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Der nächste M4 kommt auch als Gran Coupé

Dass es den BMW 4er sowohl als Coupé als auch als Cabrio und Gran Coupé gibt, ist nichts Neues mehr. Doch bisher bekamen nur die ersten zwei Varianten die M-Behandlung. Mit dem kommenden 4er wird sich das nun ändern.

Text: Jakob Stantejsky

Denn Autocar bestätigt nun, dass auch das Gran Coupé bei der schon dieses Jahr anrollenden zweiten Generation ein echter M wird. Bisher wollte man dem M3 damit nicht zu naherücken, doch davor hat man offenbar keine Angst mehr. Weiters verkündet Autocar, auf das man sich im Regelfall verlassen kann, dass der über 500 PS starke M4 mit all seinen Varianten noch Ende 2020 enthüllt werden soll.

Das Modellportfolio bei BMW wächst also wieder ein Stückchen an. Klar, wenn die gesamte Architektur und Infrastruktur für zwei M4-Versionen schon gegeben ist, kostet ein dritter Streich auch nicht mehr die Welt – weder zeit- noch geldtechnisch. Und so ein fesches (Gran) Coupé mit etwas mehr Platz geht doch immer. Dann muss der Nachwuchs auf der Rückbank zwar immer noch speiben, aber kann das immerhin in entspannter Position tun.

Video: Der neue BMW M3 in freier Wildbahn

Jedes einzelne Mal, wenn irgendwo News zum kommenden M3 oder dem 4er auftauchen, schießen die Petrolheads weltweit ein Stoßgebet gen Himmel. Bitte, lass die Mega-Niere nur einen schlechten Scherz gewesen sein! Doch die Ernüchterung wächst jedes Mal nur an. Auch dieses Mal?

Text: Jakob Stantejsky

Denn nun wurde der kommende BMW M3 als Erlkönig in Kalifornien erblickt und – natürlich – gefilmt. Die gute Nachricht: Der neue Motor namens S58, den wir schon aus dem X3 M kennen, klingt ganz vorzüglich. Das wissen wir, weil der Fahrer den Erlkönig im Video ordentlich anpeitscht und der drei Liter großen Turbo-Reihensechser ordentlich zum Aufheulen bringt.

Und die schlechte Nachricht? Da sie eher schlecht als recht getarnt ist, kann man die fette Doppelniere an der Front des Fahrzeugs deutlich erkennen. Auch wenn es natürlich noch keine offiziellen Bilder gibt, steht mittlerweile eigentlich fest: Die Niere kommt!

Sei dem, wie es sei – auch der neue M3 wird sicher wieder ein geniales Auto, das wir nur höchst ungern aus dem Testfuhrpark verabschieden werden. Und sobald man drinsitzt, sieht man die Front eh nimmer. Da müssen wir uns dann einfach an den noch ungläubigeren Blicken der Passanten weiden.

BMW M8 Gran Coupé: Praktiker mit Familiensinn

München gegen Stuttgart – im Fußball hat diese Partie längst ihren Reiz verloren. Doch auf der Straße ist das Duell spannender denn je – wobei sich die Konkurrenten munter abwechseln. Denn während BMW vor allem auf Mercedes zielt, rückt die M GmbH zusehends Porsche auf die Pelle. Die schnelle Truppe aus Garching nimmt jetzt den Panamera ins Visier. Denn wenn es den stärksten Achter in diesen Tagen zu Preisen ab 165.000 Euro (D) auch als Gran Coupé gibt, bekommt der Gran Turismo aus Zuffenhausen einen würdigen Gegner.

Von Thomas Geiger

Dafür ist BMW dem Achter ordentlich an die Wäsche gegangen, hat den Wagen in Länge und Radstand um rund 20 Zentimeter gestreckt, ihn vier Zentimeter breiter gemacht und das Dach deutlich angehoben. Wo es im M8 Coupé hinten nur für zwei Jacken reicht und man die Rückbank im Cabrio ebenfalls nur bei offenem Dach zumindest halbwegs ohne schlechtes Gewissen als Sitzgelegenheit definieren kann, finden dort jetzt zumindest in der Theorie zwei Erwachsene einigermaßen bequem Platz und im Notfall auf kurzer Strecke sogar noch ein dritter. Damit wäre der M8 eigentlich der perfekte Supersportler für reiche Raser mit Familiensinn.

Dass das in der Praxis ein wenig anders aussieht, kann man nicht den Ingenieuren vorwerfen. Sondern schuld daran ist allein der Fahrer. Denn wenn der den Reizen des Rasens erliegt, wird es im Fond – mehr Kniefreiheit hin und mehr Beinfreiheit her – trotzdem ziemlich ungemütlich. Und das wird im M8 schneller passieren, als es den Hinterbänklern lieb ist.

Der Grund dafür ist der 4,4 Liter große V8-Twinturbo, der auch im M5 zum Einsatz kommt. Weil es das Gran Coupé bei uns nur als „Competition“ gibt, bringt es der mit eigenen Motorlagern besonders steif aufgehängte Achtzylinder auf imposante 625 PS und reißt mit bis zu 750 Nm an allen vier Rädern.

Die Fahrleistungen sind entsprechend atemberaubend. Denn obwohl der Achter auch in der M-Version eine Luxuslounge aus Lack und Leder bleibt, beschleunigt er wie ein puristischer Spitzensportler und erreicht nach gerade mal 3,2 Sekunden Tempo 100. Und wo sonst bei 250 Sachen Schluss ist, braucht es hier nur ein weiteres Kreuzchen auf der langen Liste der Optionen und die Raserei geht munter weiter. Denn mit dem M Drivers Package zieht die Elektronik erst bei 305 km/h die Reißleine.

Aber der M8 ist nicht nur auf der Geraden schnell. Zwar ist es denkbar unwahrscheinlich, dass sich der Spitzensportler im Smoking tatsächlich mal auf eine Rennstrecke verirrt. Doch weil die M GmbH ihre Heimat den Motosport in ihren Genen hat, fühlt sich der leistungsstarke Luxusliner selbst dort zuhause. Der Grund dafür ist neben einem extrem verbindlichen Fahrwerk und einer ausgesprochen präzisen Lenkung vor allem der neue Allradantrieb aus dem M5, den die M GmbH selbst entwickelt hat: Bis zu 4.000 Stellgrößen von der Längssperre nach der achtstufigen Automatik über die Quersperre an der Hinterachse bis zur Kennlinie des Gaspedals werden dafür alle fünf Millisekunden ausgelesen und mit einer völlig variablen Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse so optimiert, dass man das Potential jederzeit optimal auskosten kann – auf der Geraden stürmischer denn je, fühlt sich der M8 in Kehren und Schikanen immer und überall ein bisschen sicherer an, ohne dass der Spaß auf der Strecke bleibt. Man kann vor Kurven etwas später bremsen, sich enger an den Innenrand herantrauen und danach früher wieder aufs Gas steigen, ohne dass die Kehrseite ein gefährliches Eigenleben entwickelt.

Obwohl runde fünf Meter lang und gute zwei Tonnen schwer, ist der M8 deshalb leicht auf Linie zu halten: Er verbeißt sich förmlich in die Kurven, verzögert davor mit dem Biss einer wütenden Bulldogge und beschleunigt danach mit der explosiven Energie eines Dobermanns, den man angesichts eines Einbrechers von der Leine gelassen hat. Wenn es einen Beleg dafür braucht, dass BMW die sprichwörtliche Freude am Fahren noch nicht verlernt hat, dann ist es der M8.

Garniert wird das Ganze mit einem Design, das nur so vor Kraft strotzt. Schon der normale Achter ist mit seiner endlos langen Haube, den lasziv ausgestellten Hüften und dem verführerisch breiten Hintern eine Provokation für die vornehme PS-Elite. Doch nach dem Bodybuilding in Garching wird das Gran Coupé gar vollends zum Fiesling, der den Panamera fast schon brav und bieder aussehen lässt – und dabei viel stimmiger wirkt als seine zweitürigen Konkurrenten. Ach ja, und falls es noch einen weiteren Grund braucht für den Viertürer, dann lohnt ein Blick auf die Preisliste. Obwohl größer und praktischer, also mehr Auto, kostet er weniger und ist um 3.000 Euro billiger als das M8 Coupé.

BMW M8 Competition: Patrick Bateman’s Choice

Egal ob mit oder ohne M, der 8er von BMW ist optisch nicht nur ein Schmankerl, sondern ein ganzes Festmahl. Als M8 Competition jedoch mutiert das schneidige Coupé zu einem Wirbelsturm aus Luxus, Glamour, Raserei und Irrwitz. Habt ihr American Psycho mal gesehen oder, besser noch, gelesen? Für Patrick Bateman könnte ich mir kein passenderes Auto vorstellen.

Text: Jakob Stantejsky

Versteht mich nicht falsch, der BMW M8 Competition leidet weder an einer schweren Persönlichkeitsstörung noch bringt er leidenschaftlich gern Leute um, die ihm nicht Konzept passen. Bei einem Auto wären das wohl Fußgänger und Radfahrer, oder? Aber zumindest ein Waffenschein wäre für diese Maschine sehr wohl fällig. Denn mit 625 PS und 750 Nm Drehmoment schnalzt der M8 Competition schneller auf 100 km/h als Mr Batemans Axt in das Fleisch seiner Opfer. 3,2 Sekunden dauert der Sprint. Das ist, nur damit wir uns nicht falsch verstehen, ein waschechter Supersportwagenwert. Vor allem mit der Launch Control reißt es das Geschoss aus dem Stand derartig abrupt nach vorne, dass man sogar als Fahrer am Rande des Peitschenschlagsyndroms wandelt.

Innen herrscht aber dennoch totaler Luxus – Leder, Lack und High-Tech betten die beiden Insassen (ja, es gibt eine Rückbank und nein, auf der wollt ihr nicht sitzen) auf einer wohligen Wolke und sorgen für ein der höchsten Noblesse angemessenes Erhabenheitsgefühl. Solange man den M8 Competition im Komfort-Modus und das Gaspedal mit dem kleinen Zeh bedient, schnurrt man stattlich und gediegen umher, sogar die Federung gibt sich dann recht entspannt. Apropos Auftritt: Die Lackierung gehört wohl zum Schönsten, was je auf ein Automobil gesprüht wurde. Frozen Marina Bay Blue Metallic heißt die Farbe, die man salopp wohl einfach Mattblau nennen würde. Satt, ja geradezu fett wirkt der Ton, ohne jedoch zu dick aufzutragen. Wieviele Komplimente ich in einer Woche (diese nervtötenden Kollegen wollten das Auto ja auch mal fahren) mit dem BMW nur für die Farbe bekommen habe, das passt auf keine Kuhhaut.

Damit sind wir auch schon bei meinem Lieblingserlebnis mit dem BMW M8 Competition. Ich gurke gerade auf Parkplatzsuche durch meine Hood, als ein älterer Herr auf der anderen Straßenseite plötzlich wie wild zu winken beginnt. Volksnah wie ich trotz Luxussportvehikelbesitz bin, öffne ich das Fenster und lausche dem Begehr des Passanten. „Heast, is des da neiche M8?!? Derf i da amoi mitfoahrn, bittsche?!“ Mein Hinweis, dass ich nur mehr bis zur nächsten Parklücke unterwegs bin, wird abgetan: „Na wurscht, nur a paar Meter hoid!“ Also dann, Türe auf, Dude herein und: „NAAAAAA! Hat der so a AMBIENTEBELEUCHTUNG???!“ Tatsächlich, auch über die verfügt diese Höllenmaschine, in die Sie soeben eingetreten sind. In dreißig Metern Entfernung erblicke ich einen Parkplatz, der wird natürlich mit Vollgas angesteuert, man will dem Gast ja was bieten, der das mit quietschfidelem Gejohle quittiert. Endlich eingeparkt, steigt der gute Mann aus und brüllt seiner Frau, die beim Einstiegsort geduldig gewartet hat, über die ganze Straße hin zu: „HEAST, DES IS VÜ BESSER OIS SEX!!!!“ Danach verabschiedet man sich beglückt und geht seiner Wege. Der Herr ist begeistert ob des M8 Competition, ich ob dessen Wirkung auf völlig fremde Menschen, die ihre Contenance willig in den Wind schießen.

Doch auch wenn man den M8 schon kennt, schaut man permanent ziemlich blöd drein. Statt „man“ sollte ich wohl besser „ich“ schreiben. Denn jeder Gasstoß ist eigentlich unbegreiflich. Wie kann dieses knapp zwei Tonnen schwere Vieh so aberwitzig schnell sein in allem, was es tut? Über den Start haben wir ja schon gesprochen. Aber selbst bei 140, 150 beschleunigt man immer noch so energisch heraus, wie es andere Autos gerade einmal bei 100 km/h weniger schaffen. Und in der Kurve besitzt der M8 Competition nicht zwei, sondern gleich drei Gesichter. Einerseits kann man gemütlich, wenn auch knackig, durch die Gegend cruisen. Andererseits krallt er sich mit dem Allradantrieb auch gerne auf Biegen und Brechen in den Asphalt und hält Radien bei Geschwindigkeiten, die der Intuition völlig unmöglich scheinen. Und zu guter Letzt kann man den Antrieb auch auf reine Heckfetzerei umstellen, allerdings nur, wenn man auch das ESP deaktiviert. Wenn man sich das (zu-)traut, dann sitzt man in einer Höllenmaschine, die am Grat zwischen Genie und Wahnsinn wandelt wie sonst nur der hochintelligente und tödliche Patrick Bateman.

Da spielt dann das Heck Fangen mit dem Fahrer und der Adrenalinspiegel steigt bis zehn Zentimeter über die Haarspitzen. So elegant, schön und lässig der M8 Competition sich auch äußerlich und im Interieur präsentiert, so brutal kann er auch zu Werke gehen. Und während vom Beifahrersitz Stoßgebete gen Himmel emporsteigen, wünscht man sich als Fahrer eine niemals endende Straße ohne Ziel.

Ob der BMW M8 Competition jetzt wirklich so viel besser als Sex ist, muss jeder für sich beantworten und dann je nach Antwort seinen Partner als Anzahlung für dieses Fahrzeug abgeben. Denn mit einem Preis von 236.780 Euro spielt unser Testwagen schon in der Liga der ganz gewaltigen Gefährte mit. Immer wieder kommt da der Satz: „Ja, da kauf ich mir ja lieber gleich einen reinen Supersportwagen.“ Irgendwo verständlich, eh klar. Wenn schon Irrsinn, dann doch direkt komplett. Aber auch der BMW M8 Competition kann Supersportwagen. Nur dass er halt auch Luxus kann. Und irgendwie wird er dabei nicht zum halbgaren Kompromiss, sondern zu einer Medaille mit zwei Seiten, die beide geil sind. Patrick Bateman wirkt daneben fast schon handzahm.

Ist das der neue BMW M3?!

Immer wenn ein neuer 3er auf den Markt rollt, freuen wir uns alle schon auf den zwangsweise folgenden BMW M3. Doch mit diesem geleakten Foto könnte sich die Freude in Grauen verwandeln.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: F80NJM3/Bimmerpost

Dass der kommende 4er und damit natürlich auch der M4 an einem heftigen Nierenleiden erkrankt sein dürften, wurde bisher schon mehrfach geleakt. Doch im Bimmerpost-Forum ist nun auch die Rede davon, dass sogar der M3 die gigantische Doppelniere von der Motorhaube bis zum Frontsplitter verpasst bekommen dürfte. Anlass zu dieser Annahme gibt ein verschwommenes Foto der Fahrzeugfront sowie die Aufnahme einer dazu passenden Motorhaube, die mit „BMW M3, M4“ beschriftet ist.

Woher genau die Bilder kommen, ist natürlich nicht bekannt, schließlich wollen die „Whistleblower“ ja anonym bleiben. Deshalb lässt sich auch nicht mit Sicherheit sagen, ob die Fotos echt sind, beziehungsweise ob sie wirklich das zeigen, was behauptet wird. Während wir den großnierigen 4er mittlerweile also schön langsam akzeptiert haben (müssen), wollen wir bezüglich des M3 noch keine voreiligen Schlüsse ziehen. Vor allem, weil der aktuelle 3er ja noch mit einer recht schmalen Doppelniere auftritt und sich die M-Modelle normalerweise nicht allzu sehr von ihrer Grundlage entfernen. Falls der M3 im Laufe dieses Jahres allerdings tatsächlich so präsentiert wird, ist er garantiert der polarisierendste M3 aller Zeiten. Und wir vermuten, dass sich die Mehrheit der Fans auf dem Pol namens „das ist aber schirch“ einfinden wird.

Der neue M4 wird über 500 PS haben

Der neue BMW M4 kommt schön langsam auf uns zu und er bringt auch einige Neuerungen mit. Dazu zählt nicht nur die geleakte Monsterniere, sondern auch eine massive Leistungssteigerung sowie eine neue Rangordnung im Kundenrennsport.

Text: Jakob Stantejsky

Denn wenn der M4 GT3, der natürlich auf dem Serienfahrzeug basiert, in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres endlich ausrollt, dann löst er den M6 GT3 als potentesten Kundenboliden ab. Davon hat auch der Straßencowboy etwas, denn gerade im Motorenbereich tut sich beim M4 einiges. Brachte der alte noch „nur“ 431 oder 455 PS (Competition) auf die Straße, sind beim kommenden Racer mehr als 500 Rosse aus einem Biturbo-Sechszylinder im Gespräch – von der Basis an.

Lauter frohe Neuigkeiten also, nicht wahr? So weit schon, das stimmt. Doch leider wird auch die gigantische Doppelniere vom M4-Konzept wohl Realität werden. Darauf lässt zumindest das Teaserbild zum M4 GT3 schließen, das ihr oben sehen könnt. Auch wenn sich der untere Teil der Front in Dunkelheit hüllt, sind die Ansätze des monströsen Schlunds deutlich zu erkennen. Aber gut, sobald man drinsitzt, sieht man all das eh nicht mehr. Da freut man sich dann außerdem viel zu sehr über ein Plus von rund 70 PS.

Die neuen BMW M3 und M4 kommen, aber…

Nachdem erst letzte Woche das Heck des kommenden M3 und die Front des neuen 4er geleakt wurden, dachten wir alle schon, wir dürften in den nächsten paar Wochen oder Monaten die Enthüllung von M3 und bald danach auch M4 erwarten. Doch offenbar ist noch lange Warterei angesagt.

Text: Jakob Stantejsky

Oh hello G80 M3! What do you think?

Gepostet von Evolve Automotive am Montag, 21. Oktober 2019

Denn M-Chef Markus Flasch hat nun gegenüber dem australischen Medium Motoring einige interessante Aussagen getätigt. So sollen M3 und M4 erst Ende 2020 in Produktion gehen und gar erst Anfang 2021 auf den Markt kommen. Das ist natürlich eine traurige Nachricht für alle PS-hungrigen Petrolheads. Gut zu wissen und vor allem sehr positiv anzumerken ist jedoch, dass beide Modelle sowohl als Hecktriebler als auch als Allradler zu haben sein werden. Außerdem steht dem Käufer bei beiden Boliden die Wahl zwischen Handschalter und Automatik offen – das macht die lange Wartezeit fast schon wieder wett.

Wörtlich gab Flasch zu Protokoll: „We haven’t officially confirmed it, but I can tell you we are very likely to offer rear-wheel drive and all-wheel drive, manual and automatic for both models.“ Wenn ein Spitzenfunktionär schon öffentlich von „sehr wahrscheinlich“ spricht, dann können wir wohl recht beruhigt einen Haken hinter die Sache machen. Bleibt nur noch zu hoffen, dass BMW keinen Mercedes bringt und uns mit einem Vierzylinder-Hybrid beglückt.

Hasso, fass!

Ein Hassobjekt auf vier Rädern, extra hoch, extra breit, mit 510 PS und noch dazu in Rot-Orange. In Zeiten, in denen du als SUV-Fahrer nicht gerade zu den urbanen ­Lieblingen zählst, giltst du mit dem BMW X4M Competition als Gottseibeiuns.

Text: Franz J. Sauer

„Ich hab Vorrang, du fette Sau!“ Und da hat er mich noch gar nicht live gesehen. Er bezieht das nur aufs Auto, der Superbobo mit dem abgewetztem Hoodie, der dicken Aschenbecher-Brille und dem Kinderwagen, den er mit Vorliebe dazu benutzt, seine Überlegenheit auf dem Zebrastreifen auszuleben. Bis er einmal einem weniger netten Autofahrer wie mir begegnet und nur mehr die Henkel seines McLaren in Händen hält, während sein bemitleidenswerter Fortpflanz auf der Motorhaube klebt.

Der BMW X4, egal, ob in der Supersportvariante, die wir hier testen, oder aber als Dieselteufel, wüsste derlei freilich zu verhindern. Den müsste man rechtschaffen dazu überreden, irgendetwas, das sich ihm vor die große Kühlerhaube stellt, plattzufahren. Dieser Wagen kriegt schon die ­Panik, wenn man auf eine Stopptafel zurollt und den Fuß nicht adäquat auf die Bremse legt. ­Leistung hin, Sportfahrwerk her, puncto Fußgängerschutz kennen SUVs von heute kein Pardon. Und wenn man sie noch so sehr zu Staatsfeinden erklärt.

Irgendwann gibst du auf. Nimmst deine Rolle als Oberkiller zur Kenntnis und handelst ganz einfach danach. Stellst alle Parameter auf „Supersport“, blickst also auf ein rechtschaffenes GP-­Display vor dir auf der Windschutzscheibe und lässt den Sport­auspuff röhren. Hättest du den Motor abgedreht, sie wären der Meinung, du fährst gerade 100. Bloß in Wien 16 oder in Wien 10, in notorisch anfälligen Bezirken für die Qualitäten des bayrischen Doppel-Propellers, genießt du mit diesem Auto fröhliche ­Akklamation. Tja, man kann sich sein Fans nicht immer aussuchen.

Der X4M ist eines jener Autos, das wir noch vor wenigen Jahren, ach, was schreib ich, Monaten ­uneingeschränkt super gefunden hätten. Auch mal gerne auf die Rennstrecke ausgeführt hätten. Womöglich vielleicht auf die deutsche Autobahn, um bei zwofuffzig gegen den Begrenzer zu knallen, als wäre da eine Mauer aus unsichtbarem Styropor. Wäre da nicht das elende Strafezahlen, freilich nicht bei 250, sondern bei läppischen 112 im Lufthunderter.

Immerhin – ein X4 lässt andere noch böser als sich selbst dastehen. Den X6 etwa. Oder den riesigen X7. Oder, um markenübergreifend zu denken, all die SQ8s, GLs oder auch nur GLEs. So bekommt die relative Knackigkeit der eng ­geschnittenen Sport-SUV-Form (nicht mal einen Heckscheiben­wischer gibt es für diese Schießscharte!) Gutpunkte nicht nur in Sachen Aerodynamik. Und auch auf dem Hausberg rechtfertigt bloß einer vom Format des X4M das Wörtchen „Sport“ in der ­namensgebenden Abkürzung.
Machomobil ist der X4M freilich keines, au contraire. Alle Damen, die ich mitnahm, zeigten sich von dem Fahrzeug überraschend begeistert. Stießen sich weit ­weniger am brettelharten Wesen des Fahrwerks – selbst im Comfort-Modus – als ich. Und hatten sogar Lob für Details wie die scharf geschnittenen Alufelgen ­übrig. Oder die Teufelshörner nachahmenden Außenspiegel.

Braucht man 510 PS jemals? Nein, natürlich nicht. Und auch das hätten wir vor Kurzem noch nicht für möglich gehalten: nämlich dass uns ein sophistisches Hybrid-Gemenge unter der ­Motorhaube mit derselben Motorleistung, aber freilich weit ­weniger Normverbrauch, mehr begeistert hätte als der hier verbaute Supermuskel. Die Zeiten ändern sich, nicht nur wegen­ ­Greta. Aber schon auch. Ein ­weiterer Gutpunkt für das Mädel aus Schweden.

BMW X4M Competition
Hubraum: 2.993 ccm
Leistung: 510 PS
Verbrauch: 10,1 Liter
Drehmoment: 600 nm / 2.600–5.950 U/min
Beschleunigung: 0–100: 4,1 s
Spitze: 250 km/h
Gewicht: 1.970 kg
Preis: ab 113.850 Euro (BMW X4M)

Leak: Das ist das Heck des neuen BMW M3

Der neue 3er ist schon allerorts auf den Straßen unterwegs, da müssen wir auf den zugehörigen M nicht mehr lange warten. Hoffentlich. Seinen Allerwertesten haben wir nun zum ersten Mal ungetarnt zu Gesicht bekommen, Leak sei dank.

Text: Jakob Stantejsky

Oh hello G80 M3! What do you think?

Gepostet von Evolve Automotive am Montag, 21. Oktober 2019

Große Überraschungen erwarten uns beim kommenden M3 leider (oder glücklicherweise?) nicht. Das Heck bleibt dem Normalo-3er (unten) sehr eng verbunden. Natürlich gibt es den obligatorischen Minispoiler genauso wie die vier Endrohre und einen netten Diffusor, eh klar. Ob letzterer allerdings wie im geleakten Foto in der Wagenfarbe gehalten sein wird, wissen wir noch nicht. Schaut auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig aus. Andererseits scheint der Diffusor im Bild noch nicht ganz final bearbeitet zu sein, also vielleicht wird er auch einfach ganz klassisch schwarz. Was haltet ihr von diesem erstem unfolierten Eindruck des neuen BMW M3?

BMW M8: Erste Ausfahrt im Anti-Porsche

Von wegen ewiger Zweikampf. Klar schielen sie bei BMW in München gerne nach Stuttgart und schauen nach der Konkurrenz. Doch nicht immer heißt der Rivale Mercedes. Zumindest nicht, wenn die M GmbH involviert ist. Denn von Garching aus gilt das Interesse eher Zuffenhausen als Sindelfingen und man misst die Kräfte mit Porsche. Das gilt mehr denn je, wenn BMW jetzt den M8 von der Leine lässt.

Von Thomas Geiger

Nachdem schon das Serienmodell gleichermaßen auf Luxusliner wie das Coupé der Mercedes S-Klasse und Sportwagen wie den 911 zielt, verschieben die Bayerischen Scharfmacher den Maßstab jetzt noch ein bisschen weiter auf die sportliche Seite und schicken die Besserverdiener zum Bodybuilding. Sportlich sind allerdings auch die Tarife, die BMW für seinen ersten halbwegs ernsthaften Sportwagen aufruft. Weil es den M8 bei uns nur als noch schärferen aber auch noch teureren „Competition“ geben wird, schlägt das Coupé mit 168.000 und das Cabrio mit 176.000 Euro (Deutschland) zu Buche. Und selbst wenn das ein paar Wochen später lieferbare Gran Coupé etwa günstiger wird und womöglich sogar ohne „Competition“-Paket kommt, dürfte unter 150.000 Euro kaum etwas zu holen sein.

Für heißes Blut und einen hohen Puls sorgt aber der 4,4 Liter große V8-Twinturbo, der auch im M5 zum Einsatz kommt. Er leistet schon im Grundmodell 600 PS und 750 Nm und lockt in der Top-Version gar mit 625 PS. Außerdem gibt es für den Competition eigene Motorlager, die für eine noch steifere Anbindung und einen besseren Kraftschluss sorgen, falls sich so ein Luxusliner tatsächlich mal auf die Rennstrecke verirrt.

Die Fahrleistungen sind entsprechend atemberaubend. Denn obwohl der Achter auch in der M-Version eine Luxuslounge aus Lack und Leder bleibt, beschleunigt er wie ein puristischer Spitzensportler: Das Coupé hat die 100 nach 3,2 Sekunden hinter sich gelassen, das Cabrio schafft das in 3,3 Sekunden und Schluss ist nur formal bei 250 Sachen. Mit dem M Drivers Package bekommt der Achter Auslauf bis 305 km/h und fährt so vielen Sportwagen locker und lässig davon.

Wie der Motor stammt auch der Rest des Antriebs aus dem M5. Das gilt für die rasend schnelle Achtgangautomatik mit den individuell regulierbaren Schaltzeiten genauso wie für den Allradantrieb, mit dem man ziemlich stufenlos zwischen Sicherheit und Spaß spielen kann. Denn im Standard-Setup fährt der M8 damit wie auf Schienen, wird im Sport-Modus ein bisschen agiler und leichter auf der Hinterachse und mit abgehängter Vorderachse zu einer Heckschleuder alter Schule, versprechen die Ingenieure. Obwohl runde fünf Meter lang und gute zwei Tonnen schwer, ist der M8 deshalb leicht auf Linie zu halten: Er verbeißt sich förmlich in die Kurven, verzögert davor mit dem Biss einer wütenden Bulldogge und beschleunigt danach mit der explosiven Energie eines Dobermanns, den man angesichts eines Einbrechers von der Leine gelassen hat. Wenn es einen Beleg dafür braucht, dass BMW die sprichwörtliche Freude am Fahren noch nicht verlernt hat, dann ist es der M8.

Garniert wird das Ganze mit einem Design, das nur so vor Kraft strotzt. Schon der normale Achter ist mit seiner endlos langen Haube, den lasziv ausgestellten Hüften und dem verführerisch breiten Hintern eine Provokation für die vornehme PS-Elite. Doch nach dem Bodybuilding in Garching wird der Zweitürer zum ausgestreckten Mittelfinger, der sich nur noch der Form halber in Samt und Seide hüllt. Dass sie dabei so kräftig auf den Putz hauen und sich so weit von der Serie entfernen, mag auch dem Frust geschuldet sein, den sie bei der M GmbH nach wie vor schieben. Denn so nahe der M8 an Porsche & Co herankommt, so leidenschaftlich man ihn fahren kann, so lustvoll er klingt und so lasziv er auch gezeichnet sein mag, ist er eben nach wie vor ein Ableger aus der Serie und anderes als der AMG GT oder der Audi R8 kein eigenständiger Sportwagen. Von einer Ikone wie dem Porsche 911 ganz zu schweigen.