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Der Koenigsegg Jesko im Video

Koenigsegg ist grundsätzlich nicht dafür bekannt, langsame Autos zu bauen. Der neue Jesko soll den Vogel nun endgültig abschießen und als erstes Serienfahrzeug die 300 mph-Marke knacken (rund 482 km/h). Nun gibt es ein Video vom Hypercar.

Text: Maximilian Barcelli

Einverstanden, schon der Bugatti Chiron fuhr über 300 mph. Allerdings handelt es sich beim Rekordboliden um kein Serienfahrzeug, denn das französische Luxusgeschoss wurde um so schnell fahren zu können ordentlich überarbeitet. Sollten die Simulationen, in denen der Koenigsegg Jesko die 300 mph packt, also auch in der Realität ihre Richtigkeit haben, so wird er – obwohl nur 125 Exemplare gebaut werden – der unangefochtene Sieger dieses Highspeed-Duells sein.

Und das, obwohl der Jesko über halb so viele Zylinder verfügt. An Power mangelt es ihm aber natürlich trotzdem nicht: Unfassbare 1.600 PS sollen vom doppeltzwangsbeatmeten 5-Liter-V8 erwirtschaftet werden. Wie dieses Monster-Triebwerk klingt, zeigt nun ein Video. Eines vorweg: der auf 8.500 Touren drehende Motor erinnert mehr an einen freiatmenden V12 als an einen Biturbo-V8, so wie der kreischt. Also ziemlich geil.

Onboard-Video: 0-400-0 in 31 Sekunden

Wenn jemand einen Weltrekord zum Thema Schnelligkeit aufstellt, wandelt er entweder an der Grenze des Menschenmöglichen oder der physikalischen Gesetze. Wie sich das auf den Fahrer des 0-400-0-Weltrekords im Koenigsegg Regera auswirkte, seht ihr im Video.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Koenigsegg

Man erwartet sich schon ein gewisses Bild, wenn man hört, dass jemand aus dem Stand auf 400 km/h beschleunigt und dann voll in die Eisen steigt, um so schnell wie möglich wieder stillzustehen. Und all das in nur 31,49 Sekunden. Doch der Koenigsegg Regera bleibt scheinbar stoisch ruhig, während er in haarsträubenden 22,82 Sekunden von 0 auf 400 km/h schießt. Ja, das behelmte Haupt wackelt ein wenig, aber das war’s auch schon wieder. Bei der Vollbremsung muss immerhin ein winziges Bisschen mit dem Lenkrad korrigiert werden.

Action schaut definitiv anders aus. Das ist hier aber ausnahmsweise mal nicht als Beschwerde zu verstehen. Ganz im Gegenteil, es ist schon umheimlich beeindruckend, wie cool die Hochleistungsmaschine namens Regera bei solch irren Belastungen bleibt. Noch spannender wäre es allerdings, die Konsequenzen des Stunts zu sehen. Vor allem der Zustand der Bremsen interessiert den Investigativjournalisten in mir. Doch selbst da sollten wir uns keine allzu dramatischen Ergebnisse erwarten – schließlich erschüttert den Koenigsegg offenbar rein gar nichts.

Koenigsegg bricht den eigenen 0-400-0-Rekord…

So wie sich Lamborghini und Porsche wegen des Nürburgringrekords bekriegen, fetzen sich Bugatti und Koenigsegg um diverse Geschwindigkeitsrekorde. Jetzt haben die Schweden erst einmal ihre eigene Bestmarke von 0 auf 400 und zurück auf 0 Stundenkilometer verbessert und im selben Atemzug Bugatti den Krieg erklärt, was den absoluten Highspeedrekord betrifft.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Koenigsegg

Als der Bugatti Chiron vor gut zwei Jahren einen Weltrekord aufstellte und in nur 41,96 Sekunden aus dem Stillstand auf 400 km/h beschleunigte und dann wieder auf null bremste, fühlte man sich bei Koenigsegg offenbar in der Kernkompetenz Speed angegriffen. Denn nicht einmal einen Monat später schickte man den Agera RS auf Rekordjagd und brachte dasselbe Kunststück in 36,44 Sekunden zustande. Noch einen knappen Monat später stand der Bolide sogar nach 33,29 Sekunden wieder still und verbesserte den Weltrekord damit weiter zu Koenigseggs Gunsten. Außerdem riss man auch den Geschwindigkeitsweltrekord für Serienfahrzeuge mit 457,5 km/h an sich.

Doch vor rund einem Monat konnte Bugatti zumindest an der Höchstgeschwindigkeitsfront wieder Rekordansspruch anmelden: 490,48 km/h schnell fuhr ein allerdings schwer modifizierter Chiron, den man nicht mehr als Serienauto bezeichnen kann. Doch Koenigsegg setzt nun zum Gnadenstoß an. Vor wenigen Tagen brachte der Regera die 0-400-0-Routine in schlappen 31,49 Sekunden hinter sich und am Ende des Videos plaudert man süffisant:

„But what about the top speed?“

„That’s for another car. I mean, this is huge top speed, but we have faster top speed cars of course.“

Der Fahrer erwidert daraufhin nur ganz cool, „hold my beer“, und marschiert davon. Wir gehen davon aus, dass er im nächsten Video schon bald im Koenigsegg Jesko zurückkommt und damit den Topspeed des Bugatti Chiron schnupft. Wir freuen uns schon drauf.

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