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Paris durch die Augen des Tesla Autopiloten

Theoretisch kann man sich ja vorstellen, wie so ein selbstfahrendes Auto funktioniert. Kameras, Radare und Sensoren ersetzen die menschlichen Augen und ein Computer das Gehirn. Wie genau die Welt in den Augen des Tesla Autopiloten aussieht, wissen wir jetzt auch.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via greentheonly

Eines sei vorausgeschickt: Es handelt sich hier nicht um Bildmaterial von Tesla selbst, sondern lediglich um die visuelle Übersetzung des Autopiloten-Feeds durch den Youtube-Kanal greentheonly. Der hat sich aber redlich Mühe gegeben und ein ziemlich cooles Video gebastelt, in dem man 20 Minuten als Tesla Autopilot durch Paris fährt. Und so ungern man das auch zugibt: Teilweise erkennt die AI potenzielle Hindernisse oder Gefahren sogar aus viel größerer Entfernung, als es ein Mensch könnte. Nur Orangen sollte man von dem Autopiloten fernhalten…

Wird DAS der erste selbstfahrende Porsche?

Es scheint mittlerweile unvermeidlich, dass früher oder später zumindest manche Autos ganz autonom über die Straßen dieser Welt flitzen werden. Die Hersteller bereiten sich jetzt schon vor und arbeiten an ihren ersten selbstfahrenden Fahrzeugen, so auch Porsche. Nun sind Patentzeichnungen aufgetaucht, die großes Grauen in uns allen wecken.

Text: Jakob Stantejsky / Bild Header: United States Patent and Trademark Office

Schon im Oktober fanden sich Patentanmeldungen der Zuffenhausener, die einen neuartigen Fahrersitz in Aussicht stellten: Zurückfahren und -legen sollte sich das Teil können – also eindeutig für einen Fahrer gedacht, der nicht mehr fahren muss. Unten seht ihr, wie die ganze Geschichte ungefähr aussehen könnte.

Bild: TaycanEV Forum

So weit, so sinnvoll. Auch wenn wir nicht genau wissen, wer seinen Porsche nicht selbst in der Hand haben will. Doch jetzt wird es richtig skurril, denn es sind neue Patentzeichnungen von Porsche aus den USA aufgetaucht. Zu sehen ist darauf ein Auto mit einem Dach, das sich auf Wunsch anheben oder absenken lässt. Ganz oben seht ihr die Raumwunder-Variante, unten geht es ein kleines Bisschen dynamischer zu. So revolutionär und praktisch solch ein Feature auch wäre, darf ein Porsche wirklich so aussehen wie oben gezeigt?? Verstößt das nicht gegen irgendwelche Menschenrechts-Konventionen oder so? Nur damit ihr das Entsetzen auch in vollem Maße erleben könnt, schaut euch doch mal dieses Rendering an!

Wobei wir schon auch zugeben müssen: Falls ein Automobil wirklich eine derartige Wandlungsfähigkeit an den Tag legt, wäre das tatsächlich eine ganz große Sache. Schließlich könnte man sich jeden Tag neu an Platz- oder Dynamikanforderungen anpassen. Mal abwarten, ob diese Zeichnungen in 20 Jahren noch relevant sind.

Bild: United States Patent and Trademark Office

Pleiten, Pech und Pannen: Tesla Smart Summon

Auch wenn selbstfahrende Autos vor allem in Europa noch immer illegal sind, spendiert Tesla seinen Vehikeln schon jetzt immer ausuferndere autonome Features. Doch die Smart Summon-Funktion, mit der das geparkte Auto als Abholservice „bestellt“ werden kann, weist noch einige Kinderkrankheiten auf.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Tizian Ballweber

Mit dem Softwareupdate V10 verfügen Teslas ab sofort zumindest in Amerika über die Smart Summon-Funktion. Das bedeutet, dass man per Handy das geparkte Auto zu sich rufen kann und es surrt dann ganz fahrerlos zu seinem Besitzer. Wenn es also zu schütten begonnen hat während man im Kino war oder man beim IKEA einfach nur den Überblick am Parkplatz verloren hat, eilt der Tesla also sofort zu Hilfe. Dazu nutzt er lediglich das GPS-Signal des Smartphones, man muss also nicht im Konsolen-Stil selbst steuern.

Klingt doch super, oder? Prinzipiell ja. Doch unter Umständen haut das System auch mal daneben. So wie in den folgenden zwei Posts von Tesla-Fahrerin (?) Melayna Lokosky, die Smart Summon ausprobiert hat.

Nicht so fein, wenn der liebevoll gehegte Elektriker einfach über Randsteine und Grasflächen rumpelt und sich dabei vielleicht noch selbst etwas bricht. Aber auch der Verkehr macht den Teslas offenbar noch zu schaffen.

Verläuft bei Roddie Hasans Test des Features trotz Beinahe-Crash und Nachrang-Missachtung noch alles glimpflich, hat David Guardado unten nicht mehr so viel Glück. Sein Model 3 kollidiert trotz äußerst geringer Geschwindigkeiten mit einem ausparkenden Lexus und bringt seinen Besitzer auch in Schwierigkeiten mit dem Gesetz. Denn wer ist jetzt schuld? Mr Guardado? Tesla? Der Lexus-Fahrer? Eine Frage, deren Beantwortung dank mangelnder Präzedenzfälle wohl komplex ausfallen dürfte.

Aber genug der autonomen Pleiten, Pech und Pannen-Show. Wenn alles gut läuft, findet sich Tesla Smart Summon auch in engen, unangenehmen Gefilden gut zurecht. Aber darauf kann man sich offensichtlich noch nicht blind verlassen.