Ferrari Liberty Walk Umbau

Fender Flares und Flex

Sieht fett aus, so ein Ferrari Liberty Walk Umbau – keine Frage. Dazu braucht man aber echte Härte. Dieser Mann hat sie. Er muss sich zwar zuerst ein bisschen Mut anfuttern, aber danach zieht er es durch. JP, ein Ferrari und eine Flex.

Der Kunde ist König. Das sieht auch Jean-Pierre Kraemer, Fernsehkasperl in der Serie „PS Profis“ und Tuning-Chefauskenner, aus dem deutschen Ruhrpott so. Seine Firma in Dortmund freut sich über regen Kundenandrang und die Aufträge nutzt der clevere Geschäftsmann gleich als Werbung, mit Social Media Aktivitäten in exakt auf das Zielpublikum zugeschnittenem Format. Frei Schnauze fachsimpelt JP über Ladeluftkühler und den Katalysator mit der bahnbrechenden 1-Zellen Technologie (eine schöne Umschreibung für eher nicht straßenzugelassene Auspuffanlagen) und sorgt damit für tausende schmunzelnde YouTube-Zuseher.

Freund der Trennscheibe

JPs Arbeit und die daraus resultierenden Videos sind aber nicht nur unterhaltsam, Herr Kraemer weiß in der Regel, was er macht – nur beim neuesten Kundenprojekt scheint er (voller Berechtigung) mit dem Auftrag ein wenig zu hadern. Der neueste Schrei in der Tuningwelt ist ein exorbitant teurer Liberty Walk Umbau. In erster Linie kosten die Teile der japanischen Firma richtig Asche, andererseits bedarf es gnadenloser Vorarbeit – die sich auch beim besten Willen nicht mehr zurückrüsten lässt. Für die „dicken Backen“ in rustikaler Anschraub-Optik muss das Radhaus ausgeschnitten werden. Einiges an mentaler Vorbereitung (und ein McDonalds Menü) ist nötig, dass man das übers Herz bringt. Schlussendlich: JP machts, denn der Kunde ist König. Die Flex fährt durchs Blech, das Ergebnis sieht vorerst verheerend aus. Hat das wirklich ein Autofreund in Auftrag gegeben? Wir sind gespannt wie der Ferrari ausssieht, wenn das Projekt abgeschlossen ist.