Kurz und knapp erklärt!

Der Wankelmotor und seine Schwächen

Der Wankelmotor ist längst als Kultobjekt anzusehen. Allerdings gibt es ein paar Probleme mit ihm, die schlussendlich sein Ende besiegelten. Welche das sind, erklärt uns der begabte YouTuber von Engineering Explained.

Von Karl Jereb

Viele von uns Fahrzeugliebhaber ehren den Wankelmotor, der seinen Namen dem lieben Herren Felix Wankel verdankt. Die muntere Drehfreude, der kernige Sound und Mazdas scheinbar ungehemmter Wille, den Rotationskolbenmotor am Leben zu erhalten machten ihn definitiv zum Kultobjekt. Doch so schön seine Existenz auch sein mag, es gibt ein paar Probleme mit ihm. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Motoreneffizienz immer wichtiger wird und der Ruf nach Elektromobilität immer lauter. Problem Nummer eins: Der Wankelmotor schluckt wie Sau! Durch seine eigens geformte Verbrennungskammer, passiert es häufig, dass der Treibstoff nicht verbrannt, also ungenutzt, wieder beim Auspuff hinausrinnt, was der Effizienz immens schadet. Nummer zwei: Das Öl wird direkt in die Verbrennungskammer geleitet, was, in Verbindung mit dem verschwendeten Treibstoff, wieder gegen die Wirtschaftlichkeit spricht. Im Video erklärt der Ingenieur, dass ein nahezu ident motorisierter VW Golf GTI im Vergleich zum mit dem Wankelmotor ausgestatteten Mazda RX-8 um 55,5% weniger Treibstoff benötigt. Das hängt zwar einerseits mit der Tatsache zusammen, dass der Golf über Frontantrieb verfügt und damit von Haus aus weniger Reibungskraftverlust zu verzeichnen hat, als der RX-8 mit Hinterradantrieb. Andererseits allerdings mit dem effizienteren Verbrennungsmotor. Doch Mazda gibt nicht auf, denn bereits diesen Oktober soll ein neu überarbeitetes Konzept des Wankelmotors mit dem Namen SkyActiv-R zum Einsatz kommen. In welchem Modell ist noch nicht bekannt, denn der RX-Vision dürfte wohl so nicht auf den Markt kommen, doch die Wiederauferstehung des Wankelmotors ist gewiss!

Bild&Video: YouTube