason hat seinen Pickup-Opa ins Hier und Jetzt befördert. Das Ergebnis zeigt er den Youtubern AutotopiaLA mit stolzgeschwellter Brust – zurecht!

Denn mit 1.000 PS zerreißt dieser F-100 nicht nur die Straße, sondern wohl auch sich selbst. Zumindest würde er das. Denn der Besitzer hat nicht einfach nur einen turbogeladenen LS1-Motor unter das Blech gepackt, sondern das gesamte Auto auch auf diese Power hin umgebaut. Nur so überlebt der Pickup sich selbst, wenn man so möchte. Auch optisch macht der alte Herr ordentlich was her, schließlich wurde er innen wie außen auf Hochglanz poliert und herausgeputzt. Dafür sorgt der Ford F-100 jetzt höchstselbst für eine Menge Dreck. Damit sind nicht einmal die garantiert astronomischen Emissionen des getunten Boliden gemeint. Sondern der Gummi, den der Pickup im Video scheinbar mühelos verbrennt.

BMW M8 in 7:32,79 Minuten über die Nordschleife

Der BMW M8 Competition geht durch die Hölle – nämlich durch die grüne – und kommt nach 7:32,79 Minuten wieder herauas: Das deutsche Fachmagazin sport auto jagte das Münchner Power-Coupé über die Nordschleife.

Text: Maximilian Barcelli

Ein Porsche 911 Turbo-Killer ist er dann doch nicht geworden, der BMW M8. Hat Markus Flasch, CEO der BMW M GmbH, jedoch nie behauptet, auch wenn ihm das in der Vergangenheit fälschlicherweise in den Mund gelegt wurde. Was Flasch aber definitiv gesagt hat: Der M8 wird der schnellste BMW auf der Nordschleife sein. Der Versuch von sport auto konnte das allerdings (noch) nicht bestätigen.

Viel fehlt allerdings nicht: Mit 7:32,79 Minuten wälzt sich der BMW M8 Competition rund fünf Sekunden langsamer über die Curbs der Nordschleife als der BMW M4 GTS im Jahr 2015. Der ist mit 500 PS zwar wesentlich schwächer als der 625 PS starke M8 Competition, die Radikalkur, der Gewicht, Fahrwerk und Aerodynamik unterzogen wurden, macht sich schlussendlich aber bezahlt. Immerhin konnte der BMW M8 Competition den M5 Competition schlagen: sport auto bezwang die Nordschleife mit der Power-Limousine letztes Jahr in 7:35,9 Minuten.

Der BMW M4 GTS bleibt der schnellste Serien-BMW auf der Nordschleife.