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Verrückte Autorennen in Holland

Verrückte Autorennen in Holland

Materialverschleiß um jeden Preis

Wohnwagenrennen? Oder im Rückwärtsgang? Auch ohne professionellem Motorsportgerät können verrückte Autorennen in Holland eine riesen Gaude sein – man muss sie sich nur machen.

Vermutlich weil sich die Holländer mit ihren Holzpantoffeln beim Gas geben richtig leicht tun, finden im flachsten aller europäischen Länder Rennserien statt, die nach einer ausgesprochenen Schnapsidee klingen – bis man sie auf Videoaufnahmen als Zuschauer genossen hat. Um gleich das nächste Klischee zu bemühen: ohne seinen Wohnwagen fährt der Holländer nirgends hin, nicht mal auf eine Rennstrecke. Erstaunlich kurze Zeit später ist von den rollenden Eigenheimen im Renneinsatz aber aber nicht mehr viel übrig – ganz zur Freude des Publikums. Die Teilnehmer lassen sich von mehr oder weniger noch hinten dran hängenden Wohnwagen kaum irritieren, auch die auf der Strecke bereits „verlorenen“ Aufbauten stören kaum, sollten sie auf der Ideallinie liegen. Wer bekommt da nicht Lust, mal selber so einen Wohnwagen zu massakrieren?

Rückwärts über die Ziellinie

Die Materialschlacht geht aber auch in anderer Form weiter – nämlich rückwärts. Für Menschen, die sich beim Einparken eher schwer tun ist eine Rennteilnahme in diese Disziplin eher nicht zu empfehlen, Staplerfahrer hingegen dürften deutlich im Vorteil liegen. Die glorreiche Idee, sich beim Zurückschieben ein ganzes Rennen lang selbst über die Schulter zu schauen, rührt daher, dass der DAFdas Renngerät der Wahl – dank Variomatic genauso schnell nach vorn wie nach hinten fährt. Der absurde Gedanke sich darin zu matchen dürfte ein zutiefst männlicher sein, daher völlig klar dass auch hier das Material mit Vorsatz geschändet wird. Schade um die netten, wenn auch skurrilen Wagen, die in den 60ern und 70ern neben dem immer noch florierenden LKW-Business gebaut worden, bis Volvo die Marke übernahm.

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