Zagato Mostro

Monströse Optik

Auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este, dem Mekka für Autoliebhaber mit dickem Geldbeutel, stellt Zagato ein neues Fahrzeug vor, den Zagato Mostro. In der Übersetzung heißt das „Zagato Monster“. Mit dem Wissen wird die Optik einen Tick verständlicher.

Von Karl Jereb

Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este oder „Schönheitswettbewerb Villa d’Este“, ist eine alljährliche Veranstaltung, die im Grand Hotel Villa d’Este in Cernobbio am Comer See stattfindet und zahlreiche Autofetischisten anlockt. Der Name der Veranstaltung lässt bereits darauf schließen, dass es sich hierbei nicht um eine Art GTI-Treffen am Wörthersee handelt, sondern eher gutbetuchte Herrschaften mit besonderer Affinität zu Fahrzeugen auftauchen, die, wenn es denn nötig ist, auch normal-sterbliche ihre Schätzchen bewundern lassen. Dem Anlass gerecht, bereiten sich manche Autobauer penibelst auf die Präsentation vor, was dieses Mal in einem neuen Vehikel der legendären Firma Zagato gipfelte.

Zagato Mostro: Frankensteins Monster

Die Kollaboration zwischen Maserati und Zagato brachte den, nun ja, besonderen Zagato Mostro hervor. Er sollte den berühmt-berüchtigten 1957er Maserati 450 S Coupé ehren, den einst Sir Stirling Moss im 24-Stunden-Rennen von Le Mans steuerte. Das Monster setzt auf eine Verbindung zwischen Stahl und Kohlefaser, was ihm eine robuste Leichtigkeit beschert. Der Front-Mittelmotor V8 kommt aus dem Hause Maserati und treibt die hinteren Räder über eine 6-Gang Semiautomatik an. Die Radaufhängung sowie das Fahrwerk sind ganz der Sportlichkeit nach abgestimmt und der monströse Heckspoiler sorgt für „adäquaten“ Anpressdruck, wie Zagato verspricht. Der Zagato Mostro setzt außerdem auf 19-Zöller mit 255/40er Reifen vorne und 295/35er hinten. Eigenheiten, wie fix befestigte Fenster oder Semiflügeltüren, kommen dem Design zugute. Jedenfalls laut Zagato. Nur fünf Stück werden gebaut und sind auch schon verkauft. Dieses Mal allerdings hält sich der Neid in Grenzen, denn offen gesagt überzeugt der Zagato Mostro weder mit Schönheit noch mit technischer Brillanz. Eben wie Frankensteins Monster.