Mit der Drohne zur Arbeit

EHang 184 Drohne

EHang 184

EHang macht mit es seiner Drohne EHang 184 dieses Jahr möglich, mittels Drohne ins Büro zu fliegen und das Auto zu Hause geparkt zu lassen.

Von Florian Thöni

Der Science Fiction Film „Das fünfte Element“ mit Bruce Willis und Milla Jovovich wurde vor allem wegen seiner atemberaubenden Taxi-Szenen bekannt. Schwebende Autos, die in dystopischen Riesen-Städten der Zukunft herum cruisen und Autos, wie wir sie kennen, vergessen machen. Diese Vorstellung wird mit der Drohne EHang 184 nun greifbare Realität, letztens vorgestellt auf der CES 2016. Das Unternehmen EHang, das bereits in Vergangenheit durch seine Drohnen auf sich aufmerksam machte, präsentiert sein nächstes Tech-Meisterstück, die EHang 184. Die Drohne EHang 184, welche sich im Design irgendwo zwischen Mini-Helicopter und Berggondel befindet, kann man sich in etwa wie eine Art selbstfahrendes Auto vorstellen. Der Fahrer setzt sich ins Cockpit, startet per Knopfdruck und gibt via App seine gewünschte Flugroute ein – alles andere steuert die Drohne von selbst. Um Passagieren der autarken Fortbewegung zusätzlichen Komfort zu ermöglichen, wie es eben auch selbstfahrende Konzept-Autos zu versprechen versuchen, soll die Drohne mit Klima-Anlage, Gepäck-Stauraum und einer 4G-Datenverbindung ausgestattet sein.

Zu nah an der Sonne

Die Hersteller haben bei der Präsentation des schwindelerregenden Fahrzeugs neben der serienmäßigen Markteinführung 2016 ebenfalls den Bau eines eigenen Flugkontrollzentrums angekündigt, um für zusätzliche Sicherheit in der Luft zu sorgen. Sollte sich die Taxi-Drohne wirklich etablieren, was bei einem angekündigten Verkaufspreis von 200.000 bis 300.000 US Dollar wohl schwierig werden dürfte, wäre es interessant zu erfahren, wie individuelle Flugbahnen koordiniert und Kollisionen mit anderen Flugkörpern vermieden werden. Um für den äußersten Extremfall vorbereitet zu sein, soll sich in der Drohne ein sogenanntes Failsafe-System befinden, das im Falle eines Problems die Vehikel automatisch Richtung Bodennähe steuert. Ein anderes Problem stellen die derzeit noch wagen Rechtsbestimmungen für Drohnenflüge und Drohnen an sich dar, eine klare Gesetzeslage fehlt von Seiten der Regierungen.  Es bleibt also abzuwarten, ob die sich die Drohne überhaupt fortbewegen darf, auch wenn die Technik dafür bereits geschaffen ist.

Bilder: EHang