Das beste Kaffeevideo aller Zeiten

#iwantone…now

Wenn dieser Kerl die Bohnen auspackt, ausleert, mit den Fingern reinfährt, sie abzählt, abwägt und weiß, dass es gleich abgeht, dann muss man zuschauen. Ohne hinzuhauen, ganz behutsam, röstet er die Bohnen braun. Mit Liebe, ohne Stress, mit Know-How und Finesse füllt er dann die Bohnen ab. Knapp bemessen freilich, nur so viel wie nötig, ehrlich. Ruhig und bedacht, alles mit musikalischer Untermalung zusammengebracht. Sexy as hell, alles, nur nicht schnell zaubert er die Bohnen ins Mahlwerk rein.

Fein, ganz fein mahlt es die Bohnen klein. Raus rieselt das braune Gold, hold und vorsichtig fängt er alles in einer Schüssel auf, und haut den rustikalen Stampfer drauf. Immer näher am Meisterkaffee dran, kann man gar nicht zuschauen, so penibel beginnt er die Puzzleteile zusammenzubauen. Er klopft, schüttelt, rührt und bittet den Kaffe zur nächsten Station, wo er auch schon ohne Hohn, mit Hingabe und einer Aufgabe zur eigentlichen Maschine kommt. Geht sie? Ja, tut sie. Er reinigt sie, streichelt sie, hegt und pflegt sie, putzt sie, wacht über sie und lacht über sie, die anderen Maschinen da draußen, die alles können, nur keinen gscheiten Kaffee brennen.

Das Pulver, zusammengedrückt zur Flunder, wandert in die Vorrichtung, locker erst und dann mit Mumm ehelicht er Wasser und Kaffee zum trinkbaren Glückklee. Vorsichtig mit Bedacht, wird aus zwei eins gemacht, ruhig und gelassen verblassen alle Kaffees bisher zu einem faden Kaffeemeer. Kein Kaffee mehr, wenn er anders gemacht wird, nie wieder braunes Wasser, auch wenn er von der Kellnerin angelacht wird. Der Kerl ist noch nicht fertig, hat noch Asse auch wenn nicht mehr nötig. Eis kommt rein, heiß muss es sein, Sirup und Sojamilch werden feierlich ins Glas geleert, inszeniert und reserviert, repariert und auftoupiert beschwört der Meister die Kaffeegeister. Fertig ist der wohl beste Kaffee der Welt. Punkt. Aus. Ende.