Red Bull Romaniacs 2016: Resumée

Family Business

Graham Jarvis, Husqvarna, gewinnt zum fünften Mal die Gold-Klasse der Romaniacs. Alfredo Gomez, KTM, ist Zweiter. Wade Young, Sherco, durchbricht als Dritter die Mattighofener Vormachtstellung.

Text: Beatrix Keckeis-Hiller
Fotos: Husqvarna, KTM

Und wieder hat sich der Engländer die Krone eines der härtesten Hard Enduro-Rennens geschnappt. Graham Jarvis ist Sieger in der Gold-Klasse der 13. Ausgabe der Red Bull Romaniacs. Der Husqvarna-Pilot addierte damit einen weiteren Triumph fürs Mattighofener Mutterhaus, auch wenn er damit den spanischen KTM-Crack Alfredo Gomez, Sieger der Red Bull Minas Riders, auf Platz zwei verwies. Rang drei holte der Südafrikaner Wade Young für die französisch-spanische Marke Sherco. Aufsehenerregend ist das Resultat für den Romaniacs-Rookie Mario Roman (Spanien), der sein Debut – auf Husqvarna – gleich mit der finalen Position vier feierte. Mit dem Südafrikaner Scott Bouverie auf Rang fünf schlossen die Oberösterreicher ihr Family Business mit vier Plätzen unter den ersten Fünf erfolgreich ab.

Graham Jarvis hatte nach seiner Dominanz beim Erzberg Hare Scramble anfang Juni in Österreich auch in Rumänien nichts anderes im Sinn, als zu siegen. Beim Romaniacs-Stadtprolog in Sibiu setzte es vorerst allerdings Platz drei. Den ersten Offroad-Tag eröffnete er mit 470 Fahrern im Nacken. Am Abend hatte er nach intensivem Fight mit Alfredo Gomez zehn Minuten Rückstand. Den holte er mehr als auf, an den Start ging er am dritten Tag mit einem 27-Minuten-Zeitpolster. Im Finale zementierte er seinen fünften Sieg und trug sich damit ins Buch der Rekorde ein.

Fast zehn Stunden

Der Zweitplatzierte, Alfredo Gomez, konstatierte, dass die 2016er-Ausgabe der rumänischen Hard Enduro-Rallye herausfordernder war denn je. Selbst die Top-Fahrer der Weltelite hatten täglich bis zu sieben Stunden mit wechselnden Bedingungen zu kämpfen. Das illustriert am anschaulichsten das finale Zeit-Resultat: Zwischen dem Sieger und dem Achtplatzierten liegen gesamt neuneinhalb Stunden.

Insgesamt sind auf den mehr als 800 Kilometern Red Bull Romaniacs-Tracks 221 Fahrer aus 43 Nationen in vier Klassen – Gold, Silber, Bronze, Eisen – angetreten. Die Altersklassen umspannen gut zwei Generationen: Der jüngste Enduro-Pilot ist der dreizehnjährige Tomer Shemesh aus Aruba, der älteste ist mit 69 Jahren John Trevor aus England.

Next Stop: Bulgarien

Und während die einen sich von den Strapazen in Rumänien erholen machen sie die anderen bereit zum nächsten internationalen Hard Enduro-Race: zum Six Days Crazy Job, in Stara Zagora-Kazanluk, in Bulgarien, von 31. Juli bis 5. August.