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Kommt das Tesla Model S Plaid mit gigantischem Heckspoiler?

Tesla schickt schon wieder Prototypen auf den Nürburgring. Diesmal mit einem noch heftigeren Aerodynamik-Paket. Schafft’s der fette Heckspoiler aufs Serienmodell?

Text: Maximilian Barcelli

Als „Tesla-Killer“ hat man schon viele E-Autos (oder eigentlich E-Auto-Studien) bezeichnet. Aus den meisten ist schlussendlich (noch) nichts Ernstzunehmendes geworden. Ausnahme: der Porsche Taycan. Der trifft den amerikanischen Pionier punkto E-Mobilität voll ins Mark. Anders lässt sich die fast schon nervöse Reaktion von Tesla nicht erklären (außer vielleicht mit Marketing). Ein Rückblick.

Nachdem der Taycan eine beachtliche Zeit auf die Nordschleife klatschte und den Rekord für viertürige E-Autos einheimste, kündigte Elon Musk an, das Model S ebenfalls in die grüne Hölle zu schicken. Ein Prototyp von Tesla legte tatsächlich eine noch bessere Zeit hin. Rekord war’s natürlich keiner, da es sich ja um einen Prototyp handelte und außerdem via Hand gestoppt wurde. Die Botschaft dafür unmissverständlich: Wir haben das Zeug dazu.

Ob dem wirklich so ist, wird sich erst nächstes Jahr zeigen. Dann will Tesla die Überdrüber-Version Model S Plaid präsentieren. Noch wird aber getestet und getestet – und zwar auf der Nordschleife. Dort wurde nun ein neuer Prototyp gesichtet – mit gigantischem Heckspoiler und aggressivem Frontsplitter. Ob der Flügel hinten beim Serienmodell denkbar wäre? Laut Elon Musk nicht. Der verlautbarte auf Twitter, dass der Heckspoiler lediglich für einen Tag montiert wurde, um den Abtrieb hinten zu kalibrieren.

Tesla bricht tatsächlich den Nürburgring-Rekord des Taycan

Okay, damit hätten wir nicht gerechnet. Tesla hat angeblich den Nordschleifen-Rekord des Porsche Taycan gebrochen. Ach was gebrochen, eher demontiert.

Text: Maximilian Barcelli

Motorblock hat die Ankündigung von Elon Musk, das Model S auf die Nordschleife zu schicken und den Taycan-Rekord anzugreifen, ein bisserl belächelt. Zwar ist die Elektrolimousine der Amis ein teils Supersportwagen-fressendes Biest punkto Längsdynamik, aber für Bremskraft und Querdynamik war so ein Model S nie bekannt. Von einem Porsche wiederum – auch wenn es sich um eine elektrische Limousine handelt – erwartet man Performance am Track.

Und die Zuffenhausener lieferten ja auch. Der Taycan ging durch die Hölle, die grüne Hölle, und kam nach nur 7:42 Minuten wieder raus. Offensichtlich war das aber nicht genug. Denn noch bevor Tesla überhaupt einen offiziellen Versuch startete, stoppte ein Reporter bei den Tests via Hand eine 7:20er-Zeit. Klar, ein offizieller Rekord ist das noch lange nicht. Nicht nur, weil die Zeit mit der Hand gestoppt wurde. Beim Model S handelt es sich um einen Prototyp, ein Vorserienfahrzeug.

Trotzdem: Dass Tesla mit 7:23 Minuten – so laut Medienberichten die Tagesbestzeit – Porsche dermaßen rasiert, ist schon sehr beachtlich. Und die Modifikationen des Prototyps sollen ja schließlich in Serie gehen – und zwar nächstes Jahr, wenn der Plaid-Antrieb den Ludicrous- als Topmodell ablöst. Das Model S P100D+ wird voraussichtlich nicht nur über mehr Leistung verfügen, auch die Aerodynamik und Karosserie darf sich über Optimierungen freuen.

Tesla Model S bricht Rundenrekord!

Nach der Präsentation des Porsche Taycan samt Rekordrunde auf der Nordschleife schlägt Tesla zurück – allerdings nicht in der Eifel, sondern auf der legendären Rennstrecke Laguna Seca in den USA.

Text: Maximilian Barcelli / Beitragsbild: Tesla

Dort absolvierte ein Model S in 1:36,555 Sekunden eine Runde. Rekord! Nur welcher eigentlich? Das Tesla Model S ist nun der schnellste Viersitzer in Laguna Seca, Amtsinhaber war zuvor das Model 3 Performance, also ohnehin ein Familienmitglied. Beim eingesetzten Model S handelt es sich allerdings um kein schon jetzt erhältliches Serienmodell – und das ist die eigentliche Neuigkeit.

Denn Tesla arbeitet an einem neuen Topmodell, dem P100D+. Drei Elektromotoren sorgen zukünftig für mächtigen Vortrieb. Zahlen sind zwar noch nicht bekannt, das aktuell stärkste Model S sprintet aber in nur 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Sowieso schon ein absurder Wert, der vom P100D+ wohl noch einmal verbessert wird.

Der „Plaid“-Antrieb ist aber nur ein Teil des Gesamtpackages, dass das Model S schneller machen soll. Bilder vom Nürburgring zeigen eine optimierte Aerodynamik und breitere Radläufe für breitere Reifen. 

Das neue Topmodell in der Familie soll nächstes Jahr serienreif sein – und „weniger kosten als die Mitbewerber“. Ein kleiner Seitenhieb gegen den Porsche Taycan, dessen Preis als Turbo bei üppigen 155.000 Euro liegt. Als Turbo S werden rund 190.000 Euro fällig. Mindestens, eh klar.

Skateboard aus Tesla Teilen

Tesla Model S hebt ab