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Motorblock-Wochenrückblick: M2 CS, RS Q8-Nordschleifenrekord, …

Vom 4. bis zum 10. November 2019 hat sich viel in der Automobil-Welt getan. Damit ihr nicht die Orientierung verliert, geben wir einen knackigen Rückblick auf die wichtigsten News. Die sind in der Kalenderwoche 45 von Deutschland und Großbritannien geprägt.

Aston Martin DBX-Interieur

Gehen wir alphabetisch vor: Am 20. November wird Aston Martin das erste SUV der Marke, den DBX, präsentieren. Ein kleiner Vorgeschmack wird schon jetzt geliefert: Die Briten veröffentlichten ein Bild, auf dem der Innenraum zu sehen ist. Außerdem stehen die Preise fest – zumindest in Deutschland. Dort wird der Aston Martin DBX ab 193.500 Euro zu haben sein. Bedeutet, dass der DBX hierzulande ganz easy die 200er-Marke überspringen wird.

Audi R8 RWD

Nachdem Audi letztes Jahr den neuen Audi R8 präsentierte, schieben die Bayern nun die RWD-Version nach. Der freiatmende V10-Motor leistet 540 PS und ebenso viele Newtonmeter Drehmoment – also ein paar Pferdchen weniger als im Quattro. Ansonsten: Heckantrieb, eh klar. Und durch das Wegfallen von Lamellenkupplung und Co. ein geringeres Gewicht (rund 60 Kilogramm) als der Allradler-R8. In 3,7 Sekunden geht’s von 0 auf 100 km/h, der Spyder benötigt ein Zehntel mehr.

Audi RS Q8-Nordschleifenrekord

Doch der Audi R8 RWD ist nicht der einzige sportliche Ingolstädter, der letzte Woche aufhorchen ließ. Der RS Q8 steht kurz vor seiner Präsentation, wollte aber jetzt schon beweisen, was in ihm steckt. Und wo geht das besser als auf der Nordschleife? Mit einer Zeit von 7:42,2 Minuten entthront das Dickschiff mit dem 600 PS starken V8 aus RS6 Avant und RS7 Sportback den Mercedes-AMG GLC 63 S.

BMW M2 CS

Frontantrieb, missglückte Kühlergrill-Designs (sagen zumindest manche, ist aber objektiv … oder so) – Fans der Marke BMW haben es aktuell nicht so leicht. Oder besser: Hatten es nicht so leicht. Denn mit der Krönung der aktuellen 2er-Reihe besinnen sich die Münchner wieder auf ihre Kernwerte. Die Hardfacts sorgen für Gänsehaut: der Reihensechser aus M3/M4 Competition schickt 450 PS an die Hinterachse des neuen BMW M2 CS. Die Carbon-Motorhaube mit dem martialischen Lufteinlass spart 50 Prozent Gewicht. In genau vier Sekunden sprintet das puristische Sportcoupé auf Landstraßentempo – mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Es gibt den M2 CS nämlich auch als Handschalter. Yesssss!

Lister SUV-E Concept

Das auf Jaguar spezialisierte Tuningunternehmen Lister betritt Neuland: die Briten tunen den vollelektrischen I-Pace. Die Motoren bleiben zwar unangetastet, allerdings wird das Gewicht der Elektro-Katze um rund 100 Kilogramm reduziert. Etwa 150.000 Euro soll das SUV-E Concept, das später sicher anders heißen wird, kosten.

Rolls-Royce Cullinan Black Badge

Mehr Leistung, mehr Extravaganz und vor allem mehr Schwarz. Den Rolls-Royce Cullinan gibt es nach Ghost, Wraith und Dawn nun ebenfalls als Black Badge. Einen umfassenden Bericht findet ihr hier.

Rolls-Royce Cullinan Black Badge: Die dunkle Seite der Pracht

Der Rolls-Royce Cullinan wechselt auf die dunkle Seite der Pracht. Denn nach Ghost, Wraith und Dawn gibt es nun auch das ultimative SUV als „Black Badge“ mit einem betont düsteren Charakter, stärkerem Motor und strammerem Set-Up.

Von Thomas Geiger

Dabei ist der Auftritt den meisten Kunden wahrscheinlich wichtiger als der Antrieb. Denn mit abgedunkeltem Chrom, düsteren Felgen, nachtschwarzem Lack und einer geschwärzten Spirit of Ecstasy sieht der ohnehin schon bedrohlich große Cullinan gar vollends zum Fürchten aus – und klingt mit seiner neuen Auspuffanlage und einem besonders tiefen Bass jetzt auch so.

Die Musik dazu spielt der bekannte V12 mit 6,75 Litern Hubraum, aus dem sie nun statt 571 immerhin 600 PS kitzeln und zugleich das maximale Drehmoment von 850 auf 900 Nm anheben. Der Spurt von 0 auf 100 sollte deshalb mit ein bisschen Glück zum ersten Mal sogar in weniger als fünf Sekunden gelingen, auch wenn sich am Spitzentempo von 250 km/h nichts ändern dürfte. Dazu gibt’s eine etwas verbindlichere Programmierung für die Luftfederung, neue Schaltpunkte für die Automatik sowie größere Bremsen mit einem etwas engagierteren Pedalgefühl.

Zugleich hat Rolls-Royce den Innenraum noch einmal überarbeitet: Während der Black Badge außen jede Farbe meidet, setzt er innen auf umso mehr Kontraste und trägt deshalb zum tiefschwarzen Leder und den ersten Furnieren in Karbon grellgelben Zierrat.

So schwarz wie das Auto dürften auch die Zahlen in der Kalkulation sein. Denn für den dezenten Leistungsaufschlag und den dunklen Lack erheben die Briten einen stolzen Aufschlag von 44.500 Euro plus Steuern. Keine Frage, dass dies verdammt viel ist für ein Auto. Doch ein schlechtes Gewissen haben die Briten deshalb wahrscheinlich nicht. Sondern eher ein gesundes Selbstvertrauen: Wem angesichts dieses Preises schwarz vor Augen wird, der hat einen Black Badge ganz einfach nicht verdient.