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Halbmeilenrekord für den Huracán!

Der zweite Streich

Halbmeilenrekord für den Huracán!



Dass der Lamborghini Huracán als Performante-Version zurzeit den Nordschleifenrekord für Serienfahrzeuge hält, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, denn nun hat sich der feurige Italiener auch noch den Halbmeilengeschwindigkeitsrekord gesichert.

Text: Jakob Stantejsky



Und wer ist der Leidtragende? Ein von Alpha Logic getunter Nissan GT-R muss den Titel abgeben, sein Rekord von 399,63 km/h auf der Halbmeilenmarke hat nicht lange gehalten, schließlich wurde er erst im März dieses Jahres aufgestellt. Sagenhafte 402,77 km/h knallt der Huracán auf den Asphalt und holt sich somit den nächsten heißbegehrten Weltrekord in der Motorsportwelt. Nach der Viertelmeile hat der Lambo übrigens 302,56 Sachen draufgehabt. Selbstverständlich ist dieser Huracán auch aufgemotzt: Dank zweier Turbolader kommt die Underground Racing-Veredelung auf ca. 2.500 bis 3000 PS. Von außen merkt man ihm das kaum an, der Serienlook wurde nicht angetastet.

Hier unten gibt’s übrigens noch den alten Rekord zu sehen, falls jemand Interesse hat!


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Der Anti-Zombie-Lambo

Apokalypse mit Stil

Der Anti-Zombie-Lambo



Zombiefilme und- games gibt es mittlerweile wirklich zuhauf. In jedem davon gibt es mindestens eine Szene, in der die Helden mit einem Gefährt durch die Untotenmassen rauschen. Meist handelt es sich dabei um fette Geländewagen oder gar Panzer. Wir freunden uns jedoch gerade mit dem Anti-Zombie-Lamborghini Reventon an.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Vishal Patil



Wir geben es unumwunden zu: Es wäre praktischer, in einem Auto durch die Zombieapokalypse zu donnern, das reichlich Platz, hohe Terrainflexibilität und möglichst große Reichweite mitbringt. All das kann man Vishal Patils Spezial-Reventon leider nicht andichten. Aber immerhin wurde die Außenhaut des Konzepts zur Burgmauer umgebaut und bietet ordentlich Schutz. Auch das Maschinengewehr am Dach kann man sicherlich mal brauchen in der Rushhour auf der Tangente – äh, ich meine natürlich in einer Umzingelung durch Untote.



Der Künstler hat sich übrigens ein besonders exklusives Fahrzeug zur Veredelung ausgesucht, schließlich gibt es den Reventon nur 21 Mal auf dieser Welt und er kostet um die eineinhalb Millionen Euro. Mit zwölf Zylindern, 650 PS und einer Sprintzeit von 3,4 Sekunden von null auf hundert fährt man zweifellos jedem noch so ausgefallenen Monster davon. Und mit 340 km/h Höchstgeschwindigkeit ist man auch zügig von A nach B unterwegs. Jetzt brauchen wir nur noch einen Reventon, den wir umbauen können.

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Das Material der Zukunft von Lamborghini

Forged Composites®

Das Material der Zukunft von Lamborghini



Im neuen Video von Lamborghini wird Forged Composites® als fortschrittlichstes Material im Autobau zum ersten Mal vorgestellt, aber worum handelt es sich dabei eigentlich genau?

by Patrizia Zernatto





Kohlefaser als Grundlage:

Extremer Leichtbau und extreme Leistung verbinden sich als Forged Composites zum Spitzenreiter unter den Verbundwerkstoffen für neue Supersportwagen.

Seit 2008 entwickelte Lamborghini Forged Composites kontinuierlich und 2010 kam die Technologie erstmals beim Lamborghini Sesto Elemento, einer limitierten Serie, zum Einsatz. Das Ziel war, der technologischen Innovation der Verbundwerkstoffe einen Anstoß zu geben und sie besser als je zuvor zu machen. Zeitgleich mit der Präsentation des Huracán Performante auf dem Genfer Autosalon 2017 stellte Automobili Lamborghini auch das “Material der Zukunft” offiziell vor, mit dem der Automobilhersteller bereits den ersten Preis für technologische Innovation in der Automotive-Branche erobern konnte. Der Performante kombiniert neben aktiver Aerodynamik mit Aero Vectoring und dem neuen Set-up von Fahrwerk und Allradantrieb mit verbessertem Antriebsstrang vor allem auch besonders innovative Leichtbautechnologien. Basierend auf einem Hybrid-Chassis aus Aluminium und Carbonfaser wird die Karosserie in Aluminium in Verbindung mit dem Forged Composite ausgeführt.

„Indem wir unsere Forged Composite Materialien weiterentwickeln, können wir Komponenten herstellen, die unsere Supersportwagen sowohl in der Leistung aber auch im Design noch besser dastehen lassen“, sagte Maurizio Reggiani, Leiter der Forschung und Entwicklung von Lamborghini. „Die Fähigkeit zum vielfältigen Einsatz dieses leichten Materials wird uns in Zukunft einen Wettbewerbsvorteil geben, der nicht nur unseren Fahrzeugen, sondern auch unseren Fertigungsprozessen zugutekommen wird.”

Es handelt sich dabei um ein besonders leichtes und stabiles Material und im Gegensatz zu den üblichen CFK-Materialien, die auf langen, verwobenen Fasern basieren, besteht Forged Composites aus sehr kurzen Fasern. Durch die Verwendung geschnittener Carbonfasern in Harz erlaubt Forged Composite die Ausführung leichter, komplexer geometrischer Formen, die über die Möglichkeiten herkömmlicher Carbonfaser-Verbundwerkstoffe hinausgehen, wobei eine optimale Steifigkeit beibehalten wird. Die Produktion von Carbon-Komponenten in Forged Composite nimmt außerdem deutlich weniger Zeit in Anspruch als beim Einsatz herkömmlicher Technologien.

Als Beispiel nutzt man Forged Composite beim Performante in strukturellen Bauteilen sowie im Front- und Heckspoiler, Motorhaube, Heckstoßfänger und Diffusor. Insgesamt spart das beachtliche 40 kg ein. Lamborghini ist besonders stolz darauf, dass der Stoff dank der technischen und ästhetischen Eigenschaften nicht nur in der Automobilbranche zum Einsatz kommen kann.

Video Credit: Lamborghini

Lamborghini Aventador S

Oben ohne Traum

Mit 720 PS in den Sommer

Oben ohne Traum

Text: Maximilian Barcelli

Jeder kennt es. Ihr seid in einer hitzigen Diskussion. Vielleicht streitet ihr euch im Halbrausch mit euren Freunden über irgendein unglaublich unwichtiges Thema oder wollt euch nach dem, von der Gattin zubereitetes, Essen kurz hinlegen. Das Geschirr macht sich halt auch nicht von selbst und ehe ihr euch verseht, werdet ihr von der besseren Hälfte verbal auseinandergenommen. Wie auch immer, das Szenario sei ganz euch überlassen.

Nach einiger Zeit legt sich dann der Streit. Er ist nicht wirklich weg, sondern hängt noch in der Luft. Man kann ihn noch förmlich in den heiligen Hallen eures Ehegemaches oder in eurem Stammbeisl spüren, aber aufwärmen will man die Reiberei dann auch nicht. Was ist das schlimmste, das absolut ärgerlichste, was jetzt passieren kann? Richtig: Die Argumente, die eurem Diskussionspartner den Wind aus den Segeln genommen hätten, kommen plötzlich wie von allein. Sie schwirren in eurem Kopf herum, bereit euren Gegenüber auf den Boden der Realität zu holen und euch damit über Nachts auf die Couch zu bugsieren. Aber ihr lasst es bleiben. Nicht weil ihr nicht gerne auf der Couch schläft (wo eine Couch, da auch ein Fernseher), sondern weil der Streit eigentlich schon vorbei ist.

Sehr lange Rede, gar kein Sinn. Wieso mir das jetzt so durch den Kopf geht, kann ich euch erklären: Weihnachten ist vorbei – genau wie euer Streit. Und was ich mir wünschen möchte, weiß ich natürlich erst jetzt. Ihr erkennt die Metapher? Nicht die Beste, ich weiß. Mittlerweile ist mir aber bewusst geworden, dass ich mir als verspätetes Weihnachtsgeschenk die Produktion dieser Autos wünsche und zwar am besten noch vor dem Sommer.

Nissan GT-R Cabrio

570 Pferdestärken und eine Optik, die einem Gänsehaut beschert. 2,7 Sekunden braucht der japanische Supersportler und würdige Nachfolger des Skyline damit das Tachonadel die Hundert erreicht. Was gibt es schöneres? Eine oben ohne Version des GT-R!




McLaren 720S Cabrio

Es wird extremer. Der erst am Genfer Autosalon vorgestellte McLaren 720S leistet, man ahnt es bereits, satte 720 PS. Auch hier hat der Künstler dieser Traumwagen bereits eine inoffizielle Version mit offenen Dach visualisiert, welche dem Sommer eine sehr sportliche Würze verleiht.




Lamborghini Aventador S Cabrio

Die Aufregung um den Lamborghini Huracán Performante hat sich noch nicht gelegt, der Nordschleifen-Rekord ist noch in aller Munde und die 640 PS des brachialen Italo-Sportlers sind noch lange nicht in Vergessenheit geraten. Von einer Cabrio-Version seines Bruders, dem Aventador, lässt es sich dennoch gut träumen.


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Lautlos auf der Nordschleife

Der Tesla-Schreck in Deutschland

Lautlos auf der Nordschleife

Text: Maximilian Barcelli

Das Purzeln der Rekorde am Nürnburgring nimmt kein Ende. Kein Monat ist es her, da veröffentlichte Lamborghini das Video zur Wahnsinns-Fahrt, welche den Porsche 918 Spyder am Nürnburgring in die Schranken wies. Die Elektromobilitätsbranche lässt dies allerdings nicht so einfach auf sich sitzen und heimst mit der Publizierung des Onboard-Videos von der neuen E-Rekordfahrt ein wenig Ruhm von den Italienern ein.



NIO EP9 heißt der E-Supersportwagen, welcher gefährlich nahe an Lamborghinis 6:52,01 rankam. Das „schnellste Elektroauto in der Welt“ lieferte am 14. Oktober letzten Jahres eine Zeit, die sich sehen lassen kann. Der EP9 lauert lautlos (wie Elektroautos nun mal sind) und gefährlich abwartend etwas mehr als zehn Sekunden hinter dem Performante. 7:05,120 lautet der neue Nordschleifenrekord für Elektrofahrzeuge. Nüchtern betrachtet ist das zwar eine extrem starke Zeit, ein in der Zukunft angekommener, Tesla-fahrender Manager (muss man bei dem Preis wohl sein) weiß was E-Autos so draufhaben und das dreizehn Sekunden Rückstand auf das italienische Biest ein wenig enttäuschend sind.



Mit 1360 PS treiben den NIO EP9 immerhin mehr als doppelt so viele Pferdchen wie den Lamborghini Huracán Performante an. Vorteil des Italieners: Mit einem Gewicht von nicht einmal 1400 Kilogramm bringt er 300 Kilogramm weniger auf die Waage als der E-Supersportwagen, beim entscheidenden Leistungsgewicht hinkt der Lambo dennoch nach. Auch das maximale Drehmoment des EP9 schlägt den Italiener mit 1480 NM um Längen.



Dass man die Rekordfahrt des Elektrofahrzeuges auf Grund der Überlegenheit am Papier mit gemischten Gefühlen betrachten kann, ist nur allzu verständlich. Verstecken braucht sich der NIO EP9 aber nicht, den der Nürnburgring ist nicht die einzige Strecke, die der brachialen Gewalt des EP9 zum Opfer gefallen ist.

Auf dem Circuit Of The Americas im fernen Texas beeindruckt der Tesla-Schreck mit einer weiteren Rekordrunde – und zwar ohne Fahrer hinter dem Steuer (hier geht’s zum Artikel). Sollte sich ein fahrerloser NIO EP9 einmal auf die Nordschleife verirren, wir würden uns über ein spektakuläres Video und einen neuen Rekord freuen!


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Huracán Performante setzt neue Maßstäbe

Lamborghini: Sculpted by the wind

Huracán Performante setzt neue Maßstäbe



Der Lamborghini Huracán Performante wurde zwar erst kürzlich am Autosalon in Genf präsentiert, doch pulverisierte er bereits die bisherige Bestzeit für Straßenwagen auf der Nürburgring-Nordschleife.

by Patrizia Zernatto

Weil der Lamborghini Huracán noch nicht scharf genug war, legten die Italiener noch einen Zacken zu und gehen nun mit dem Huracán Performante an den Start. Ein Meisterwerk auf vier Rädern, das seinesgleichen sucht. Nicht nur sprichwörtlich, sondern auch auf der Rennstrecke. Gefunden hat es das 640PS Monster allerdings nicht mal am Nürburgring, denn dort wurde ganz einfach so ein neuer Rundenrekord auf der Nordschleife aus dem Ärmel geschüttelt.

00:06:52:01 – Wie er das schaffte und ob man da nicht doch ein wenig getrickst hat? Aber nicht doch, die Italiener haben auch ihren Stolz. Alles ging mit rechten Dingen zu und ist in den Telemetrie-Daten des Rekordlaufes genau nachzulesen. Selbst bei den Reifen (Pirelli Trofeo R) auf den 20 Zoll großen Leichtmetallfelgen kann man nicht meckern, denn auch die sind auf der Extra-Liste des Performante und stehen gegen einen Aufpreis zur Verfügung. Damit man jedoch eine Rekordzeit wie diese erfährt, muss der Zweisitzer ein wenig mehr bieten, als einen Satz neuer Reifen. Der Einsatz von Kohlefaserlaminat in den Bauteilen, wie Front- bzw. Heckspoiler, Motorhaube, Heckstoßfänger und Diffusor führen zu einer Gewichtsreduzierung von ganzen 40 Kilogramm. Im Leergewicht bringt er so gerade mal 1.382 Kilo auf die Waage. Der 5,2 Liter V10 legte dafür 30 PS zu und liefert jetzt 640 Pferde und 600 Nm Drehmoment. Das sind 2,16 kg pro PS. Wer den Sprint auf Marke 100 innerhalb von 2,9 Sekunden zurücklegt und selbst die 200km/h in nur 8,9 Sekunden erreicht, der hat wirklich Anrecht auf einen solchen Rekord (im Detail hier nachzulesen).

Auch der Allradantrieb sowie ESP und das Fahrmodi steuernde Anima-System wurden neu kalibriert. Im Corsa (Rennstrecken) Fahrmodus konzentriert sich alles auf höchste Performance und Handling. Dieser einzigartige Lamborghini bekam außerdem ein härteres Fahrwerk und die Querstabilisatoren treffen auf steifere Lenkerbuchsen, auch Lenkung und Aerodynamik wurden überarbeitet. Die serienmäßig elektromechanische Servolenkung kann aber auch gegen die Lamborghini Dynamic Steering ausgetauscht werden. Zur weiteren Verbesserung der Aerodynamik wurde im Performante das Aerodinamica Lamborghini Attiva (kurz ALA und italienisch für Flügel) System verbaut. Damit erfährt das Fahrzeug eine aktive Verteilung der aerodynamischen Last für schnelle Kurven, sicheres Bremsen oder reduzierten Luftwiderstand.


I am the wind.

Doch nicht nur die Leistung wurde im Performante für die Rennstrecke optimiert, auch optisch wurde der rassige Supersportler noch weiter getrimmt. Man erkennt sofort den neuen Frontsplitter und den riesigen Spoiler am Heck, aber auch das Diffusordesign wurde neu überarbeitet. Im Inneren wird der Fahrer über ein digitales Kombiinstrument auf dem Laufenden gehalten und dank Apple Car Play kann man über das Smartphone ganz bequem seine Telemetrie-Daten auswerten lassen, nur für den Fall, dass man den Rundenrekord noch weiter nach unten treibt.

Dunkles Alcantara Leder ziert den Innenraum, der vor allem auf Racing ausgelegt ist, doch wer es ein wenig gemütlicher möchte, der kann die serienmäßigen Sportsitze gegen einen Aufpreis auch gegen Komfortsitze austauschen, doch ganz ehrlich, wegen des Komforts kauft sich kaum jemand einen Lamborghini.

Ab Mitte 2017 sollen die ersten ihrer Art den Besitzer wechseln, allerdings nur, wenn man knapp 200.000 Euro (vor Steuern) auf der hohen Kante liegen hat.



Photo & Video Credit: Lamborghini

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Kampf der Titanen

Kampf der Titanen

Tesla gegen alle

Text: Maximilian Barcelli

Man könnte vermutlich Stunden, wenn nicht sogar Tage über Elektromobilität diskutieren (oder streiten). Ist es tatsächlich schon an der Zeit, sich einen Leaf zuzulegen oder doch noch etwas warten? Werden einzig und allein Elektrofahrzeuge in der monoton wirkenden Zukunft gefahren oder wird es immer einen Teil in der Gesellschaft geben, der einen guten alten Benziner bevorzugt, selbst wenn dieser nur noch illegal am Schwarzmarkt erhältlich ist?

Worüber man aber ganz und gar nicht streiten, äh, diskutieren muss, ist, dass E-Fahrzeuge, um es verallgemeinert zu sagen, eine unglaublich starke Beschleunigung haben. Soll nicht heißen, dass der 170 PS starke i3 den neuen Hurácan Performante zum Frühstück verspeisen würde, aber bei zwei ähnlich starken Fahrzeugen, da schenkt der Elektromotor dem Verbrenner in der Norm ordentlich ein.

Dass E-Fahrzeuge eine so absurde Beschleunigung haben liegt daran, dass sie bei geringen Drehzahlen, im Gegensatz zum Benziner oder Diesel, fast ihr vollständiges Drehmoment ausschöpfen können. Ein Elektroauto bringt also seine Pferdchen von Anfang an auf den Asphalt, ein Verbrenner braucht dazu schon eine höhere Drehzahl.

Mit diesem Backgroundwissen könnt ihr euch jetzt ganz entspannt dem folgenden Video hingeben und versteht nun auch, weshalb der P100D anfangs sämtliche Supersportwagen zurück in die Wüste schickt, nach einigen Metern allerdings seine Grenzen aufgezeigt bekommt.


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Nordschleife: Italien vs. Deutschland

Neuer Nordschleifen-Rekord

Italien vs. Deutschland

Text: Maximilian Barcelli

Der Nürnburgring. Legendär, wie kaum eine andere Rennstrecke hat sich dieser durch diverse spektakuläre Crashvideos in der digitalen Welt zum Youtube-Hit gemausert. Videos, welche die verrücktesten Fahrzeuge auf der Nordschleife zeigen (vom Autobus bis zum DHL-Lieferwagen – hier ist alles vertreten) leisten ebenfalls ihren Beitrag.



Der König der Nordschleife

Einen ganz besonderen Stellenwert auf der 20 Kilometer langen Strecke hat Porsche. Seit 1983 halten die Zuffenhausener mit einer Zeit von 6:11,13 den Streckenrekord, 2013 legten sie noch einen drauf und holten sich mit dem 918 Spyder die schnellste, mit einem straßenzugelassenen Auto, gefahrene Zeit. Eine Machtdemonstration sondergleichen, welche Porsche am nur wenige hundert Kilometer vom Heimatstall entfernten Nürnburgring an den Tag legt.

Aventador für Arme? Von wegen!

Ruhm währt allerdings nicht ewig und es kam, wie es kommen musste. Wie schon bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 machten 10 Jahre später wiedermal die Italiener den Deutschen einen Strich durch die Rechnung. 6:52,01 lautet der neue Streckenrekord. Aufgestellt wurde dieser vom neusten Supersportwagen aus Sant’ Agata Bolognese, dem Lamborghini Huracán Performante. Mit nur einem einzigen Versuch und einem Zeitfenster von lediglich 15 Minuten (sprich Reifenaufwärmen und eine Runde fahren) pulverisierte Marco Mapelli die Bestzeit der Deutschen und zeigt der Welt, was der Huracán so in petto hat und dass dieser alles andere als ein billiger Abklatsch des Aventador ist.



Vorfreude

Aufgestellt wurde der Rekord schon im Oktober letzten Jahres, dass das Video allerdings erst jetzt publiziert wurde hat vermutlich marketingtechnische Gründe, denn der neue Stier wird diesen Monat am Genfer Autosalon der Öffentlichkeit präsentiert. Nur logisch also, dass Mapelli den Performante während seiner Rekordfahrt noch im Tarnanzug über die Nordschleife jagte. Wir dürfen angesichts des neuen Rekordes gespannt sein und freuen uns schon auf die Präsentation des neuen Königs der Nordschleife.


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Hilfe, mein Lambo brennt ab!

Hilfe, mein Lambo brennt ab!

Euer Aventador ist in Gefahr



Wir alle genießen es, morgens in unseren Aventador einzusteigen und gemütlich zur Arbeit zu rasen. Doch aufgepasst! Wenn euer Modell zwischen 2012 und 2017 vom Band gelaufen ist, dann begebt ihr euch bei jeder Ausfahrt in Lebensgefahr. Schuld daran ist allerdings nicht euer massiver Gasfuß, sondern ein Konstruktionsfehler, der Lamborghini jetzt zum Rückruf zwingt.

Text: Jakob Stantejsky



Italiener sind heißblütig und feurig – das spiegelt sich auch in ihren Autos wider. Der Lamborghini Aventador schickt sich nun an, das italienischste Auto überhaupt zu werden, denn er hat ein on-fire-Feature. Beabsichtigt war das offenbar jedoch nicht, weshalb ungefähr 5.900 Stiere zur Kur in den Stall zurückgerufen werden. Das Problem liegt dabei im sogenannten EVAP(Evaporative Emission Control)-System: Wenn der Tank zu gut befüllt ist, kann flüssiges Benzin in dieses gelangen und sich dort unter Umständen entzünden. Außerdem kann auch eine zu berherzte Fahrweise zum Schwappen des Treibstoffs führen, der sich dann in unerwünschte Regionen vorwagt. Befindet sich hier Benzin, entweichen entflammbare Gase, die eure Spazierfahrt besonders heiß gestalten.

Was mich wundert, ist die Tatsache, dass man erst nach fünf Jahren auf diesen Defekt kommt. Ganz ehrlich, wir peitschen unsere Aventadors doch immer mit vollem Karacho durch die Gegend, da führt der Tankinhalt doch Saltos im Sekundentakt auf. Wie auch immer, betroffen sind ALLE Aventador-Varianten aus dem erwähnten Zeitraum, also auch der Aventador S, der Aventador Superveloce und sogar die 13 handverlesenen Veneno. Keinem von uns Lamborghini-Besitzern bleibt die (behutsame) Fahrt zur Werkstatt also erspart. Immerhin wird die Reparatur nichts kosten, da freut sich das Börserl. Wobei, uns, die wir einen Lamborghini Aventador besitzen, ist Geld ja sowieso wurscht. Oder?


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Der Lamborghini Urus

Wenn der Stier zum Ochsen wird

Der Lamborghini Urus



Jahrelang wissen wir alle schon, dass der Urus kommen soll. Wir wissen auch schon, wie er ausschauen soll – ziemlich lässig, gelinde gesagt. Aber einen Erscheinungstermin suchen wir leider bisher vollkommen vergebens. Nun tut sich aber etwas an der Lamborghini-Front und wir merken gespannt auf: Im April wird der Urus endlich vom Band laufen. Und danach kommt er hoffentlich auch irgendwann auf den Markt.

Text: Jakob Stantejsky



Porsche hat es mit dem Cayenne vorgemacht und großen Erfolg gefeiert, Lamborghini zieht nun bald nach: Sportwagenhersteller wagen sich in letzter Zeit vermehrt ins SUV-Gebiet vor. Doch für die Herren aus Italien ist das durchaus kein Neuland, produzierte Lamborghini doch schon einmal den LM002 – ebenfalls ein geländetaugliches Fahrzeug. Außerdem hat die Marke ihre Wurzeln, wie jeder weiß, im Traktorgeschäft, da passt solch ein wuchtiges Gefährt natürlich gut ins Portfolio.

Ur-Rind als Pate

Zurück zu den bäuerlichen Ursprüngen geht es auch bei der Namenswahl des Urus: Denn statt berühmten Kampfstieren steht der Auerochs (lat.: urus) Pate. Obwohl uns die Überlegung dahinter natürlich einleuchtend erscheint, kommen wir nicht ganz umhin, den Vergleich ein wenig unpassend zu finden.

Weil an Dynamik und Spaß denken wir nicht direkt, wenn wir uns einen Auerochsen vorstellen. Wir bleiben dennoch zuversichtlich und vertrauen Lamborghini, dass sie einen ganz besonderen SUV auf den Markt bringen werden, der uns sicherlich begeistern wird.



Mit Daten können wir aufgrund von Lamborghinis Schweigsamkeit nicht um uns werfen, doch wir geben euch gerne alles, was wir haben. Bekannt ist zum Beispiel zurzeit, dass der Urus einen 4 Liter Achtzylinder unter der Haube haben wird, der auch eine Turboaufladung besitzt. Außerdem wird es auch einen Plug-In Hybrid-Auerochsen geben, ein Novum bei Lamborghini.

Davon abgesehen können wir lediglich noch festhalten, dass wahrscheinlich um die 3500 Stück pro Jahr gebaut werden sollen, genau wie beim Huracán und beim Aventador. Davonfahren wird der Urus den Beiden sicher nicht, aber ein Alltags-Lambo wär doch auch mal was Feines. Also los, beginnt zu sparen!