Lamborghini Huracán

Phänomenale Ergänzung

Liberty Walk ist uns mittlerweile kein unbekannter Begriff mehr. Die japanische Tuningfirma holt wortwörtlich das Letzte aus neuen Supersportlern heraus und versucht sich momentan am Lamborghini Huracán.

Text: Karl Jereb

Seit ihrer Verschönerung des Verkaufsschlagers Aventador, der in Sant’Agata Bolognese beheimateten Stiere und anderen Arbeiten auf durchwegs hohem Niveau, erfreuen uns die Projekte der Japaner ungemein. Die Firma mit Sitz im japanischen Aichi erzeugt individuelle Produkte mit hohem Wiedererkennungswert. Anscheinend pflegen japanische Autofreaks eine hochprofessionelle und qualitativ aufwändige Arbeitskultur, denn wie Liberty Walk, ist auch RWB (RAUH-Welt-BEGRIFF) an der japanischen Ostküste beheimatet. Allerding spezialisiert sich diese Firma auf die Veredelung von Porsche.

Momentan Huracán

Wie dem auch sei. Die aktuelle Veredelung betrifft den allseits beliebten Nachfolger des allseits beliebten Lamborghini Gallardo. Der Huracán debütierte 2014 am Genfer Autosalon und besticht durch scharfe Kanten und rassige Linien. Augenscheinlich nicht tief, hart und breit genug, liefert Liberty Walk in Kürze ihre Interpretation dieser Begriffe. Bereits vor der Fertigstellung des Produkts sind davon Bilder auf ihrer Website aufgetaucht. Und diese sind nicht von schlechten Eltern. Natürlich ist die Grenze zum Wahnsinn ein schmaler Grat, doch LW scheint darauf aus zu sein, diesen immer wieder ein wenig zu überschreiten und tänzelt darauf, wie Zirkusartisten am Seil.

Treffsicher

Sieht man sich die kommende Produktion einmal genauer an, fällt einem sofort die überarbeitete, nämlich in die Länge gezogene Frontpartie auf. Irgendwie scheint sie das „Maul“ noch gefräßiger zu machen. Weiter geht es mit den minimalen Kotflügelverbreiterungen. Die „Frittentheke“, wie der überdimensionale Heckspoiler diverser Fahrzeuge gerne genannt wird, befindet sich beim LW-Huracán nahe den Hinterrädern. Der Vorteil daran ist, die von den Reifen abstrahlende Wärme, hält die Pommes rotweiß warm. Ebenso wird das Heck überarbeitet. Zyniker würden auf den Porsche Carrera RS mit „Entenbürzel“ verweisen und damit gar nicht so Unrecht haben. Obwohl die moderne Fahrzeugtechnik des Stiers keinerlei Veränderung erfahren wird, wie die Jungs aus Japan versprechen, scheint zumindest das Fahrwerk ein wenig erniedrigt zu werden. Auf jeden Fall freut uns der kreative Veränderungswillen von Liberty Walk und wir sind zuversichtlich, dass zukünftig noch weitere Schönheiten aus dem Land der aufgehenden Sonne kommen werden.