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Skoda Scala G-Tec: Eine dobrý Rechnung

Skoda und Erdgas passt wie die Faust aufs Auge. Beweisstück číslo A: der Scala G-Tec.

Es gibt Skodas, die elektrisieren – wie der Skoda Superb iV oder Enyaq. Es gibt Skodas, die direkt ins Herz gehen – wie der Octavia RS. Und dann gibt es noch den Skoda Scala G-Tec.

Der Kompakte aus Mladá Boleslav verzichtet weitgehend darauf, große emotionale Reaktionen wecken zu wollen. Er geht weder unter die Haut, noch ins Herz – dafür schießt er sich mit akribischer Präzision direkt ins menschliche Rechenzentrum, ins Gehirn. Und streift dabei ein bisserl den Daumen, nämlich den grünen.


Denn auch, wenn Erdgas genauso wie Benzin oder Diesel verbrannt wird und durch diesen Prozess natürlich Kohlenstoffdioxid entsteht, so ist CNG aufgrund des hohen Energiegehalts vergleichsweise effizient und umweltschonend. Ganz besonders, wenn mit Bio-Methan getankt wird.

Auch finanziell spielt Erdgas in einer soliden Liga: Generell, weil CNG, gemessen daran, wie weit man für X Geld fahren kann, günstiger als Benzin oder Diesel ist. Und insbesondere, wenn dieses CNG einen Skoda Scala antreibt: Der startet grundsätzlich bei knapp unter 19.000 Euro, was ein fairer Preis für ein Auto in der (unteren) Golf-Klasse ist. Wer allerdings mit Erdgas fahren will, der muss mit mindestens 21.830 Euro rechnen, dafür befindet man sich schon eine Ausstattungsstufe höher.

Wobei: Nur mit Erdgas fährt auch der Skoda Scala G-Tec nicht. Wie all die anderen CNG-Modelle in der Volkswagen-Gruppe verfügt auch der Tscheche über einen Benzin-Nottank. Dieser fasst neun Liter und gibt zusätzliche Sicherheit. In Österreich braucht man diese Sicherheit aber eigentlich eh nicht, die Infrastruktur ist gut ausgebaut. Andernorts ist der Nottank hingegen ein echter Segen – siehe hier.

Ein Panorama-Glasdach, das sich seinen Namen verdient.

Während andere Modelle, etwa der Seat Leon TGI, auch mit 130 PS starkem Vierzylinder-Motor erhältlich sind, gibt es den Skoda Scala G-Tec lediglich mit dem ein Liter große Dreiender. 90 PS erwirtschaftet dieser, womit der Scala G-Tec in 12,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h geht. Klar, souveräne Beschleunigung sieht anders aus, aber: Hirn, nicht Herz.

Kein Quell der Freude, aber schon okay: der Einliter-Dreizylinder.

Allerdings spricht auch ganz pragmatisch etwas gegen den G-Tec, zumindest, wenn man viel Platz braucht: Das Kofferraumvolumen schrumpft von 467 auf 339 Liter. Apropos Platz: Die Insassen erfreuen sich dafür über, für die Länge des Autos, fürstliche Raumverhältnisse.

Trotz des verringerten Volumens eigentlich noch mehr als genug Kofferraum.

Tadellos und sehr auf Sicherheit bemüht ist natürlich das Fahrverhalten; klassisch MQB eben. Über ein unauffälliges, manuelles Schaltgetriebe werden die sechs Gänge sortiert. Bis auf etwas mehr Kraft, vor allem im außerstädtischen Bereich, geht einem nix ab.

Richtig hübsch: Die tiefblaue Lackierung (mit einem Hauch dunkelgrau, oder?).

Auch nix in Sachen Ästhetik: Der Scala sieht erwachsener aus als sein Vorgänger, der Rapid. Die Leuchten sind schnittig gezeichnet und der tiefblaue Lack ein echter Hingucker.

Weniger ein Hingucker als das Exterieur, ist das Interieur: Klassisch analoge Instrumente (das Virtual Cockpit ist auch für Geld und dobry Worte nicht für den G-Tec verfügbar) treffen auf einen, für das Jahr 2020, eher kleinen Touchscreen (acht Zoll). Ein 9,2 Zoll großes Display würde es optional zwar auch geben, allerdings nur für die konventionell angetriebenen Scala-Modelle.

Nicht unbedingt ein Nachteil: der kleinere Touchscreen.

Das muss kein Nachteil sein. Denn erstens verfügt der Basis-Screen noch über analoge Regler zum Einstellen der Lautstärke, was eindeutig intuitiver ist. Und zweitens entgeht man so der Versuchung, weitere 1.315 Euro für ein Extra auszugeben. Pragmatisch, eben.

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Maximilian Barcelli

Bei 7.000 Touren beginnt der Spaß für den mehr begeisterten denn begnadeten Autofahrer.

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