Traditionsbruch

Fragen und Antworten zur neuen Mittelmotor-Corvette

Dass die neue, mittlerweile achte Generation der Sportwagenikone Corvette erstmals auf Mittel- anstatt Frontmotor setzt, ist schon länger bekannt. Vor wenigen Tagen enthüllten die Amerikaner dann das komplette Fahrzeug. Wir haben auf die wichtigsten Fragen die Antworten!

Warum Mittelmotor?

„Nachdem das konventionelle Fahrzeugkonzept mit Frontmotor an seine Leistungsgrenzen stieß, wurde das neue Layout erforderlich.“, so GM Präsident Mark Reuss.

Was für ein Aggregat sitzt jetzt eigentlich hinter den Passagieren?

In der Basis-Vette werkelt weiterhin ein freiatmender Achtzylinder mit ominösen 6,2 Litern Hubraum. Der Motor erarbeitet in Kombination mit der Performance-Abgasanlage 495 PS und 637 Nm. Damit soll der Hecktriebler in unter drei Sekunden von 0 auf 60 mph (ca. 96 km/h) sprinten.

Was hat sich im Innenraum getan?

Die Grundidee, den Fahrer in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen, bleibt nicht nur erhalten, sondern wird sogar noch radikaler umgesetzt. Weiters gibt es verschiedene Sitze – von langstreckenorientiert zu Schraubstock – und das Lenkrad ist klein, unten wie oben abgeflacht und somit irgendwie: viereckig.

Bleibt die Corvette günstig?

Vermutlich wird die neue Vette-Generation C8 teurer. In den USA verspricht Chevrolet zwar einen Preis von unter 60.000 Dollar, selbstverständlich sind da aber Mehrwertsteuer und Nova noch nicht inkludiert. Vor allem letztere wird bei einem über sechs Liter großen Sauger echt nicht gering ausfallen. Die vorangegangene C7 blieb beim Marktstart unter 100.000 Euro, das wird sich nicht mehr ausgehen. Warum die Corvette C8 trotzdem erschwinglich bleibt, zeigt der Vergleich mit anderen Mittelmotorsportwagen: Einen  Porsche Cayman GT4 gibt’s nackt für rund 125.000 Euro, von den Fahrleistungen her misst sich eine C8 aber eher mit Audi R8 und Konsorten (zumindest in der Theorie). Der Ingolstädter startet bei 223.540 Euro.