Beiträge

Kommt schon 2020 der erste elektrische RS?

Dass Audi mit dem e-tron und dem e-tron Sportback schon volle Kraft voraus in Richtung Elektromobilität gibt, steht zweifellos fest. Doch damit die Herren bei Audi Sport nicht der Fadesse erliegen, dürfen auch die jetzt an den E-Autos herumschrauben und offenbar schon dieses Jahr ein erstes RS-Derivat vorstellen.

Text: Jakob Stantejsky

Das wird laut Informationen von Autocar auf dem e-tron GT basieren, den wir als seriennahes Konzept schon kennen und der Ende November auf der Los Angeles Auto Show endgültig als Serienfahrzeug präsentiert werden soll. Audi Sport-Geschäftsführer Julius Seebach kündigte nun auch für den e-tron GT die drei traditionellen Audi-Antriebsvarianten an: Also im Stile von A6, S6 und RS6. Wie genau sich das in der Nomenklatur des e-tron GT auswirken wird, wissen wir derzeit natürlich noch nicht.

Es scheint jedoch nun sehr wahrscheinlich zu sein, dass die RS-Variante gleich mit dem Basismodell gemeinsam enthüllt wird. Das würde eben bedeuten, dass wir Ende dieses Jahres das allererste elektrische Audi Sport-Fahrzeug überhaupt zu Gesicht bekämen. Auch für nachher gibt es schon große Pläne: Der e-tron Sportback sei für Audi Sport ebenfalls von Interesse, meint Seebach, und auch von einer e-tron-Version des R8 hört man schon munkeln. Außerdem soll die nächste Generation des RS4 auch von Audi Sport als Plug-in-Hybrid angeboten werden, auch Hybride stehen also auf dem RS-Programm. Schön, dass Audi auf seine Mitarbeiter achtet und auch die PS-Abteilung mit ins Boot Richtung Zukunft holt.

Audi e-tron Sportback und RS Q8: Der Schöne und das Biest

Es ist nicht alles schlecht, was SUV ist und nicht jeder Hybrid ist auch gut für die Umwelt – das sind zwei Thesen, die Audi jetzt mit einem ebenso gewagten wie gewaltigen Doppel-Debüt untermauert. Denn für die Öko-Fraktion der Bedenkenträger bringen die Herren der Ringe den e-tron jetzt auch als Sportback und machen ihren Stromer mit einem schrägen Rücken so zum schönen Blickfang. Und für die gusseisernen Petrolheads bringen sie den Q8 auch als RS-Modell und machen den Brocken so gar vollends zum Biest. Und als wäre das nicht schon eigenwillig oder gar widersinnig genug, geben beide Modelle im kommenden Frühjahr auch noch ziemlich zeitgleich ihren Einstand beim Händler. Der e-tron Sportback für mindestens 71.350 Euro und der RS Q8 sicher für mehr als das Doppelte.

Vom gewöhnlichen e-tron unterscheidet sich der Sportback vor allem durch das Heck, das früher ansetzt und flacher ausläuft. Das kostet zwar im Fond ein paar Zentimeter Kopffreiheit und weiter hinten ein paar Liter Stauraum. Doch erstens bleiben auch unter der schrägen Klappe noch immer 615 bis 1.655 Liter, und zweitens sieht der e-tron damit nicht mehr ganz so grob und watzig aus.

Damit man den Unterschied auch bei Nacht erkennt, gibt es dazu zum ersten Mal bei einem Serienmodell digitales Matrixlicht. Dann können die LED im Scheinwerfer so angesteuert werden, dass nicht nur spektakuläre Begrüßungsszenarien möglich werden, sondern dass sich auch zusätzliche Markierungen auf die Fahrbahn beamen lassen, die zum Beispiel in engen Baustellen die Durchfahrt erleichtern sollen.

Unter dem Blech ändert sich dagegen nichts und es gibt den Sportback wahlweise als 55er mit einer Systemleistung von 265 und kurzfristig sogar 300 kW, einem Spitzentempo von 200 km/h und 97 kWh-Akku für bis zu 448 Kilometer Fahrstrecke, oder als 50er. Der muss sich mit 230 kW, 190 km/h, 71 kWh und einem Aktionsradius von 347 Kilometern begnügen.

Beim RS Q8 läuft es genau anders herum. Dort ändert sich am Design bis auf die üblichen Insignien der Kraft nur wenig und dafür an der Technik um so mehr. Denn wo bislang beim V6 mit 340 PS Schluss war, gibt es nun einen 4,0 Liter großen V8 mit gewaltigen 600 PS und 800 Nm. Obwohl der RS Q8 gut und gerne 2,5 Tonnen wiegen dürfte, wuchtet der Achtzylinder den großen Brocken in 3,8 Sekunden auf Tempo 100 und schiebt ihn unter dem kernigen Sound eines Klappenauspuffs auf bis zu 305 km/h. Dazu gibt es für den Kampf gegen die Fahrphysik außerdem ein sportlich strammes Set-Up und einen Wankausgleich mit 48 Volt-Stellern sowie größer dimensionierte Bremsen. Das ist ein Paket, das seine Wirkung nicht verfehlt. Denn seinen ersten Erfolg feiert der RS Q8 schon vor der Markteinführung und hat mit einer Rundenzeit von 7 Minuten und 42,2 Sekunden den Mercedes-AMG GLC 63 als schnellstes Serien-SUV auf der Nordschleife entthront.

2019 kommen noch 6 Audi RS-Modelle!

Der Focus RS kriegt einen neuen Look!

Ford Focus RS – Ken Block approved!

Ford Focus RS driftet zur Premiere

Nissan Juke Nismo RS