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    Audi heizt mit dem TT RS den Konzernwettbewerb an.

Text: Thomas Geiger
Fotos: Audi

Ein Designerstück macht Dampf: Zwei Jahre nach der Premiere des neuen TT baut Audi seinen kleinen Sportwagen jetzt wieder in einer besonders starken RS-Version.

Zum ersten Mal gezeigt in dieser Woche auf der Motorshow in Peking, kommt der Kraftmeier in Herbst zu Schätzpreisen von etwas über 60.000 Euro in den Handel – gleichzeitig als Coupé und Roadster.

Dabei könnte der TT RS die mühsame Balance der Kräfte im VW-Konzern ordentlich ins Wanken bringen uns vor allem die Kollegen aus Zuffenhausen ärgern.

Denn mit künftig 400 statt 340 PS und einen maximalen Drehmoment von jetzt 480 Nm lässt der TT die frisch überarbeiteten 718er, die man bei Porsche bislang als Boxster und Cayman kannte, schon wieder etwas alt aussehen. Und bei Sprintwerten von 3,7 Sekunden für das geschlossene und 3,9 Sekunden für das offene Auto werden die Porsche-Kunden ziemlich bleich vor Neid.

Nur beim Spitzentempo behalten die Schwaben hauchzart die Nase vorn: 250 km/h in der Serie (gegen Aufpreis 280) – mehr lässt die Konzernhierarchie offenbar nicht zu.

Es sind allerdings nicht die Fahrleistungen alleine, die den TT über Boxster und Cayman heben. Sondern es ist auch die Konsequenz der Audi-Ingenieure: Denn während Porsche sich den CO2-Vorgaben beugt und die Sechszylinder-Sauger auf dem Altar der Bedenkenträger opfert, röhrt im Bug des TT RS wie eh und je der traditionelle Fünfzylinder, um den es nach dem Aus der entsprechenden Triebwerke bei Volvo und Ford mittlerweile ziemlich einsam geworden ist.

„Dieser Motor gehört zu Audi wie der Quattro-Antrieb“ sagt jedoch Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch, der zum TT RS noch aus einem anderen Grund eine besondere Beziehung hat: Dieser Wagen soll mal wieder Vorsprung durch Technik beweisen und Audis Führungsanspruch bei Beleuchtung unterstreichen. Neben den üblichen Verschärfungen an Fahrwerk und Design, neben Schwelgern, Spoilern, Schürzen für außen und Sportsitzen sowie einem vom R8 inspirierten Lenkrad mit Bediensatelliten für innen bekommt der TT RS deshalb zumindest auf Wunsch auch die ersten OLED-Rückleuchten, die in größeren Stückzahlen gebaut werden.

Zwar kann man den Fortschritt bei den extrem flachen, sehr gleichmäßigen und kontrastreichen Leuchtflächen nur von hinten sehen – doch das wird ohnehin die Perspektive sein, aus der man den TT RS wohl die meiste Zeit zu Gesicht bekommt.

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