Porsche und BMW

Apps für die Apple Watch

Zwei Autobauer aus Deutschland versuchen am Handgelenk Fuß zu fassen. Mit Apps, die wichtige Informationen über das jeweilige Fahrzeug liefern, versorgen Porsche und BMW nun die Apple Watch.

Von Karl Jereb

Ach, was sind wir froh, diese Firma mit dem Apfel-Symbol zu haben! Unser aller Leben war vor den technischen Hilfsmitteln dieses Konzerns doch unerträglich. Man musste seine Zeitung vom Boden aufheben, mit anderen Menschen in echt interagieren und seinen Wecker per Fingerdruck abstellen. Erst kürzlich stellte Apple wieder eine wunderbare Innovation vor: die Apple Watch. Eine Uhr, die nicht lange nass werden darf, keinen Tag lang ohne Stromkabel aushält und schon gar nicht die Uhrzeit anzuzeigen vermag. Braucht niemand, wird trotzdem gekauft und der Aktienwert der Firma steigt ins Unermessliche. Porsche und BMW haben den Braten gerochen und transformieren ihre Apps fürs Smartphone nun auf die Uhr ohne Sinn.

Big Brother is watching you!

Sie finden ihr Fahrzeug im Getümmel der Shopping Mall nicht mehr? Wollen wissen, wie viel Strom der i3 noch hat? Wollen die Klimaanlage einschalten und die Türen entriegeln? Alles kein Problem mit den Apps von Porsche und BMW. Bislang mussten diese Tätigkeiten allerdings vom Smartphone aus betätigt werden. Schrecklich umständlich, die Hosentasche zu durchkramen. Nun kann man denselben Spaß auch am Handgelenk vollziehen. Dank der intelligenten Autos, die wissen, wo sie stehen, kann die Apple Watch diese Information im Nu an den Träger weiterleiten. Außerdem ist es nun möglich, die Klimaanlage auf die gewünschte Temperatur zu bringen, bevor man sich noch am Alcantara verbrennt. Die Türen zu entriegeln ist auch drin. Die Bayrischen Motorenwerke gehen noch einen Schritt weiter und lassen der Uhr wichtige Informationen über den Zustand der i-Modelle zukommen. So weiß man immer, welche Distanz mit i3 oder i8 noch zu schaffen ist. Außerdem kann man die Scheinwerfer betätigen. Wunderbar. Die einzige Frage, die noch bleibt: Wozu das alles? Andererseits: hätten wir uns das schon öfters gefragt, wäre der Ottomotor wohl noch nicht erfunden …