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    Neuer E-Mobility-Konzern macht Tesla Stress!

    Faraday Future

Ein Milliardär namens Jia Yueting, eine Milliarde Dollar Kapital und 400 Mitarbeiter. Das sind die Fakten, die momentan in den Weiten des Internets umherschwirren. Doch was steckt dahinter? Und muss sich Tesla wirklich sorgen machen?

Von Karl Jereb

E-Mobilität ist die Zukunft! Das steht schon länger fest und insofern macht es durchaus Sinn, in diesem Sektor mitmischen zu wollen. Denn wer vor Jahren früh auf den Zug der Personal Computer, dann auf den der Smartphones und noch später auf den der „smarten“ Vernetzung jeglicher Gegenstände aufgesprungen ist, der residiert heute schöner als Gott in Frankreich und das mit mehr Kapital als Dagobert Duck besitzt. Faraday Future, bislang nur ein Name, will auf den Zug der Elektromobilität aufspringen. Gerüchten zufolge stehe der Konzern mit der Firma Apple in Verbindung, welche ja bekanntermaßen seit Jahren ihr ominöses Apple-Car produziert. Apple ist übrigens der Konzern, welcher sich einen angebissenen Apfel patentieren ließ („die Welt steht nicht mehr lange“) und viel zu teure Produkte viel zu billig produziert (auf einer Apple-Tastatur niedergeschrieben). Diese Gerüchte wurden unter anderem vom Finanzdienst Bloomberg entkräftet. Ein Chinesischer Milliardär namens Jia Yueting steht hinter dem Konzern Faraday Future. Dieser Herr ist Gründer von Leshi Television, kurz LeTV, was als Netflix von China bezeichnet werden kann und so zu seinem Vermögen gekommen.

Sieben Modelle sind geplant!

Schon in zwei Jahren soll Modell 1 vom Band laufen. Ziemlich optimistisch in Anbetracht der Tatsache, dass bislang nur eine minimale Skizze besteht und das Hauptquartier für Amerika in Gardena, Kalifornien, erst entrümpelt werden muss. Dort war nämlich bislang Nissan aktiv und die Jungs dürften wohl einige Jukes vergessen haben, was ihnen nicht zu verübeln ist! Faraday Future prahlt damit, eine neue Größe im Elektromobilitätsspektrum zu werden. Dafür stehen ein Startkapital von einer Milliarde Dollar zur Verfügung, 400 Mitarbeiter und eine Menge Knowhow. Denn nicht wenige der Cowworker [sic!] kommen aus der Branche. Einige waren früher als Manager bei Tesla tätig und einer war Designer bei BMW und für i3 und i8 mitzuständig. Entwicklungschef von Faraday Future, Nick Sampson, der früher fürs Fahrwerk bei Tesla zuständig war, äußerte sich gegenüber Bloomberg, dass sieben Modelle geplant seien. Diese werden nach dem Start schneller auf den Markt kommen, als bei den Konkurrenten (Seitenhieb für Tesla und sein Model X).

It's time for clean, connected, smart mobility.

Ein von Faraday Future (@faradayfuture) gepostetes Foto am

Warnung!

Liebe Motorblöcke, Autoaffine und Motorverrückte, jetzt folgt ein Satz, der uns Faraday Future sehr unbeliebt machen wird: „Wir betrachten es (das Auto, Anm. d. Verf.) als ein Smartphone. Die Umsätze beginnen zu fließen, wenn man das Gerät in die Hand des Besitzers bekommen hat.“ Wenn das so ist, werden wir sicherlich die ersten sein, die sich das Telefon auf Rädern kaufen werden! Nicht nur durch den Verkauf vom Auto an sich, sondern auch durch Abos für Internetdienste, Apps und Unterhaltung will das Unternehmen in Zukunft Geld scheffeln. Nun denn. Zunächst wäre Faraday Future natürlich angeraten, ein funktionstüchtiges Auto herzustellen, bevor marketingtechnisch weitere Missgriffe erfolgen. Anschließend sollte sich die Marketingabteilung über die gewünschte Klientel Gedanken machen, denn mit solchen Aussagen verschreckt man jegliche schwer auf Elektromobilität gewöhnbare Fahrer. Und zuletzt wäre ihnen noch angeraten, nicht allzu optimistisch an die Sache heranzugehen, denn von null auf hundert in zwei Jahren ist für ein funktionstüchtiges Fahrzeug mit gewissem Etwas relativ schnell. Zu schnell!

Bild: Faraday Future

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