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Dieses Dodge Demon Cabrio könnte euch gehören!

Der Dodge Demon, voller Name: Dodge Challenger SRT Demon, ist so nah am Dragstrip, wie ein Serienauto nur sein kann. In Florida bietet nun ein Autohändler einen ganz besonderen Dämonen zum Verkauf an.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Cape Coral

Es handelt sich um ein Unikat, dem die Schädeldecke chirurgisch entfernt wurde, oder, wie man landläufigerweise sagt: ein Cabrio. Geschaffen wurde der teintfördernde Demon von Drop Top Customs, einem Convertible Builder ebenfalls aus Florida.

Tatsächlich handelt es sich bei dem extravaganten Umbau um einen Gebrauchtwagen, doch der Kilometerstand verspricht allen Interessenten noch ein langes Leben mit ihrem oben ohne-Dämon, der nämlich bisher nur 172 Meilen (277 Kilometer) auf dem Buckel hat. Auch wenn es zwar einen Vorbesitzer gibt, dürfte dieser Dodge noch ziemlich neuwertig dastehen.

Das lässt sich Cape Coral auch einiges kosten und veranschlagt satte 145.995 Dollar (131.313 Euro – schöne Zahl, gell?) für das Dodge Demon Convertible. Das bedeutet einen saftigen Aufpreis von rund 50.000 Dollar nur dafür, dass das Dach abgeschnitten wurde. Gut, ganz so einfach ist die Geschichte natürlich nicht, aber unter der Haube werkelt jedenfalls weiterhin der 6,2 Liter riesige V8 mit 852 PS und 1.044 Nm Drehmoment. Darüber werden wir uns natürlich nicht beschweren.

Falls ihr also ohne Dach über dem Kopf demnächst in unter zehn Sekunden die Viertelmeile knacken wollt, zückt lieber rasch das Börserl. Denn solche Einzelstücke gehen in der Regel rasend schnell weg. Über Zoll und Steuern wollen wir an dieser Stelle einfach mal den Mantel des Schweigens breiten.

Dodge Demon vs. Ariel Atom

Es handelt sich um zwei grundverschiedene Philosophien im Automobilbau: Möglichst viel Leistung zu generieren oder das leichtestmögliche Gefährt zu entwerfen. An den äußersten Extremen dieser beiden Herangehensweise stehen der Dodge Demon und der Ariel Atom. Wer kann das Drag Race gewinnen?

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Roadtest TV

Der 6,2 Liter große V8 des Demon wiegt wahrscheinlich schon so viel wie der ganze Ariel Atom 3RS. Daraus schöpft der Dodge 840 PS und 1044 Nm Drehmoment, die die 1.928 Kilogramm amerikanischen Stahl nach vorne katapultieren. Im Atom steckt ein vergleichsweise armseliger 2,4 Liter-Vierzylinder mit VTEC aus dem Hause Honda, der immerhin 425 PS und 495 Nm Drehoment produziert. Dafür wiegt der Flitzer allerdings auch nur 658 Kilogramm und ist somit ein echtes Fliegengewicht. In Punkto Leistungsgewicht dominiert der Leichtbaubolide also überlegen.

Es muss also ein Drag Race her, damit wir den schnelleren der beiden Kontrahenten ermitteln können. Leider versaut uns der Fahrer des Ariel Atom ein wenig, da er beim Start eine Reaktionszeit wie ein Faultier an den Tag legt. Dennoch: Der Dodge Demon schafft die Viertelmeile hier in 9,96 Sekunden und mit 233 km/h, während der Ariel Atom 3RS ganze 12,05 Sekunden braucht und mit 183 km/h über die Ziellinie rauscht. Das hätte der kleine Bolide auch mit einem zackigeren Start wohl kaum aufgeholt. Aber schämen muss er sich deshalb nicht, schließlich ist der Demon ein Dragstrip-Spezialist. Wir sind uns sicher, dass der Atom ihn etwa auf der Nordschleife in Grund und Boden fahren würde.

Speedkore motzt den Charger auf 1.546 PS auf

Der Dodge Charger ist schon serienmäßig nichts für zart besaitete Gemüter. Als SRT Hellcat leistet er dank seines 6,2 Liter-Kompressor-V8 ab 2020 707 PS. Doch bei Speedkore machen sie ihn jetzt zum Dämonenfresser. Denn unter die Haube kommt ein Dodge Demon-Aggregat, das noch weiter ins Irrwitzige aufgebohrt wurde.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Speedkore auf Facebook

Die amerikanischen Tuner haben nämlich beschlossen, dass 852 PS und 1.044 Nm Drehmoment ein schlechter Witz sind. Deshalb reißen sie den Kompressor, der auch beim 6,2 Liter-Viech des Demons normalerweise für die nötige Ladung sorgt, einfach raus. Als Ersatz bekommt das Monster gleich zwei fette Turbos, die die Leistung auf völlig gestörte 1.546 PS schrauben. Damit diese Power auch halbwegs gut auf der Straße ankommt, wird der Heck- durch einen Allradantrieb ersetzt und ein nagelneues Getriebe gibt es natürlich auch.

Äußerlich hüllt Speedkore seinen Aggronauten in feinstes Karbon, damit auch die Optik was hermacht. Besonders cool ist allerdings das Auspuffkonzept. Während bei normalem Straßenbetrieb die Abgase wie gehabt durch die Anlage mit Endrohren am Heck rausgeblasen werden, wird bei brutalerer Belastung eine ventilgesteuerte zweite Anlage aktiviert, die ihren Doppelauspuff vorne im Stoßfänger links hat. Schaut sicher verdammt cool aus, wenn der Speedkore Charger dann mit flammenspeiendem Maul auf einen zukommt.  Ein kleines bisserl Angst darf man dann natürlich auch haben. Schließlich steht dieses Auto in der Nahrungskette über den Dämonen.

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