Der coolste Typ der Formel 1

Kimi Iceman Superstar

Kimi Iceman Räikkönen ist nicht nur Superstar in der Formel 1 und ein schweigsamer und introvertierter Kerl, er setzt die Benchmark von nordischer Coolness auf ein völlig neues Level.

Seinen Spitznamen „Iceman“ hat Kimi Räikkönen nicht von ungefähr. Seine wortkargen und pointierten Interviews sind bekannt, doch auch „privat“ in kleinerem Rahmen sprudelt er nicht vor lauter Redebedürfnis. Die Taxifahrt rund um die Ferrari-Teststrecke Fiorano mit dem Ferrari F12berlinetta (6,3l V12, 740 PS) scheint ihn zu Tode zu langweilen. Er begrüßt seinen Fahrgast freundlich, smalltalkt mit ihm wie sein Tag heute war. Der Mann am „Hot Seat“ ist freudig mit dem Profi eine Runde drehen zu können, er erzählt von ein paar Fahrfehlern untertags beim selber fahren. Kimi tut das mit einem „Don´t worry, they have plenty of cars“ ab, während er im gnadenlosen Power-Oversteer aus jeder Kurve volles Geschäft rausfeuert. Dabei ist auch manchmal Zeit für beiläufige Gestikulierung, ja es wirkt als würde sich Kimi zu Tode langweilen. Aber was macht man nicht alles für seinen Rennstall, auch mit langsamen, mistigen Straßenautos in Fiorano im Kreis fahren, wenns die Mitfahrer halt so sehr freut.

Kimi Raikkönen – not very PC

Die Coolness himself bleibt Kimi aber auch nach einem Rollentausch auf den Beifahrersitz. Folgende Situation: eine junge Dame soll mit einem Rallyeauto auf Schnee und Eis eine Runde fahren, Kimi soll(te) sie coachen. Der Einstieg ist bereits vielversprechend. Frau frägt nach 3 Tips, die zu beachten wären auf dem Terrain und mit diesem Auto. Kimi rät professionell: „Just drive“, untermalt von einer äußerst beiläufigen Handbewegung. Kurze Zeit später, das Auto schlittert Richtung Kurvenausgang und touchiert die Schneewand recht deutlich, selbstgefälliges und von Herzen kommendes Gelächter von Iceman himself. „You let me crash“ stellt die Dame ein wenig verdattert fest – was Kimi drauf zu sagen hat, ist wirklich die Härte – aber sehen Sie selbst.