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BMW M2 vs. M8 – Drag Race

Fünf Modellreihen lassen sich – die Performance-SUV-Flotte exklusive – im aktuellen Portfolio der BMW M GmbH finden. Die teuerste und stärkste tritt nun gegen die billigste und schwächste in einem Drag Race an.

Text: Maximilian Barcelli / Beitragsbild: Carwow via YouTube

Wobei von „billig“ und „schwach“ eigentlich nicht die Rede sein kann. Immerhin erwirtschaftet der Reihensechser im BMW M2 Competition satte 410 PS. Und ein Schnäppchen ist er mit einem Einstiegspreis von etwa 76.000 Euro auch nicht gerade. Dafür bekommt man ein puristisches Sportcoupé, dessen Kraft einzig auf die Hinterachse wirkt und dessen Getriebe auf Wunsch sogar noch selbst sortiert werden kann.

Puristisch ist der teuerste BMW hingegen nicht – er wiegt (als Coupé) 1,9 Tonnen, hat Allradantrieb und die Gänge verwaltet er freilich selbst. Doch der BMW M8 spricht auch nicht die Traditionalisten an, er ist mehr so der sportliche Technologieträger der Marke, der den Spagat zwischen Dynamik, Komfort und Luxus stehen will. Sein 4,4 Liter großer V8-Biturbo, der auch im BMW M5 für Vortrieb sorgt, lässt im Competition-Modell 625 Pferden freien Lauf.

Recht klar also, wer im Drag Race die Nase vorne hat. Wer mehr Fahrfreude bietet, immerhin die Hauptingredienz der BMW-Philosophie, ist wieder eine andere Frage. Ein bisserl Spannung bringt der YouTube-Channel Carwow, der das Drag Race durchführte, übrigens doch noch rein: Das zweite Viertelmeilen-Rennen absolviert der BMW M8 Competition mit deaktiviertem Allradantrieb.  

Der nächste BMW M2 bleibt seiner Linie treu

Kompakt, stark und puristisch: der BMW M2 ist für viele Fans der eigentliche Thronfolger des E30 Ur-M3. Und das dürfte er wohl auch nach dem Generationswechsel bleiben.

Der momentan extremste 2er: der M2 CS

Text: Maximilian Barcelli

Der 1er? Frontantrieb. Das erste 2er Gran Coupé? Ebenso. Die neue Designphilosophie? Umstritten. Die Traditionalisten haben es dieser Tage schwer. Nun können sie ein wenig aufatmen: der nächste BMW M2, der 2022 kommen soll, wird weiterhin auf bewehrte Zutaten setzten. Heißt konkret: Trotz der Umstellungen vieler kompakter Modelle auf die Frontantriebsplattform UKL2, werden beim nächsten M2 weiterhin die hinteren Schlapferln mit Kraft beliefert. Und zwar nur diese.

It’s all about Alcantara, Baby!

Auch wie viel Kraft das denn in etwa sein dürfte, berichtet das britische Motormagazin „autocar“ unter Berufung auf Insider. Während der aktuelle M2 Competition 410 Pferdchen erwirtschaftet und es der noch radikalere M2 CS sogar auf 450 PS bringt, soll die Basisversion des Sportcoupés der nächsten Generation (G87) so um die 420 PS leisten. Vermutlich sogar etwas mehr, damit er beim Quartett spielen den Mercedes-AMG A 45 S übertrumpft.

Das S58-Triebwerk kommt bereits bei BMW X3 M …

Viel Wichtiger als dieses Stammtischwerte: es bleibt beim längseingebauten Turbo-Reihensechszylinder. Zum Einsatz wird wohl das S58-Triebwerk kommen: es verrichtet seinen Dienst aktuell in X3 M und X4 M, wird später auch M3 und M4 antreiben und letztlich dann eben den neuen BMW M2. In den Power-SUVs leistet der Motor 480 bis 510 PS und dreht bis 7.200 Touren.

… und dem X4 M zum Einsatz.

Während BMW so die Traditionalisten besänftigt, sind auch auf der Frontantriebsplattform reine M-Fahrzeuge geplant – erstmals in der Geschichte der Marke. Es handelt sich den Gerüchten zufolge um einen schärferen 1er sowie einem M2 Gran Coupé. Beide stehen auf UKL2, werden aber freilich mit Allradantrieb kommen – und um die 400 PS stark sein!

Drag Race: BMW M5 vs. BMW M8

Der YouTube-Channel Carwow bittet zwei Fahrzeuge zum Drag Race, die sich technisch ähnlicher nicht sein könnten.

Text: Maximilian Barcelli / Beitragsbild: Carwow via YouTube

Immerhin greifen die zwei Kontrahenten nicht nur auf den exakt gleichen Antriebsstrang zurück – sie werden vom selben Hersteller gebaut. In der einen Ecke: das Sportcoupé BMW M8. Und in der anderen: die Powerlimousine BMW M5.

Bevor wir allerdings zur Praxis kommen, hier noch etwas Theorie: beide werden von dem 4,4-Liter-V8-BiTurbo-Triebwerk befeuert und weil sie als Competition-Modelle an den Start gehen, spendiert dieses 625 anstelle von 600 PS. Die wirken zwar grundsätzlich auf alle vier Räder, können aber dank „M xDrive“ auch ausschließlich an die Hinterachse geleitet werden. Auf dem Papier hat übrigens das Coupé die Nase vorn: In 3,2 Sekunden sprintet dieses auf Tempo 100. Der M5 Competition benötigt ein Zehntel mehr.

BMW M8 Gran Coupé: So schnell wie der Zweitürer

Während dem 7er BMW weiterhin eine reine M-Topversion vorenthalten wird, hat das 8er Gran Coupé nun eine umfassende Behandlung der M GmbH spendiert bekommen und bringt sich gegen Audi RS7, Porsche Panamera und Mercedes-AMG GT 4-Türer in Stellung.

Text: Maximilian Barcelli

Überraschungen bleiben aus: Natürlich werkelt auch im M8 Gran Coupé sowie im M8 Competition Gran Coupé der turbogeladene 4,4-Liter-V8. Natürlich erarbeitet dieser auch im Viertürer 600 beziehungsweise 625 PS. Und natürlich katapultieren diese den 8er heftig nach vorne. Wie heftig, überrascht dann doch etwas: In nur 3,2 Sekunden sprintet das BMW M8 Competition Gran Coupé von 0 auf 100 km/h. Damit ist das Gran Coupé exakt so schnell wie der Zweitürige Bruder, sogar 0,1 Sekunden schneller als das Cabrio und mehr als nur auf Augenhöhe mit der Konkurrenz aus Zuffenhausen, Affalterbach und Neckarsulm.

Übertragen wird die Kraft via 8-Gang-Getriebe – und zwar auf alle vier Räder. Mittlerweile kein Novum mehr bei der M GmbH, ein Quertreiber vor dem Herrn dürfte das M8 Gran Coupé aber dennoch sein. Immerhin lässt sich der Gran Turismo auf Wunsch mit wenigen Knopfdrücken zum reinen Hecktriebler verwandeln.

Optisch orientiert sich das M8 Gran Coupé an M8 Coupé und Cabrio. Heißt konkret: volle Attacke (allerdings nicht ganz so prollig/böse, wie das Konzept). Breite Backen, scharfe Schürzen, vierflutige Auspuffanlage – nein, die Power-Limousine im Coupé-Kleid macht wirklich kein Hehl um ihre garchinger Herkunft.

Diverse Insignien der M-Acht zieren auch das Interieur. M Sportsitze, M Lederlenkrad mit den roten Tasten, auf denen sich individuelle Voreinstellungen einrichten lassen, M spezifische, digitale Armaturen und der M Wählhebel fürs Automatikgetriebe. Viel M halt. Preise wurden übrigens noch keine bekanntgegeben, aber billig wird’s vermutlich nicht so. Ein 8er Coupé ist rund 3.000 Euro teurer als der Viertürer mit gleicher Motorisierung. Wenn jetzt also das M8 Coupé bei mindestens 197.000 Euro dotiert ist, kann beim M8 Gran Coupé von einem Einstiegspreis von etwa 194.000 Euro ausgegangen werden.

Große Niere, großer Motor: BMW X5 und X6 M sind da!

Es waren harte Monate für die Gangster-Rapper dieser Welt – doch das Warten hat sich gelohnt. Den BMW X6 (und den X5, der ist aber nicht ganz so Gangster) gibt es jetzt als reinrassigen M. Vantablack kann als Lackierung leider nicht geordert werden.  

Text: Maximilian Barcelli

Darüber trösten aber die irren Fahrleistungen hinweg: Sowohl BMW X5 M Competition als auch X6 M Competition preschen in nur 3,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100. 3,8 Sekunden! In diesen 2,3 Tonnen schweren Monstern! Damit verputzt man beim gepflegten Ampelsprint Kaliber wie den brandneuen Porsche 911. Direkten Konkurrenten wie dem Mercedes-AMG GLE 63 S nimmt man saftige vier Zehntel ab. Wobei es die neue Generation des Daimler-SUVs noch nicht als 63er-Modell gibt. Mal sehen was da aus Affalterbach noch kommt.

Möglich macht diese absurden Fahrleistungen der 4,4-Liter-V8-BiTurbo, bereits bekannt aus beispielsweise dem M5. Und genau wie in der Power-Limousine erwirtschaftet das Triebwerk auch im X5 M und X5 M 600 Pferdchen, beim Competition sind es 25 mehr. Das Resultat ist nicht nur eine schwindelerregende Beschleunigung (13,2 Sekunden von 0 auf 200 km/h), sondern auch eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit: Mit optionalem M Drivers Package rennen die M-Versionen der SUVs bis zu 290 km/h schnell.

Die Potenz wird vom Design bereitwillig zur Schau gestellt. Understatement ist für die M-Versionen von X5 und X6 ein Fremdwort: fettere Lufteinlässe, pechschwarze Nieren mit Doppelstreben, Spoiler und der M-typische Zweifach-Doppelauspuff. Aus dem kommt neben dem guten, also dem martialischen V8-Sound, auch das schlechte – und zwar nicht wenig davon: Mehr als zwölf Liter schlucken die Power-SUVs aus München und emittieren dementsprechend auch einiges an CO2. Zwar sind die Preise für X5 M und X6 M noch nicht bekannt, man darf aber davon ausgehen, dass sich im Portemonnaie der Klientel, die sich ein solches Schlachtschiff leistet, auch noch genug Transchlgeld fürs Tanken finden lässt.

Natürlich ist auch das Interieur bespickt mit allerlei M-Ingredienzien. Beispiele: Der protzige, kristalline Wählhebel ist einem M-spezifischen, lederüberzogenen gewichen. Damit lässt sich das 8-Gang M Steptronic Getriebe dirigieren. Weiters unterstreichen rote Elemente wie der Start-Knopf oder die M1/M2-Tasten das fahrdynamische Potential des BMW X5 M und X6 M. Dazu gesellen sich eigene Sitze sowie spezielle digitale Armaturen.

Apropos fahrdynamisches Potential: Klar wird so ein 2,3 Tonnen schwerer und sehr hoher Berg an Automobil nie ein Kurvenräuber sein, doch die Herren und Damen aus Garching greifen so tief in die Trickkiste wie nur möglich, um X5 M und X6 M auch in Kehren nicht blöd aussehen zu lassen. Soll heißen: Aktive Wankstabilisierung, sehr steife Karosserie und natürlich Allradantrieb. „M xDrive“ kennen wir schon aus dem BMW M5. Hier wie dort ist das System sehr heckbetont. Was den beiden aufgebockten Fahrzeugen allerdings fehlt: Eine Einstellung, in der sich der Wagen zum reinen Hecktriebler verwandelt. Wäre dann vielleicht doch zu extrem gewesen; ein 625 PS starkes, 2,3 Tonnen schweres SUV mit (wahlweise) Hinterradantrieb. Oder?

VIDEO: Das ist der BMW M2 CS!