WTF?

Honda enthüllt zwei seltsame Neuheiten

Wirklich kuriose Neuvorstellungen spielt es in der Automobilbranche kaum noch, es sei denn man spricht von den Erzeugnissen diverser übermotivierter Tuner. Honda schafft jetzt mit zwei wirklich besonderen Vehikeln Abhilfe.

Auf dem Tokyo Auto Salon, der vergangenes Wochenende stattfand, haben die Japaner zwei ihrer Serienfahrzeuge zu waschechten Rennschleudern umfunktioniert. Nein, wir reden hier nicht vom Type R. Stattdessen mutierte der Honda e zum elektrischen Dragracer und der Honda N-One zum Hillclimb-Boliden. Bei letzterem handelt es sich eigentlich um ein sogenanntes Kei-Car, günstige und winzige Stadtautos, die sich in Japan großer Beliebtheit erfreuen.

Mit dem Honda e-Drag will Honda möglichst anschaulich beweisen, dass Performance und Geschwindigkeit, die zwei zentralen Säulen des Dragracings, nicht unbedingt nur über fette Motoren, sondern auch über kompromisslosen Leichtbau funktionieren können. Deshalb wurden dem kleinen e hierfür Karbon und Co. im großen Stil gegönnt, hinzu kommen superleichte Rennsitze und ein komplett ausgemistetes Interieur. Dazu noch passende Dragreifen und schon macht der Elektriker den Sprint von null auf hundert in etwa so schnell wie der Civic Type R, nämlich um die fünf Sekunden statt wie bisher rund acht. Und das mit 154 PS.

Noch wilder ist die Motorsport-Realität-Schere beim N-One. Der leistet nämlich weiterhin nur seine herzigen 64 PS und soll dennoch ein echter Hillclimber namens K-Climb sein. Das funktioniert ebenfalls dank großzügigem Karboneinsatz für den Leichtbau und zusätzlich erhöhen Yokohama Advan-Sportreifen und eine neue Aufhängung den Grip. Beide Mini-Geschosse kommen natürlich mit Überrollkäfig daher. Sicherheit ist neben Dynamik ja ein anderer wichtiger Punkt bei Honda.

Rekorde wird man mit beiden Japanern sicher nicht aufstellen. Aber gerade den superleichten, winzigen N-One würden wir gerne mal durch ein paar enge Kurven hetzen, da kommt garantiert Laune auf. Außerdem ist es einfach schön, wenn große Autohersteller sich doch noch die Zeit und das Geld für solche Späße nehmen. Schwarze Zahlen in allen Ehren, aber bei uns Kunden kommt so etwas einfach viel besser an als der x-te noch so sparsame downgesizte Mild-Hybrid-Dreizylinder.

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Jakob Stantejsky

Freut sich immer, wenn ein Auto ein bisserl anders ist. Lieber zu viel Pfeffer als geschmacklos.

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