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Kugelsicherer Smart Brabus gefällig?

Schwer gepanzerte Luxuslimousinen oder SUVs sind ja nichts Neues, vom russischen Präsidenten bis zum amerikanischen Gangsterrapper haben sie eine treue Klientel. Doch kugelsichere Smarts? Das ist schon deutlich bemerkenswerter. Wenn auch viel unscheinbarer.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Carmored

Wenn ihr einen gepanzerten Smart für bizarr haltet, habt ihr eigentlich recht. Finden wir zumindest. Doch es scheint gar nicht so wenige Interessenten für widerstandsfähige Winzlinge zu geben. Schließlich gibt German Armoured Cars aus Erfurt an, rund 100 Stück des gefestigten Smart Brabus unter die Leute zu bringen, und das immerhin seit 2016.

Die Autos gehören allesamt in die Schutzklasse B4 und widerstehen so etwa einer 44er Magnum ohne großes Tamtam. Kein Wunder, schließlich ist das verbaute Sicherheitsglas auch rundum 22 Millimeter dick und innen mit Polycarbonat ausgekleidet. Damit auch das Blech brav standhält, ist es mit Kevlar- und Aramidmatten verstärkt. Hinzu kommt noch ein leistungsfähiges Intercom für Notrufe, Reifen, die auch nach Beschädigung eine ganze Weile weiterlaufen können, und eine extra schusssichere Batterie. Und all das trägt lediglich 118 Kilogramm auf das Gesamtgewicht auf, also dürfte der 109 PS starke Motor keine weiteren Probleme bekommen. Wenn man die Bilder so betrachtet, fällt außerdem auf, dass nichts auffällt. Die Carmored Smarts wirken völlig harmlos.

Auch wenn die Brabus-Insignien und der edle Innenraum natürlich mit an Bord sind, gehören die safen Smarts definitiv zu den unsichtbareren Panzerautos. Damit eignen sie sich etwa für Promis oder andere mehr oder weniger wichtige Personen, die zwar incognito unterwegs sein, aber dennoch nicht auf den nötigen Schutz verzichten wollen. Falls ihr euren Smart Brabus demnächst auffetten möchtet, kostet euch das übrigens rund 45.000 Euro. Sicherheit ist eben kein Schnäppchen.

Brabus baut wieder eine G-Klasse mit V12

Aufgebaut hat sich die G-Klasse ihren Ruf eigentlich als unverwüstlicher Geländewagen, der bis ans Ende der Welt fahren kann. Doch AMG und in weiterer Folge auch Brabus haben längst einen weiteren Nutzen für den eckigsten aller Mercedes gefunden. Okay, „Nutzen“ kann man das nicht nennen. Aber sie haben was Nettes draus gebastelt. Nachdem AMG sich beim neuen G 63 auf acht Zylinder beschränkt, hält nun Brabus ein letztes Mal die V12-Fahne in der G-Klasse hoch.

Text: Jakob Stantejsky

585 PS aus einem vier Litern großen V8 klingt für einen Geländewagen sowieso schon nach komplettem Irrsinn. Aber Brabus genügen diese Rookie-Zahlen nicht. Deshalb haben die Tuner nun auf der IAA den G V12 900 vorgestellt. Ja, die Zahlen bedeuten genau das, was ihr gerade befürchtet. 12 Zylinder spucken dank 6,3 Litern Hubraum und zwei Turbos unfassbare 900 PS aus, die theoretisch mit bis zu 1.500 Newtonmetern Drehmoment an der Erdoberfläche reißen. Damit das Monster von Motor die G-Klasse nicht in ihre Einzelteile zerfetzt, wurde das Drehmoment auf 1.200 Nm begrenzt. Ganz sanft also.

Auch die Höchstgeschwindigkeit musste Brabus wohl oder übel elektronisch abriegeln, denn rein karosserietechnisch ist die G-Klasse schlicht und einfach kein Highspeedvehikel. Schon bei 280 km/h ist deshalb Schluss – Moment mal, ZWEIHUNDERTACHTZIG?! In diesem rollenden Rechteck?! Sagen wir es mal so: Ein Erlebnis wäre das sicher. Aber kein Schönes.

Mit vergleichsweise entspannten 100 Sachen ist man übrigens schon nach 3,8 Sekunden unterwegs. Auch dezent abgefahren, diese Zahl.

Damit man den bisher unbekannten Preis (das wird wohl auch so bleiben) noch zusätzlich beliebig ansetzen kann, wird Brabus nur zehn Stück des Gaga-Geländewagens bauen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich hierbei um die letzten zehn V12-G-Klassen. Gerüchtehalber kostet der Spaß um die 700.000 Euro, aber das ist wirklich nur Hörensagen. Neben dem Leistungstuning hat Brabus sich natürlich auch optisch an dem ehemaligen Nutzfahrzeug ausgetobt. Vorne, seitlich, hinten, oben, unten und innen wird alles veredelt und kohlefaserlaminiert, was nicht niet- und nagelfest ist. Der Rest dann auch noch. Zum Beispiel mit handlichen 24 Zoll-Felgen. Das ist wohl das erste und einzige Mal, dass die perfekt zu einem Auto passen.

Brabus tunt den Mercedes-AMG A 35

Brabus motzt den Mercedes-AMG A 35 auf. Das ist zwar geil, wie eh das meiste was die Tuningschmiede hervorbringt, nur gibt’s halt schon einen stärkeren A 35. Den A 45.

Text: Maximilian Barcelli

Folgendes Szenario: Die neue A-Klasse hat mit ihrem Widescreen-Cockpit und dem hübschen Design so richtig ins Benzin pumpende Herz getroffen. Dann der AMG-Knaller: 306 PS, messerscharfe Optik – jetzt kann man nicht mehr widerstehen. Er kam, sah und kaufte – nur um dann ein Jahr später festzustellen, dass mit dem A 35 noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht war. Nicht einmal ansatzweise, wie der übermächtige A 45 S mit seinen 421 PS zeigt. Keine Sorge, Brabus hilft aus. Und zwar mit dem B 35 S-Tuning.

Das Veredlungsprogramm für den kleinsten AMG debütiert auf der diesjährigen IAA in Frankfurt und bringt vor allem eines mit sich: Mehr Power. Ein Steuergerät kitzelt aus dem zwei Liter großen Vierzylinder zusätzliche 44 PS raus. Gut, auch mit 350 PS ist der A 45 S noch fern, mit dem Hochleistungsendschalldämpfer wächst die Leistung des Brabus-Boliden noch einmal um 15 PS auf 365 Pferdchen – viel fehlt zumindest auf den A 45 ohne S also nicht mehr. Ist der Mercedes-AMG A 35 volle Brabus-Hütte ausgestattet, soll ein Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,4 Sekunden möglich sein.

Für das fette Endrohr-Quartett ist ein Motortuning aber nicht notwendig, es kann auch so geordert werden – und ist nicht der einzige optische Kniff, der den Baby-AMG böser aussehen lässt. Frontschürze, Heckspoiler, Felgen, Veredlungsoptionen im Interieur – Brabus setzt (vor allem bei Letzteren) kaum Grenzen. Die setzt höchstens das eigene Portemonnaie.

Brabus motzt zwei Mercedes 300 SL auf

Prius gegen Brabus, 1:0

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