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Hyperloop – mit Schallgeschwindigkeit durch Europa?

Reisen wir bald noch schneller? 

Das geplante Hyperloop-System verspricht 400 Kilometer in nur 25 Minuten. Wie? Man wird einfach durch eine Röhre katapultiert. Klingt nach Science-Fiction, soll jedoch schon in Bälde zur Realität werden.

Die Idee für einen Hyperloop geht schon auf Elon Musk, den Gründer des Elektro-Automobilherstellers  Tesla, zurück: 2013 präsentierte man der Öffentlichkeit erstmals die Pläne für den Hyper-Schnellen Elektromagnetischen-Vakuum Tunnel, jedoch lies er damals auch wissen, dass er kein Interesse daran hätte dieses Projekt umzusetzen. Nichtsdestotrotz steht man jetzt kurz davor, dieses Art des Reisens zu verwirklichen und seinen europäischen Beginn soll der Hyperlook gerade in der Slowakei finden. Die slowakische Regierung überraschte mit diesem ehrgeizigen Verkehrsprojekt und es heißt, dass die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies (HTT) derzeit geprüft werden. Zuerst ist jedoch noch dieses Jahr eine acht Kilometer lange Teststrecke in Kalifornien geplant. Bis Jahresende soll in einer Machbarkeitsstudie geprüft werden, ob die Technologie mit Unterstützung slowakischer Firmen und universitärer Einrichtungen realisiert werden kann und es soll auch geprüft werden, ob der slowakische Staat selbst in das Projekt investiert.

Doch wie funktioniert die Mobilität der Zukunft eigentlich?

Der Hyperloop basiert auf einem ähnlichen Prinzip wie ein riesiges Rohrpost-System in dem Menschen oder Güter mit bis zu 1220 km/h von A nach B transportiert werden können.
Der Hyperloop besteht aus Kapseln und durch Pumpen in regelmäßigen Abständen wird in dem geschlossenen Tunnel, in dem diese Kapseln “schweben” ein Vakuum erzeugt. Es handelt sich hierbei um vom Solarenergie angetriebene Niederdruck-Röhren, die ohne Schienen oder Fahrbahnen auskommen und daher auch keine bremsende Reibung überwunden müssen. Die Technologie des Hyperloops lehnt an Magnetschwebebahnen an und so soll die Kapsel auf einem Luftpolster berührungsfrei dahingleiten. Außerdem wird in der Röhre ein Unterdruck erzeugt, was den Luftwiderstand und den Energieaufwand weiters senkt.
Die Strecke zwischen Wien, Bratislava und Budapest könnte in kürzester Zeit überwunden werden, doch falls sich das Projekt als erfolgreich erweist, dann ist diese Form des Höchstgeschwindigkeits-Reisen mit Sicherheit in ganz Europa denkbar. Dieses Transportsystem würde nicht nur das Reisen, sondern auch das Pendelns revolutionieren und grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördern.

Von Bratislava nach Wien in nur acht Minuten? Was kommt als nächstes, von London nach New York in einer Stunde?

Experten Interview

Wer noch mehr über dieses geplante Projekt erfahren möchte, der hört den Gründern der Firma Shervin Pishevar & Brogan BamBrogan am besten selbst zu – Das Interview dauert über 40 Minuten und geht richtig in die Tiefe des High Speed Travels!
Picture Credit: obs/JumpStartFund
Video Credit: Hyperloop Transportation Technologies (HTT)This Week In Startups

by Patrizia Zernatto

Patrizia Zernatto

Unter dem Pseudonym P.S. Hunter war „Pacey“ lange Zeit als US-Korrespondentin für Motorblock tätig.

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