Oben ohne-Feeling

Den McLaren 720S gibt’s jetzt auch als Cabrio

Selbst wenn in der Heimat die Sonnentage rar gesät sind, stellen Cabrios auch für britische Sportwagenhersteller eine attraktive Form des Investments dar. Schließlich brennt gerade im arabischen Raum die Sonne nur so vom Himmel und dort findet sich ja ein nicht unbedeutender Kundenkreis für börserlintensives Spielzeug wieder. Aber Kalkül hin oder her, den McLaren 720S gibt’s jetzt auch als Cabrio und das findet sowieso jeder Autofan super. Insofern, alles im grünen Bereich!

Text: Jakob Stantejsky

Selbstverständlich steckt unter dem neuen Strandoutfit größtenteils Altbekanntes. Im Motorraum sowieso, werkelt hier doch auch weiterhin der 4,0 Liter Biturbo-V8 mit seinen namensspendenden 720 Pferdestärken und den großzügigen 770 Newtonmetern Drehmoment. Die null-auf-hundert-Zeit bleibt mit 2,9 Sekunden exakt dieselbe wie beim Coupé. Auch die Karosserie konnte, dem superstabilen Karbon-Monocoque sei dank, hauptsächlich unverändert belassen werden und musste nur im oberen Bereich leicht überarbeitet werden. Insgesamt legt der 720S als Cabrio um nur 49 Kilogramm zu, was angesichts des vollautomatischen Hardtops, das natürlich ebenfalls aus Kohlefaser besteht und auch mit Glasdach bestellt werden kann, schon eine sehr reife Leistung ist. Elf Sekunden lang dauert die Dachakrobatik, die bei bis zu 50 km/h vollführt werden kann.

341 Kilometer kann das McLaren 720S Cabrio im Idealfall pro Stunde abspulen, öffnet man das Dach, darf einem der Fahrtwind immer noch mit immerhin 325 km/h die Gesichtszüge glätten. Wobei, wahrscheinlich ist das Innenraum-Aero-Konzept genauso ausgeklügelt wie der neu angepasste aktive Heckspoiler, also sooo arg wird’s wohl gar nicht. Ein besonders fescher Blickfang sind jedenfalls die durchsichtigen C-Säulen, die das Cabrio nochmals so richtig vom Coupé abheben. In Punkto Preis wird der Spaß natürlich nicht günstiger, aber das dürfte das einschlägige Klientel ja sicher nicht stören. Wahrscheinlich sogar ganz im Gegenteil.