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ABT baut wieder einen RS6-R

Der Audi RS6 Avant und das Tuningunternehmen ABT – eine facettenreiche never ending Lovestory. Nun kündigen die Veredler rund um Rennfahrer und Blogger Daniel Abt an, dass auch die neuste Generation des Power-Kombis einer Behandlung unterzogen wird und als RS6-R kommen wird.

Text: Maximilian Barcelli

Darüber hinaus ist allerdings noch recht wenig bekannt. Immerhin steht schon ein Zeitplan fest; der neue ABT RS6-R soll im April 2020 in limitierter Auflage kommen. Vom Vorgänger wurden übrigens 25 Stück gebaut. Außerdem veröffentlichte ABT eine Designskizze, die schon einmal eine vielversprechende, potente Optik verspricht. Doch technische Daten? Fehlanzeige.

Der Serien-RS6: Auch kein Nasenbohrer.

Dem letzten RS6 Avant spendierte ABT jedenfalls eine satte Leistungssteigerung von 100 PS. Statt den ursprünglichen 605 PS, mit denen man ja auch nicht gerade untermotorisiert unterwegs war, zerrten dann 705 Pferdchen an den Rädern. Aber mehr geht natürlich immer. Das hat ABT mit einem radikalen Einzelstück aber eh schon unter Beweis gestellt: der mit einer zusätzlichen E-Maschine ausgerüstete ABT RS6-E ist mit 1.018 PS und 1.291 Nm der absolute Traum aller Väter, die es etwas eiliger haben.

Diese Audi RS6-Werbung bringt Männer zum Weinen …

… zumindest, wenn man den YouTube-Kommentaren unter dem Werbeclip „Audi Presents: An Avant Story“ Glauben schenken sollte.

Text: Maximilian Barcelli

Wobei wir uns nicht sicher sind, warum den Amerikanern bei diesem Video die Augen feucht werden. Zwei Theorien. Die erste: Der Werbeclip von Audi USA ist halt sehr emotional. Die zweite: Der Audi RS6 Avant kommt offiziell in die Vereinigten Staaten von Amerika – zum ersten Mal.

Denn andere Länder, andere Sitten – auch in Sachen Automobil. Kombis sind seit dem SUV-Boom in den Staaten so exotisch wie fette V8-Pick-ups hierzulande und so schaffte es der Power-Kombi schlechthin, der Audi RS6 Avant, nie über den großen Teich. Bis jetzt. Bis zur neuen, kürzlich präsentierten Generation.

Die wagt sich nämlich sehr wohl in die Staaten – vielleicht ist es also gar nicht das Video selbst, sondern die Tatsache, dass der Papa-Traum nun offiziell in Amerika zu kaufen ist, die bei den Kommentatoren des Clips für Freudentränen sorgen. Bei 600 PS aus einem BiTurbo-V8, einem Paradesprint von 3,6 Sekunden, eine (für Amerika zwar unbedeutende) Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h und 565 Liter Kofferraumvolumen ist das aber echt kein Wunder. Mit Blick auf den Preis könnten sich die Tränen der Freude dann aber schnell in Tränen der Trauer verwandeln.

So könnte eine Audi RS6 Limousine aussehen

Letzte Woche präsentierte Audi mit dem RS6 Avant den Power-Kombi schlechthin. Der Autodesigner X-Tomi zeichnet diesen jetzt zur Limousine um.

Text: Maximilian Barcelli / Bilder: X-Tomi (1), Audi (3)

Weder bei BMW, noch bei Audi hat man die Qual der Wahl, wenn es um Performance-Modelle in der oberen Mittelklasse geht. Die Münchner offerieren den M5 lediglich als Limousine, die Ingolstädter den RS6 nur als Kombi. Das war nicht immer so. Man erinnere sich an den V10-M5 Touring E61 und auch die ersten beiden Generationen des RS6 waren wahlweise als Kombi oder Limousine zu haben. Eine solche Karosserienvielfalt ist nur noch bei der Mercedes-AMG E-Klasse zu finden.

Auch beim brandneuen Audi RS6 steht die Chance auf eine Limousinenversion gen Null. Dass das schade ist, zeigt das Rendering von X-Tomi. Der nahm sich den RS6 Avant zur Brust und zeichnete das Heck um.

Der neue Power-Kombi aus Ingolstadt wird von einem BiTurbo-V8 befeuert. Aus den vier Litern Hubraum werden 600 PS gequetscht, das sorgt für einen Paradesprint von 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Schluss ist erst bei Tempo 305 – allerdings nur, wenn man zwei (!) Aufpreise zahlt.

Diese 4 Sportler sind dem Audi RS6 Avant beim Paradesprint unterlegen

Die Katze ist ausm Sack – und verfügt über 600 PS. Audi hat einen neuen V8-Papatraum.

Text: Maximilian Barcelli

3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h ist ein unfassbarer Wert. Gut, ein mancher wird zurecht vermerken, dass das das AMG E 63 S T-Modell auch kann. Und ein BMW M5 erst recht. Ändert aber nichts an der Tatsache, wie imponierend die deutlich unter vier Sekunden für einen Kombi sind. Es ist noch gar nicht so lange her, da stelzten nur Supersportwagen solche Werte in den Asphalt. Und auch aktuelle Sportler sind dem neuen Audi RS6 Avant punkto Längsdynamik unterlegen, wie diese Auflistung zeigt.

Porsche 911 Carrera S (3,7 Sekunden)

Klar, der brandneue Porsche 911 Carrera S hinkt mit 450 PS dem neuen 600 PS starken Powerkombi aus Ingolstadt schon deutlich hinterher – trotzdem demonstriert der RS6 Avant hier seine Macht, ist der Elfer doch ein puristischer Sportwagen.

Mercedes-AMG GT C (3,7 Sekunden)

Genauso wie der AMG GT C. In der zweitstärksten Leistungsstufe des Sportlers aus Affalterbach erarbeitet der BiTurbo-V8 557 Pferdchen. Fast so viel Power wie der neue Audi RS6 Avant leistet das Triebwerk im Mercedes-AMG GT R, exakt sind es 585 PS. Die heftigste aller GTs sprintet trotzdem „nur“ so schnell von 0 auf 100 km/h wie der RS6.

Lamborghini Murciélago (3,8 Sekunden)

Was einen Grund hat: Nämlich Heckantrieb, während der Audi selbstverständlich über quattro verfügt. Mit einem Allradantrieb kann dieser Bolide auch aufwarten. Der Lamborghini Murciélago ist ein reinrassiger Supersportwagen. Dass der Vorgänger des Aventadors langsamer beschleunigt als ein moderner Powerkombi, zeigt, wie heftig sich Performance-Autos entwickelt haben.

Audi R8 5.2 FSI quattro 42 (3,9 Sekunden)

Das untermauert auch der Audi R8 5.2 FSI quattro der vorigen Generation. Selbst den Supersportler aus dem eigenen Hause zwingt der RS6 Avant in die Knie – und zwar relativ deutlich.

Im Bild: Die aktuelle R8-Generation

Aber genug des Autoquartetts, wir sitzen ja nicht am Stammtisch. Was der neue Audi RS6 Avant wirklich kann – außer am Papier eine Top-Figur abzugeben und brutal auszusehen – werden die ersten Tests zeigen.

2019 kommen noch 6 Audi RS-Modelle!