Bugatti, Koenigsegg, alles dabei

Die Schweiz versteigert beschlagnahmte Hypercars

2016 wurde Teodoro Obiang Nguema Mangue, seines Zeichens Sohn von Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, diktatorisch regierender Präsident von Äquatorialguinea, „Opfer“ einer Ermittlung der Schweizer Behörden. Dabei wurden 25 Autos beschlagnahmt, die nun unter den Hammer kommen. Dass es sich um waschechte Hypercars handelt, sollte hier noch erwähnt sein.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: via Bonhams

Nachdem der heute 50-jährige Vizepräsident seines Landes schon 2012 in Frankreich um einige Luxusschlitten erleichtert worden war, musste er sich also schon wenig später von einem ganzen Haufen neuer Schmuckstücke verabschieden. Waren es vor sieben Jahren noch unter anderem ein Bugatti Veyron Grand Sport, ein Maserati MC12, ein Ferrari 599 GTO, ein Standard-Bugatti Veyron und ein Porsche Carrera GT, so liest sich die Garageninventur von vor drei Jahren fast noch beeindruckender: Aston Martin One-77, Bugatti Veyron, Ferrari LaFerrari, Koenigsegg One:1, Lamborghini Veneno Roadster und McLaren P1.

Was wie der feuchte Traum eines Petrolheads klingt, war für den Politiker tatsächlich Realität. Vom Koenigsegg One:1 gibt es weltweit ganze sechs Stück, der Lamborghini Veneno Roadster wurde immerhin neun Mal gebaut, ist aber aufgrund der besonderen Bicolor-Lackierung quasi ein Einzelstück. Versteigert werden die Boliden am 29. September im Bonmont Golf & Country Club in Genf, wo Erlöse von mindestens elf Millionen Euro erwartet werden. Die kommen dann ganzheitlich diversen sozialen Programmen in Äquatorialguinea zu. So unterstützt die steinreiche Herrscherfamilie zumindest unfreiwillig ihr verarmtes Volk.