Ein Unikat!

Der Lamborghini SC18 Alston

Ihr alle habt den ohnehin schon nicht allzu zahmen Lamborghini Aventador SVJ wohl noch im Kopf. Der Superveloce Jota ist sogar für einen Lambo verdammt böse. Doch bei der Squadra Corse, der Rennsportabteilung der Italiener, geht noch mehr. Deshalb bringen sie nun ein monströses Unikat heraus, das gleichzeitig das allererste Straßenmodell der Abteilung ist: Den Lamborghini SC18 Alston.

Text: Jakob Stantejsky

V12. 6,5 Liter. 770 PS. 720 Nm Drehmoment. Diese Zahlen kennt ihr vielleicht noch aus dem Aventador SVJ und sie haben sich im SC18 Alston nicht verändert – reicht ja auch so aus, der Spaß. Natürlich haben die Ingenieure der Squadra Corse aber auch einiges verändert und -bessert. Das sequentielle Sechsganggetriebe wurde nochmals optimiert, der SC18 Alston verfügt über ein eigenes Telemetriesystem und die Pirelli P Zero Corsa-Reifen, die vorne auf 20- und hinten auf 21-Zöllern mit Zentralverschlüssen kleben, wurden extra für das Ungetüm aus Sant’Agata Bolognese entwickelt. Klingt eigentlich alles nicht so sehr nach Alltagstauglichkeit, oder? Besonders gemütlich fährt es sich im SC 18 Alston auch sicher nicht, aber man könnte, wenn man wollte! Denn wie schon erwähnt bekommt der Bolide als erstes Modell der Squadra Corse eine Straßenzulassung. Sehen wird ihn wahrscheinlich trotzdem kaum jemand jemals – schließlich handelt es sich um ein Unikat.

Schade eigentlich, denn für ihr Sondermodell haben die Designer bei Lamborghini noch tiefer als sonst in die Dramatik-Trickkiste gegriffen. So klaffen in der Motorhaube zwölf Löcher, durch die der Saugmotor seine Luftzufuhr erlangt, der Heckspoiler sitzt auf drei Säulen und die Karosserie besteht komplett aus Karbon. Dazu noch eine besonders aggressive Front, einen gigantischen Diffusor und dreieckige Endrohre – fertig ist ein Straßenfahrzeug, das nun endgültig eher nach Kampfjet ausschaut. Und sich sicher auch so fährt. Aber auch das werden wir leider nie selbst erleben können.