Type R-ally

Der Honda Civic Type R im Dakar-Stil

Der Honda Civic Type R ist unter all den Kompaktsportlern wohl derjenige, der sich am meisten als echte Rennsportkanone versteht – ausgefuchster Aerodynamik sei dank. Doch jetzt gibt es den wilden Fünftürer auch als Rally-Boliden. Zumindest als Konzept.

Text: Jakob Stantejsky

Präsentiert wurde der brachiale Type R beim diesjährigen Testtag der Society of Motor Manufacturers and Traders am Millbrook Proving Ground in England, wo sich alljährlich zahlreiche Journalisten treffen und dutzende Autos über das Testgelände jagen. In Auftrag gegeben wurde das Konzeptfahrzeug Honda Civic Type OveRland, wie es offiziell heißt, von Honda UK an Ralph Hosier, seines Zeichens angesehener Autor und Ingenieur in der Branche.

Mr Hosier hat sich also einen regulären Type R zur Brust genommen und ihn ordentlich umgemodelt. Nicht nur das Blechkleid wurde massiv in Richtung Rallycar verändert, sondern auch das ganze Auto ganz gehörig aufgebockt. Der OveRland thront jetzt über zehn Zentimeter höher oben als der normale Type R, um die standesgemäße Bodenfreiheit zu garantieren. Dank Widebody-Kit und Spurverbreiterung ist das Konzept außerdem um mehr als 20 Zentimeter breiter geworden. Damit das Dakar-Feeling komplett wird, hat Hosier das Fahrwerk komplett ausgetauscht und ein besonders weiches Offroad-Setup installiert. Gemeinsam mit den Rallyfelgen und den Offroadreifen macht all das den Honda Civic Type OveRland zwar garantiert deutlich langsamer als das Original, aber man kommt dafür jetzt überall hin damit. Das ideale Fahrzeug für Förster, wenn man so möchte.

Mit an Bord sind natürlich zwei Ersatzräder, ein Überrollkäfig und Fünf-Punkt-Sitzgurte – unter’m Strich ist dieses Konzept also ein fix und fertiges Offroad-Monster. Nur von Allradantrieb ist keine Rede – der war in der Entwicklung für ein Einzelstück wohl zu teuer. Aber ihr könnt ihn euch sicher bestellen, wenn ihr Ralph Hosier mit entsprechend viel Geld beschmeißt, damit er euch auch einen OveRland baut.