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GM Firebird III – Gasturbine der 50er

Gasturbine der 50er

GM Firebird III

Der GM Firebird III war, wie der Name schon erahnen lässt, der dritte Versuch von General Motors, ein Fahrzeug mit Turbinenantrieb auf die Räder zu stellen. Eine Serienproduktion gab es nie! Das Promotionvideo ist allerdings ein Sahnestück.

Von Karl Jereb

Der GM Firebird III sollte hauptsächlich als Versuchskaninchen herhalten. Genau wie seine Vorgänger, Firebird I und Firebird II, sollte es mit ihm gelingen, neue, breitenwirksame Technologien zu entwickeln, um erstens den Konzern zu stärken und zweitens die Öffentlichkeit auf andere Wege der Fortbewegung hinzuweisen. Das Konzept ging nicht auf! GM hörte mit der Firebird-Serie zur Entwicklung neuer Antriebsstränge auf und die Welt entdeckte den gasbetankten Turbinenantrieb als unnötigen Risikofaktor. Dabei war der Firebird III ein wunderbares Vehikel ohne Lenkrad und Pedale. Stattdessen erfolgte die Lenkung, Beschleunigung und Bremsung des Fahrzeugs mithilfe eines Joysticks aus dem Luftverkehr. Doch es geht noch erstaunlicher: das Turbinenauto verfügte sogar über eine Art selbstfahrende Funktion. Mit ihr konnte man sich vergnüglich hinlegen und warten bis das Ziel der Geraden erreicht war. Außerdem gab es im 58er GM Firebird III schon eine frühe Version des Tempomats. Heureka! Die Ingenieure dachten wohl, dass es bereits wenige Jahre nach der Produktion des Prototyps selbstfahrende Autos geben wird. Und nun, 57 Jahre später dürfen wir immer noch selbst steuern. Glücklicherweise!

Bilder: GM Video: YouTube

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