Oh du grünes Wien

E-Taxi Projekt ab 2016

Eine der größten E-Taxi Flotten der Welt wird in naher Zukunft durch Wien rollen.

von Philipp Stalzer

Nein, E-Mobilität ist sicher nicht die optimale und heilsbringende Lösung für jeden Teilnehmer am Individualverkehr. Aber für Taxis – also bitte – was einleuchtenderes kanns nicht geben. Viel Standzeit, wenige Kilometer pro Tag, fast ausschließlich Kurzstrecken. Die Rahmenbedingungen, in denen ein konventionelles Fahrzeug am allerschnellsten die Patschen streckt sind auch die, in denen ein Elektromobil brilliert.

Gutes Klima ohne Lärm

Mit einer durchschnittlichen Reichtweite von etwa 150 Kilometern kommt ein Taxi in der Regel wahrscheinlich sogar ohne lange Aufladepausen durch einen Dienst, aber die Vorstellung eine funktionierende Klimaanlage bzw. Heizung ohne Lärm durch einen laufenden Motor oder lokale Emissionen zur Verfügung zu haben, lassen vermutliche jeden Taxler neidig auf die E-Taxis rüberschielen. Mit Schnelladestationen an diversen Taxistandplätzen kann eine etwaige Standzeit auch noch produktiv genutzt werden.

Infrastruktur für E-Taxis von den Wiener Stadtwerken

Ab 2016 soll das daweil mal 3 Jahre laufende Programm starten, 250 E-Taxis sind projektiert. Die Wahl der Fahrzeuge ist nicht vorbestimmt, aber Nissan hat mit dem E-NV 200 bereits eine Taxivariante des Strom-Vans im Angebot. Alle Taxiunternehmer sind herzlich zum Dialog eingeladen, um das Angebot der Infrastruktur möglichst praxistauglich zu machen. Auch vergünstigte Stromtarife und eine Förderung seitens der Stadt Wien von 8000 Euro bei der Anschaffung eines E-Taxis sind Zuckerl, die man im harten Wettbewerbsumfeld der Branche sicher nicht unbeachtet lässt. Wir sind gespannt, ob das brummen von einem Mercedes-Diesel bald ausgedient hat.