Längs oder quer?

Drag Race: M3 Competition vs. M5 Competition im RWD-Modus

Wenn sich die Leistung nicht in Vortrieb, sondern Rauch auflöst, können starke Autos beim Beschleunigungsrennen manchmal ziemlich schwach aussehen. Da ist Allradantrieb natürlich hilfreich.

Text: Maximilian Barcelli

Deshalb griff auch die M GmbH beim neuen BMW M5 erstmals zu diesem – zu groß wäre das Nachsehen am Stammtisch gegenüber Mercedes-AMG E 63 oder Audi RS 6. Der große Aufschrei der Puristen, für die ein BMW ohne Reihensechser und Heckantrieb wie ein Schnitzel ohne Erdäpfelsalat ist, hielt sich allerdings in Grenzen. Ein Grund dafür ist sicherlich die Variabilität des Allrads. Mit wenigen Knopfdrücken lässt sich der M5 nämlich zum ausschließlichen Hecktriebler verwandeln.

Was der Quertreiberei zugutekommt, fördert natürlich nicht die Beschleunigung. Wohl aber die Vergleichbarkeit derer zwischen den kleinen Geschwistern des BMW M5. Immerhin sind M4, M3 und M2 „lediglich“ mit Hinterradantrieb zu haben. So ist ein Drag Race zwischen M3 Competition und M5 Competition wenigstens in dieser Hinsicht fair. Denn den volleren Stall hat mit über 600 PS natürlich der M5, allerdings wurden dem M3 Competition noch 90 Extra-Pferdchen spendiert, womit auch die Mittelklasse-Sportlimousine auf über 500 Ponys kommt. Ob das reicht?

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