Alpha Phoenix

Panzerschrank auf Rädern

Wer reich und schön ist, kann sich meist einer Schar von sogenannten Freunden sicher sein. Doch die weitaus größere Schar bilden wohl die Neider und Hasser, also schlicht: „Feinde“. Damit man vor tätlichen Übergriffen keine Angst zu haben braucht, hat Alpha Phoenix den G-Klasse AMG ein wenig modifiziert, für rund eine Million Euro.

Von Karl Jereb

Als Normalsterblicher sucht man sich gelegentlich in die Position von Prominenten, oder zumindest wohlhabenden Leuten zu versetzen. „Wie das wohl wäre, wenn durch eine simple Transaktion plötzlich ein Lamborghini Aventador meine flugfeldlange Villenauffahrt zieren würde?“ Doch eines vergessen wir in unseren Tagträumen oftmals: Feinde. Der ganze Spaß hört spätestens dann auf, wenn man aufgrund seines Reichtums in ständiger Angst um sein Leben fürchten muss. Damit der Kaviar trotzdem schmeckt, hat sich Alpha Armouring etwas genauer mit der allseits beliebten G-Klasse von Mercedes beschäftigt und sie zu einem rollenden Panzerschrank aufgerüstet.

Alpha Phoenix: 4,5 Tonnen treffen auf 544 PS

Als Basis dient die Langversion des Mercedes G 63 AMG. Diese wurde noch einmal um 45 Millimeter verlängert, wahrscheinlich aus Imagegründen. Klaus Ackermann, Chef von Alpha Armouring versichert, dass der Alpha Phoenix wider Erwarten komfortabler als die Basisversion ist. Dank Wankstabilisatoren und Karosserie-Verstrebungen, Verstärkungen an allen Ecken und Enden und natürlich dem 5.5 Liter-V8-Biturbo-Motor mit 544 PS und 760 Nm darf sich der Geldadel luxuriösem Reisen sicher sein. Schussfestes Glas, zumindest gegen Handfeuerwaffen und einige Gewehre, Stahlplatten in Türen und Karosserie und die erhöhte Fahrposition schützen vor brenzligen Situationen. Letzteres hilft vor allem gegen Minen, da sich die Wucht der Explosion seitlich verflüchtigen kann. Im Innenraum des Alpha Phoenix herrscht Luxus auf höchstem Niveau. Feinstes Leder, rundum Infotainment-System, Gegensprechanlage und Trennwand zur Fahrerkabine lassen jede Reise im rollenden Panzerschrank zum Vergnügen werden. Der Preis ist mit rund 1 Mio. Euro zwar happig, aber wenn es ums eigene Leben geht, durchaus nicht zu hoch.