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Das S steht für Sport

Jeweils sechs Zylinder und exakt 510 PS. Allradantrieb und acht Gänge. Außerdem werden Ihre Kinder Sie hassen und der Tankwart Sie lieben. Zwei Autos, die viele Gemeinsamkeiten teilen. Und trotzdem sind ihre Charaktere komplett unterschiedlich. Der ­WIENER verrät, welcher Klimakiller besser zu Ihrer narzisstischen Persönlichkeit passt!

Text: Maximilian Barcelli, Jakob Stantejsky, Fotos: Eryk Kepski

Wer zu viel grübelt, erleidet eher eine Depression. Meinen zumindest allerlei Studien. Also hören Sie auf, darüber nachzudenken, ob es wirklich Sinn macht, ein Auto höher und komfortabler zu gestalten, nur um es dann im nächsten Schritt wieder tiefer und sport­licher auszulegen. Steigen Sie einfach ein. Treten Sie das Gaspedal durch. Und lassen Sie sich Ihr ­Gehirn so gewaltig gegen das Os occipitale katapultieren, das es für einen Moment den auf der Rückbank sitzenden, gerade von der Klimademo kommenden Nachwuchs vergisst, der sich darüber echauffiert, dass es kein Nissan ­Leaf geworden ist. Zumindest wollte er das, nur ist ihm die Luft zum Atmen und Echauffieren gerade ausgegangen. Willkommen im Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio. Und willkommen im BMW X3 M Competition! Absurd beschleunigen können nämlich beide. Sollten Sie allerdings keine 241.243 Euro auf der hohen Kante haben (so viel kosten die zwei zusammen, jeweils in der Basis versteht sich), muss zugunsten eines Power-SUVs eine Wahl gefällt werden. Denn nur ­eine kann Germany’s oder Italy’s Next Topmodel werden. Wir geben da eine kleine Entscheidungshilfe, versuchen, quasi in die High-Heels-­Stapfen von Heidi Klum zu treten. Und falls Sie sich so wie wir weder das eine noch das andere Gefährt leisten können, bieten die nächsten Seiten immerhin viel Platz zur Träumerei. Oder sollten Sie zur FFF-Fraktion gehören: zur Albträumerei.

Worauf also achtet der Otto Normalverbraucher, der sich ein Auto um einen sechsstelligen ­Betrag anschafft, aber nicht weiß, welches? Laut einer Mobilitäts­studie von 2019 sind Umwelt­eigenschaften und Verbrauch für 91 Prozent ein wichtiger Kaufaspekt. Damit landet dieses Kriterium auf Platz drei, gleich hinter dem Anschaffungspreis (ups!). Es wird außerdem kein Zufall sein, dass es ausgerechnet Otto NormalVERBRAUCHER heißt. Also: Während sich der BMW X3 M offiziell 10,5 Liter genehmigt (ups!), genügen dem Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio schon 9,8 Liter (ups!) pro 100 Kilometer. Sollte man also zum heißblütigen Italiener greifen? Der Umwelt zuliebe? Ein deutliches Nein kommt da vom Innenraum.

Denn all der italienische Charme, den der FCA-Sprössling in seinem Interieur versprüht, erinnert eher an Fiat denn Ferrari. Vielleicht nicht auf den ersten Blick, wenn man noch über die vielen Karbon-Applikationen und roten Ziernähte staunt. Aber spätestens beim zweiten Hinschauen fallen viele Plastikoberflächen, mittelmäßig verarbeitete Schalter und generell ein chaotischer Materialmix unangenehm ins Auge. Im Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio stecken Leder, Alcantara, Karbon und Plastik allein schon im recht dürren Lenkrad. Das ist weniger cool und abwechslungsreich, als es zusammengestöpselt wirkt. Fast so, als hätte man die übriggebliebenen Schnipsel der Ferrari-Produktion verwertet. Und das gilt leider für das gesamte Cockpit. Der Infotainmentscreen hat einem Fiat Tipo nicht besonders viel voraus (was sich beim kürzlich erfolgten Stelvio-Facelift wohl geändert haben dürfte), die Bedienlandschaft sollte eindeutig aufgewertet werden, jedoch verkommt auch das zum Stückwerk. Auch bei den großteils analogen In­strumenten sorgt weniger ein extravagantes Design für Hochgefühle, diese Aufgabe bleibt dem umso rasanteren Wirbeln der Tachonadeln vorbehalten.

Die Anzeigen hinter dem Lenkrad sind lange nicht so digital durchdesignt und wandelbar wie im BMW X3 M Competition. Der bietet in bester Münchner Manier natürlich einen fetten Lederpolster als Lenkradkranz – auch nicht ­jedermanns Sache, aber definitiv wertiger als Alfas Lösung. Das trifft auch auf den Rest des Interieurs zu, aber die ganz gewaltige Welle an Adrenalin löst auch der Innenraum des X3 M Competition nicht aus. Zu sehr gleicht er dem eines jeden anderen BMWs, abgesehen von den roten M-Schaltern am Lenkrad und dem Sport-Automatikwählhebel. Die große sportliche Emotion kommt hier nicht auf, dafür ist allerdings jedes Fitzelchen vom Feinsten. Wo der Stelvio Quadrifoglio als roher, etwas unausgewogener Racer auftritt, zeigt sich der X3 M Competition eher als Luxuswalze mit Extremsportansprüchen. Und in Letzterer lebt es sich einfach schöner.

Doch kommen wir zu dem, was wirklich zählt: Nämlich, wie man von außen in den brutalistischen SUVs aussieht. Hier geht der Sieg nach Punkten zweifellos und eindeutig an den Alfa, dessen feuriges Design eine Gefahr für die Nackenmuskulatur aller glotzenden, sich verrenkenden Passanten darstellt. Der stechend scharfe Blick lässt die Knie weich werden, die verführerisch geschwungenen Flanken stellen die Willenskraft des Beobachters auf eine harte Probe, und das Hinterteil mit den beiden leicht schräg stehenden Doppelendrohren bricht selbst den hartgesottensten Asketen. Die genialen Kleeblattfelgen benetzen den feuchten Traum noch weiter. Der BMW X3 M Competition hingegen … ist halt ein BMW X3, verziert mit den üblichen M-Insignien und -Anbauten. Schaut knackig aus, keine Frage. Aber von der ­Naturgeilheit des Stelvio Quadrifoglio ist er so weit entfernt wie Rammstein vom Neujahrskonzert.

Und das gilt nicht nur fürs Design. Klar schiebt auch der BMW X3 M Competition absurd nach vorne. Wenn der Marschbefehl an den drei Liter großen Reihensechszylinder, der von zwei Turbos befeuert wird, gegeben wird, wuchtet sich das Power-SUV in nur 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Dazu serviert die M GmbH einen heckbetonten Allradantrieb sowie ein Hinterachs-Differential. Das Ergebnis: Der Hintern ist so verspielt wie ein aufgeregter, 510 PS starker Welpe, den Sie hobbymäßig quälen, weil Sie ja ein SUV fahren und folglich ein schlechter Mensch sein müssen.
Trotzdem: Was der Alfa abliefert – Mamma Mia! Familie und Freunde? Nächstenliebe und Gesundheit? Den Stelvio Quadrifoglio von 0 auf 100 km/h und gerne darüber hinaus durchladen – das ist pures Glück! Dabei geht es gar nicht um die drei Zehntel, die er dem Münchner beim Paradesprint am Papier abnimmt. Und genauso wenig geht es um die famosen 7:51,7 Minuten, in denen der Alfa die Nordschleife bezwang. Vielmehr schärft dieses Auto seine Persönlichkeit über den unfassbaren Fahrspaß, den es generiert. Über dieses hochemotionale, leidenschaftliche Fahrerlebnis.

Wenn etwa bei Volllast der nächste Gang mit den hochwertigen Aluminium-Paddles angeordnet wird, die so groß wie die Ohren des Bundeskanzlers sind, schnalzt die Automatik diesen mit der Wuchtigkeit einer Klitschko-Rechten rein. Dazu tönt es so betörend aus den Auspuffen, Pavarotti wäre vor Neid erblasst. Hochschalten wird mit einem Feuerwerk aus den Endrohren quittiert, so als würde es diese in tausend Einzelteile ­zerfetzen. Und wir waren eben nur am Beschleunigungsstreifen! ­Spätestens auf der kurvigen Landstraße, wenn die Lenkung ihre Phil Taylor’sche Präzision, die Bremsen ihre Bissig-, der Allradantrieb ­seine Hecklastigkeit und der Motor seine unmittelbare Gasannahme ausspielen, verfällt man dieser italienischen Schönheit vollends. Es ist ein bissel wie Ferrarifahren – nur eben ein Stockwerk höher. Was eigentlich nicht wundern sollte: Der 2,9-Liter-V6 wird schließlich vom V8 aus Maranello abgeleitet. Weshalb auch die Zylinderbänke im ungewöhnlichen 90-Grad-Winkel zueinander stehen – mitunter ein Grund, warum dieses Triebwerk so charakteristisch klingt.
Komplett vergessen macht das den verbesserungsdürftigen Innenraum aber nicht. Letztendlich müssen Sie selbst entscheiden, wo Ihre Prioritäten liegen. Der BMW X3 M Competition ist ohne Frage der bessere Daily Driver. Der Alfa kann im Alltag nerven, dafür ist das Fahrerlebnis unglaublich intensiv, der Motor eine Wucht, und der Sound zaubert Kindern ein Lächeln ins Gesicht – wenn auch nicht Ihren eigenen. Kurz gesagt: Der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio schürt das Feuer der Leidenschaft stärker, doch der BMW X3 M Competition wird Sie seltener zur Weißglut bringen.

Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio
Hubraum: 2.891 ccm
Leistung: 510 PS
Verbrauch: 9,8 Liter
Drehmoment: 600 NM / 2.500 U/min
Beschleunigung: 0–100: 3,8 s
Spitze: 283 km/h
Gewicht: 1.830 kg
Preis: ab 118.700 Euro

BMW X3 M Competition
Hubraum: 2993 ccm
Leistung: 510 PS
Verbrauch: 10,5 Liter
Drehmoment: 600 NM / 2600 U/min
Beschleunigung: 0–100: 4,1 s
Spitze: 285 km/h
Gewicht: 1.970 kg
Preis: ab 122.543 Euro
(inkl. Competition-Paket)

Facelift für die Quadrifoglio-Modelle bringt was Grünes

Nachdem Alfa Romeo Giulia und Stelvio vor wenigen Monaten geliftet wurden, ziehen nun die sportlichen Quadrifoglio-Versionen nach.

Text: Maximilian Barcelli

Besonders erfreut uns am Update aber nicht, was neu ist, sondern was bleiben durfte – allen voran der großartige 2,9-Liter-V6-BiTurbo. Das Triebwerk stammt vom V8 der Konzernschwester Ferrari ab, weshalb auch die beiden Zylinderbänke in einem unüblich großen Winkel von 90 Grad zueinander stehen.

Das sorgt für einen rauen, charakteristischen und vor allem großartigen Sound. Der V6 erwirtschaftet unverändert fette 510 PS und 600 Nm. Weiterhin fett sind auch die hochwertigen Aluminium-Paddles, die richtiges Rennfeeling vermitteln. Etwas aufgefrischt wurde das Lenkrad.

Weniger euphorisch blicken wir auf die Neuerungen des Facelifts: Dass Giulia und Stelvio Quadrifoglio jetzt autonomes Fahren auf Stufe 2 beherrschen und über ein moderneres Infotainmentsystem verfügen, ist zwar schön, bringt unser Blut aber nicht vollends in Wallung.

Was unser Blut hingegen in Wallung versetzt, sind die beiden neuen Lackierungen. Dieses Grün, „Verde Montreal“, sieht einfach nur fantastisch aus! Der Farbton soll eine Hommage an den Alfa Romeo Montreal darstellen, der vor genau 50 Jahren präsentiert wurde.

Von der zweiten Farbe hat Alfa leider keine Bilder zur Verfügung gestellt – zumindest nicht bei den neuen Quadrifoglio-Modellen. „Ocra GT Junior“ ist allerdings auch für die zivileren Giulia und Stelvio zu haben – und schon dort sieht diese Lackierung richtig scharf aus. Noch umwerfender wird der ockerfarbene Ton an den Quadrifoglio-Modellen aussehen. Design kann Alfa eben!

Abgesehen von den Lackierungen erkennt man den Jahrgang 2020 an – der Facelift-Klassiker – den abgedunkelten LED-Heckleuchten. Oder an den Endrohren mit Carbonverkleidung. Die stellen nämlich das Finish der neuen, optionalen Titan-Auspuffanlage von Akrapovič dar.

Mehr von den Quadrifolgio-Modellen von Afla?

Hier geht’s zum Giulia Quadrifoglio-Test – am klatschnassen Red-Bull-Ring!

Hier geht’s zum Stelvio Quadrifoglio-Fahrbericht!

Alfa teast etwas verdammt Scharfes für Genf an

Der Genfer Autosalon dient alljährlich als Schauplatz für diverse spektakuläre Enthüllungen vom Elektroflitzer bis hin zum Hypercar. Alfa Romeo dürfte dieses Jahr etwas vorstellen, dass eindeutig eher in letztere Kategorie ausschlägt.

Text: Jakob Stantejsky

Bevor ihr weiterlest, klickt unten mal auf das Video. Denn viel mehr als ihr dort erfahrt, wissen wir auch nicht. Noch nicht. Denn zu sehen ist eigentlich nichts, doch zu hören umso mehr. Ein offensichtlich sehr sportlich ausgelegter Motor dreht hoch und heult inbrünstig auf. Zu lesen ist außerdem: „A momentous comeback – Geneva International Motor Show“. Wir bekommen also definitiv etwas geboten im März.

Teaser GimsSwiss.

🔈sound onSee you at #GIMSSWISS.

Gepostet von ALFA ROMEO am Samstag, 22. Februar 2020

Was hinter all der Geheimnistuerei steckt, ist derzeit (natürlich, sonst wäre das Ganze ja grober Unfug) noch unbekannt. Einerseits gab es vor nicht allzu langer Zeit Gerüchte um einen Nachfolger für den Alfa Romeo 8C, im November letzten Jahres hieß es aber wieder, dass diese Pläne gestorben seien. Andererseits munkelte man auch über einen sogenannten GTV, der ein völlig neuer Supersportler sein sollte. Ganz oben seht ihr eine Teaserskizze, die diesbezüglich letztes Jahr geleakt wurde. Und zu guter Letzt hört man derzeit auch von einer Giulia, die noch stärker als die Quadrifoglio sein und auf den Namen GTA hören soll. Welches der drei Vehikel, beziehungsweise ob überhaupt eines davon Realität wird, erfahren wir nächste Woche in Genf.

Die Alfa Romeo Giulia wird zum Elektro-Monster

Die Giulia ist sowieso schon eine Schönheit zum Niederknien. Als Quadrifoglio mutiert sie dann auch noch zum Vollblutboliden. Und als ETCR wird sie bald zur Elektro-Bestie.

Text: Jakob Stantejsky / Foto Header: Romeo Ferraris

Von der ETCR haben wir euch schon einmal erzählt. Ab 2020 werden sich in der Rennserie elektrische Tourenwagen miteinander messen und um den Titel kämpfen. Romeo Ferraris aus Monza, Italien hat nun die Alfa Romeo Giulia umgebaut und statt 510 Benzin-Pferden in der Quadrifoglio leistet die E-Giulia nun 402 PS kontinuierlich und bis zu 671 PS im Boost. Diese rohe Gewalt wird über ein Einganggetriebe an die Hinterachse geschickt, damit auch echtes Sportwagenfeeling aufkommt. Angesichts der wirklich ansehnlichen Boliden, die sich bisher für die E-Rennserie angemeldet haben, blicken wir recht optimistisch auf das kommende Jahr. Denn auch wenn der Sound fehlt, diese knackigen Racer versprechen doch verdammt scharfe Action. Wir wünschen dem Team von Romeo Ferraris jedenfalls nur das Beste!

Fotos vom serienreifen Alfa Romeo Tonale geleakt

Als Alfa Romeo am Genfer Autosalon dieses Jahr das Tonale Concept vorstellte, machte sich vielerorts Optimismus breit. Schließlich gehen Crossover derzeit bei allen Herstellern ganz gut und gerade einer designfokussierten Marke wie Alfa kann man in diesem Segment einen sexy Beitrag zutrauen. Jetzt sind online Bilder aufgetaucht, die den serienreifen Tonale zeigen sollen.

Text: Jakob Stantejsky

In den beiden Bildern oben ist das Konzeptfahrzeug zu sehen, doch wie ihr hier erkennen könnt, scheint sich das fertige Produkt nur sehr wenig vom Genfer Design entfernt zu haben. Erfreulich, schließlich hat schon das richtig fesch ausgeschaut. Ob die Autowelt wirklich noch ein Crossover braucht, sei jetzt einmal dahingestellt, aber zumindest rein optisch hat der Tonale definitiv eine Daseinsberechtigung. Und wenn er den schleppenden Verkäufen Alfa Romeos auf die Sprünge hilft, freuen wir uns umso mehr. Denn nichts wollen wir weniger, als dass nach Lancia bald die nächste italienische Traditionsmarke ein Schattendasein fristen muss.

Ursprünglich aufgetaucht sind die oben verlinkten Leaks auf Autopareri, einem italienischen Motorforum. Auf dem Instagram-Account von Allcarnews findet sich außerdem ein Post, der angeblich das Interieur des Tonale zeigt. Einfach unten auf den Pfeil rechts im Bild klicken, dann seht ihr die entsprechenden Fotos.

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LEAKED***: Alfa Romeo Tonale 🇮🇹 ______________________________________ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ [10/8/19] Here’s a nice Disclaimer: the top two red images are of the Tonale Concept, the production Tonale images are on my story as Alfa is copyrighting images everyone is uploaded as they aren’t supposed to be out just yet! Anyways the production version is nearly identical to the concept which is GREAT!! The Tonale is the brand’s experimental model in my opinion, meaning it will introduce a Plug in hybrid powertrain and other tech to Alfa! ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 🏁 @Allcarnews Spec Sheet: Unlike the sports car Giorgio platform Giulia and Stelvio, the Tonale is a FWD/AWD crossover SUV like the Q3, XT4, XC40, and GLA, all of its competition! Expect to see some sort of a turbocharged 4 cylinder along with that plug in hybrid unit! From what i’ve heard, the engineers still have made it fun to drive despite it not being RWD based. 🏁 ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ The design is 100% Alfa with all of the signature design elements like the grille, the pointed rear glass, the unique horizontal front and rear light area designs that hark back to Alfa’s of the past, the smooth and curvaceous body and other quirky touches. The Interior is the biggest improvement now with a fully digital drivers display, an all new custom Alfa touchscreen infotainment, wireless charging and a sporty/premium design! ________________________________________ ACN EXTRA: Alfa will soon launch the updated Giulia/Stelvio along with the GTV Coupe and later down the road the F1 inspired 8C super car! ________________________________________ -Text by @allcarnews ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ #AlfaRomeo #Tonale #Stelvio #Giulia An #allcarnews post #Alfa #PHEV #FCA #Italy #concept #Quadrifolgio || #powerful #performance #turbocharged #4S #911 #sedan #Supercar #HyperCar #ItsWhiteNoise #CarLifeStyle #MadWhips #CupGang #Carstagram #BlackList #AmazingCars247 An #allcarnews post

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Auch wenn Alfa sich bisher noch bedeckt hält, kann man recht beruhigt davon ausgehen, dass es sich bei den geleakten Fotos tatsächlich um den Tonale handelt. Schließlich ist dessen Produktion bereits offiziell bestätigt. Jetzt dürfte es wohl auch nicht mehr allzu lange dauern, bis wir erste hochauflösende Bilder von Alfa Romeo selbst zu sehen bekommen.

Giulia und ihr Romeo

Alljährlich findet sich die internationale Oldtimer-Elite im schönen Ennstal ein, um ihrem Edelblech standesgemäßen Auslauf zu bieten. Dass im Starterfeld der Ennstal-Classic Alfa Romeo eine gewichtige Rolle spielt, gilt als vorausgesetzt. Und als Giulias Romeo fand sich heuer Tom Wlaschiha besetzt.

Tom Wlaschiha und die Alfa Romeo Giulia Spider

GoT-Star Tom Wlaschiha ist ein echter Alfista. Und gab einer Giulia von 1964 den Romeo bei der heurigen Ennstal-ClassicHier gehts zum Bericht: https://motorblock.at/tom-wlaschiha-auf-alfa-romeo-giulia-und-ihr-romeo/

Gepostet von Wiener – Alles für Er. am Mittwoch, 25. September 2019
Tom Wlaschiha, die Alfa Romeo Giulia Spider von 1964 und seine aktuelle Giulia Quadrifoglio

Tom Wlaschiha ist Schauspieler, man kennt ihn von Film, Funk und Bühne. Er spielte in diversen Tatort-Folgen und Hafenkanten-Krimis meist zwielichtige Gestalten, gab im legendären Racer-Movie „Rush“ den kauzigen Harald Ertl, spielt in der Neuauflage von „Das Boot“ mit und steht an renommierten deutschen Bühnen zumeist in Klassikern auf derselben. Insofern steht ihm die Rolle als Giulias Romeo bei der Ennstal-Classic 2019 sehr gut zu Gesicht, auch wenn hier mehr das Roadbook als das Textbuch zu studieren war. Doch wollen wir mal nichts überstürzen.

„Wenn ich keinen Alfa fahren könnte, würde ich zu Fuß gehen.“

Seinen Durchbruch feierte der 46-jährige Dresdner als Serienstar. In der Rolle des „Jaqen H’ghar“ begeisterte er im Kult-Blockbusters „Game of Thrones“ das serienaffine Publikum. Folgerichtig waren es im Ennstal die eher knackigen Bystanders und -standerinnen, die dem blonden Beau am Streckenrand zuflogen, und das Autogramm dieser Tage heißt ja bekanntlich Selfie. Sogar einem Polizisten in Uniform gingen an der gesperrten Ortseinfahrt nach Gröbming ein paar Dutzend Falsch­abbieger durch die Lappen, während er sich vom älteren Kollegen mit Tom ablichten ließ.

Bestzeit am Red Bull Ring

Der Superstar und sein Alfa

Tom Wlaschiha ist nicht nur in Deutschland und Österreich wohlbekannt. Das internationale Binge-Watch-Ereignis „Game of Thrones“ machte ihn längst weltweit zum Star. Dennoch fehlt es dem 1973 geborenen Deutschen, der auch mal ein Jahr in den USA zur Schule ging, aber gleich nach dem Abitur eine Schauspielausbildung begann, nicht an Bodenhaftung. Seit zwei Jahren ist der durchtrainierte Hobbysportler Tom Wlaschiha nun Alfa-Romeo-Testimonial, und das nicht zufällig. „Wenn ich keinen Alfa fahren könnte, würde ich zu Fuß gehen“ war da schon mal bei einem rührenden Besuch im Alfa-Museum Arese dem leidenschaftlichen GTV-Piloten zu entlocken, der mit dem 99er-Baujahr – die Rede ist vom scharfen Keil aus der Feder Pininfarinas und dem leider bislang letzten Alfa mit dem traditionsreichen Kürzel – bereits ganz Europa bereiste. Sein aktuelles „Kleeblatt“, eine Giulia Quadrifoglio, genießt er nun seit 2017 und seine zahlreichen Drehtermine, quer durch Europa verstreut, erreicht er am liebsten mit der reschen Italienerin. Der geübte WIENER-Motorblock-Leser hat hier gleich ein paar Kennzahlen zur Hand, deren wichtigste 510 misst: So viele Pferde versammeln sich unter der Motorhaube der hochgezüchteten Sportlimousine. Was übrigens nichts an Tom Wlaschihas Begeisterung für historische Fahrzeuge der Marke mit der Schlange im Logo änderte. Auch der edle GTV steht nach wie vor in der Garage.

Neu jagt alt.

Giulia alt und neu

In seiner langen Historie gab der GTV stets die Festdach-Variante des berühmten Alfa Spider, womit wir uns dem Einsatzfahrzeug Wlaschihas bei der Ennstal Classic nähern. Den Vorgänger des legendären Spider Duetto nämlich, jenem Roadster also, der durch den Film „Die Reifeprüfung“ mit Dustin Hoffmann und Anne Bancroft international berühmt wurde, gab die Alfa Giulia Spider, die ab 1962 gebaut wurde und so wie Toms GTV von Pininfarina gezeichnet wurde. Während die normale Giulia als Limousine auftrat (mehr oder minder unverändert bis 1977), gab sich die Giulia Spider zierlicher, kleiner, schmäler und verspielter als die kantige Limo, ihre Karriere als Neuwagen endete leider bereits 1965. Umso besser passte nun das Einsatzgebiet Ennstal und Umgebung zu jenem Juwel italienischer Automobilkunst, wo sich einmal pro Jahr automobile Raritäten zum Tanz der Gezeiten treffen.

Die Ennstal-Classic ist weder für Fahrer und Beifahrer noch für das Rennfahrzeug eine Kaffeefahrt. Es gilt, an drei Tagen insgesamt gut 900 Kilometer durch bergiges Geläuf zu bewältigen, wobei den betagten Vehikeln stets anspruchs­volle Schnitt-Tempi von 50 km/h abverlangt werden. Taxiert und gemessen durch spaßbefreite Lichtschranken, ein Hundertstel (!) Abweichung bringt bereits einen Strafpunkt Abzug – wer also eine Sekunde zu spät durch den Licht­strahl schneidet, hat bereits einen „Tausender“ aufgerissen. Es ist fast unmöglich, bei seinem ersten Ennstal-Auftritt einen besseren als dreistelligen Gesamtrang herauszufahren, selbst gestandene Formel-1-Cracks scheitern an dieser Hürde. Umso bemerkenswerter gestaltet sich der 92. Gesamtrang des Teams Tom Wlaschiha / Christian Schön, noch dazu bei der ersten gemeinsamen Teilnahme an einem derartigen Bewerb.

Vom Renngerät zur Heimfahrt

Einen gewichtigen Beitrag zum tollen Ergebnis leistete der sensationelle zweite Platz auf der Sonderprüfung 5 am Red Bull Ring, wo man bloß die späteren Gesamtsieger Radinger / Wagner um 22 Hunderstel ziehen lassen musste. Speziell hier wird klar, dass Tom als durchaus sportlicher Fahrer einzustufen ist – nicht nur in Sachen 50er-Schnitt.

„Klar lässt man es auf der deutschen Autobahn, wo es dann mal geht, richtig fliegen mit der neuen Giulia. 510 PS machen halt richtig Spaß.“

Dass die Alfa Romeos vergangenger Tage sich sowieso auf den Rennstrecken dieser Welt am wohlsten fühlten, ist ja hinlänglich bekannt, mehrere Formel-1-Titel sowie zahllose Siege bei den diversen legendären Italo-Events à la Targa Florio oder Mille Miglia zeugen davon. Und selbst der legendäre spätere Commendatore Enzo Ferrari begann seine Karriere beim Alfa Romeo-­Rennteam: Zunächst als Pilot, später als erfolgreicher Rennleiter. Auch das legendäre Hochdrehzahl-Konzept der Alfa-Motoren wurde von der Rennstrecke in den Straßenverkehr übernommen.

Auch ein schöner Rücken kann verzücken …

Alfa Romeo: Unveränderte Gene.

„Klar lässt man es auf der deutschen Autobahn, wo es dann mal geht, richtig fliegen mit der neuen Giulia. 510 PS machen halt richtig Spaß, Leistung, Bremsen, Fahrwerk, da passt alles. So macht Schnellfahren Freude“, gibt der Schauspieler zu Protokoll. Aber auch das Eintauchen in eine völlig andere Epoche des Autofahrens wusste Tom zu genießen, der hier erstmals auf einen Oldtimer dieser Altersklasse traf. „Was Alfa schon damals konnte: Design. Faszinierend, wie hier alles durchdacht gefertigt wurde, von der Zeichnung bis hin zur Materialauswahl. Nichts dem Zufall überlassen, jede Chromleiste hat ihren Platz im Gesamtkonzept.“ Die beiden Giulias nebeneinander geparkt, am wunderschönen Stoderzinken, geben ein Bild ab, das schnell Größenunterschiede klarstellt. War die Giulia Spider damals ein durchaus großzügiger Reisesportler, so wirkt sie neben der aktuellen Giulia Q wie ein Kleinstwagen, der in deren Kofferraum passt. Klar ist bei einem Sportwagen der 500-PS-Klasse ein ausladenderes Aerodynamik-Outfit angezeigt als bei einem Roadster mit gerade mal 83 PS. Dass der 1600er Vierzylinder der Sechzigerjahre allerdings auch schon als sportliches Hochdrehzahl-Aggregat ausgelegt war, untermauert sein serienmäßiges Fünfganggetriebe – zu einer Zeit, als die breite Auto-Masse noch mit drei Gängen auskam.

Der Moment der Zieldurchfahrt auf dem Stoderzinken. Wild und echt.

Dass Alfa-Klassiker auch nach vielen Jahren noch für sportliche Topergebnisse gut sind, beweist ein Blick aufs übrige Klassement: vier Alfas finden sich unter den ersten 20, einer davon – ein Spider von 1970 – sogar auf Platz drei. Für Tom Wlaschiha war „der Spirit der neuen Giulia auch in der alten klar zu spüren. Man kann die Familienbande identifizieren, auch wenn zwischen den beiden Modellen über 50 Jahre liegen.“ Ob man sich im nächsten Jahr im Ennstal wiedersieht, hängt von Toms weiteren Drehplänen ab, als nächstes ist er in der 2. Staffel von „Jack Ryan“ auf Amazon Ende des Jahres zu sehen, die fixe Rolle in der Serien-Neuauflage von „Das Boot“ ist ja bereits bekannt. Aber es gibt ja noch einige andere Oldtimer-Rallyes im schönen Mitteleuropa. Und auch noch einige andere Klassiker von Alfa Romeo, die der Neo-Racer gerne einmal im Rennumfeld ausprobieren möchte.

55 Jahre Automobilgeschichte, aber die gleichen Gene. Alfa Giulia Spider 1964 und Alfa Giulia Quadrifoglio 2019

Das kann der neue Alfa Romeo 8C