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Drag Race: Corvette C8 vs. Charger Hellcat

Wenn irgendwo Hennessey draufsteht, egal ob Traktor oder Hypercar, dann ist der Inhalt normalerweise heftig getunt. Doch diesmal schicken die Texaner zwei gänzlich jungfräuliche Serienautos gegeneinander auf den Strip: Chevrolet Corvette C8 und Dodge Charger Hellcat.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Hennessey Performance

Es dürfte sich dabei allerding nur um die Ruhe vor dem Sturm handeln, da Hennessey in der Videobeschreibung davon spricht, dass die beiden Boliden „for now“ unbehandelt sind. Das heißt allerdings nicht, dass sie schwächlich daherkommen: Die neue Corvette bietet mit ihrem Mittelmotor nämlich 495 PS, während der Charger als Hellcat 707 Rosse aufzäumt. Ein klarer Sieger also?

Zumindest beim stehenden Start ist das Ergebnis eindeutig, aber wohl nicht in die Richtung, die man sich erwarten durfte. Oder doch? Schließlich sorgt so ein Mittelmotor für ordenltich Grip auf der Hinterachse …

Beim rollenden Start ist die ganze Geschichte jedenfalls eine verdammt enge Kiste. Und wir können jetzt schon kaum erwarten, was Hennessey aus den beiden amerikanischen Racern macht. Vierstellige PS-Einträge sind bei den wilden Tunern alles andere als unwahrscheinlich.

Dieser Camaro ist eine Million Dollar wert

Nice. Mehr Worte braucht es nicht, um diesen Chevrolet Camaro ZL1 aus 1969, eines von nur 69 Exemplaren, zu beschreiben. Nicht ganz so nice, weil dezent unerschwinglich, ist der Preis, den das Muscle Car nun bei einer Auktion eingespielt hat: 1.094.500 Dollar.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Barrett-Jackson

Was diesen Camaro im Speziellen so teuer macht, ist allerdings nicht nur die geringe Stückzahl oder der erstklassige Zustand. Nein, denn die Nummer 59 von 69 wurde erst vor kurzem wieder mit ihrem Originalmotor verheiratet. Dieser war nämlich lange Zeit im Besitz eines ehemaligen GM-Angestellten und wurde für den Verkäufer zur echten Goldgrube. Der erstand diesen Wagen nämlich erst vor zwei Jahren um 770.000 Dollar, spürte den Motor auf, kaufte den ebenfalls um rund 100.000 Dollar und zack – schon hat man in zwei Jahren rund 140.000 Dollar Gewinn gemacht.

Während solche Wertsteigerungen natürlich coole Geschichten abgeben, werden wir Normalsterbliche uns wohl weiterhin darüber freuen, wenn wir den Gebrauchten nach ein paar Jahren noch ungefähr um dasselbe Geld wieder loswerden. Oder habt ihr ein paar hunderttausend Euro zuhause herumliegen, die ihr mal schnell in einen seltenen Oldtimer investieren könnt?

Viertelmeilenrekord im neuen Shelby GT500

Wenn ein amerikanischer Autobauer eine neue Muscle Car-Generation bringt, dann geht jedes Mal ein regelrechtes Wettrüsten los. Denn kaum etwas ist für die Petrolheads jenseits des Teichs wichtiger als die Viertelmeilenzeit. Jetzt haben wir den allerersten neuen Shelby GT500, der die zehn-Sekunden-Marke geknackt hat.

Text: Jakob Stantejsky

Mit 771 PS an der Hinterachse und 847 Nm Drehmoment ist der 5,2 Liter-Kompressor-V8 des aktuellen Ford Mustang Shelby GT500 alles andere als ein fader Zipf. Die Viertelmeile schafft er serienmäßig auch in knapp unter elf Sekunden – durchaus respekteinflößend. Doch nun packt er die rund 400 Meter in 9,93 Sekunden und somit ist dieser GT500 das allererste Exemplar seiner Generation, dass die prestigeträchtige Distanz in weniger als zehn Sekündchen hinter sich bringt.

Um das zu bewerkstelligen, rumpeln unter der Haube des getunten Muscle Cars jetzt über 945 PS, wodurch das Vehikel die Ziellinie mit 225 km/h überquert. Doch allzu lange dürfte unser Erstling seine Spitzenposition als schnellster 2019er Shelby GT500 nicht halten, denn Hennessey bastelt schon an einer 1.200 PS-Version.

Dieses Dodge Demon Cabrio könnte euch gehören!

Der Dodge Demon, voller Name: Dodge Challenger SRT Demon, ist so nah am Dragstrip, wie ein Serienauto nur sein kann. In Florida bietet nun ein Autohändler einen ganz besonderen Dämonen zum Verkauf an.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Cape Coral

Es handelt sich um ein Unikat, dem die Schädeldecke chirurgisch entfernt wurde, oder, wie man landläufigerweise sagt: ein Cabrio. Geschaffen wurde der teintfördernde Demon von Drop Top Customs, einem Convertible Builder ebenfalls aus Florida.

Tatsächlich handelt es sich bei dem extravaganten Umbau um einen Gebrauchtwagen, doch der Kilometerstand verspricht allen Interessenten noch ein langes Leben mit ihrem oben ohne-Dämon, der nämlich bisher nur 172 Meilen (277 Kilometer) auf dem Buckel hat. Auch wenn es zwar einen Vorbesitzer gibt, dürfte dieser Dodge noch ziemlich neuwertig dastehen.

Das lässt sich Cape Coral auch einiges kosten und veranschlagt satte 145.995 Dollar (131.313 Euro – schöne Zahl, gell?) für das Dodge Demon Convertible. Das bedeutet einen saftigen Aufpreis von rund 50.000 Dollar nur dafür, dass das Dach abgeschnitten wurde. Gut, ganz so einfach ist die Geschichte natürlich nicht, aber unter der Haube werkelt jedenfalls weiterhin der 6,2 Liter riesige V8 mit 852 PS und 1.044 Nm Drehmoment. Darüber werden wir uns natürlich nicht beschweren.

Falls ihr also ohne Dach über dem Kopf demnächst in unter zehn Sekunden die Viertelmeile knacken wollt, zückt lieber rasch das Börserl. Denn solche Einzelstücke gehen in der Regel rasend schnell weg. Über Zoll und Steuern wollen wir an dieser Stelle einfach mal den Mantel des Schweigens breiten.

Drag Race: Alte gegen neue Muscle Cars

Drag Races sind das Epitom des American Way of Racing. Mit roher, brutaler Kraft ohne Sperenzchen streiten sich zwei Boliden im Duell um Sieg und Ehre. In diesem Video messen sich Muscle Cars im Kampf alt gegen neu.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Wheels

Egal ob Viper, Mustang, Charger oder Demon – bei diesem Video kommt garantiert jeder Muscle Car-Fan auf seine Kosten. Vor allem, weil all die Boliden wirklich auf Teufel komm raus miteinander wetteifern und so richtig Gas geben. Na ja, bis auf den Fahrer des grünen modernen Mustangs. Der verpennt den Start gleich zwei Mal mit Verspätung im zweistelligen Minutenbereich. Fast.

Fest steht außerdem, dass unter den Hauben der älteren Herrschaften garantiert nicht mehr viel original ist. Aber ist doch auch okay, Evolution muss schließlich sein. Sonst säßen wir noch auf Bäumen statt im Cockpit.

Speedkore motzt den Charger auf 1.546 PS auf

Der Dodge Charger ist schon serienmäßig nichts für zart besaitete Gemüter. Als SRT Hellcat leistet er dank seines 6,2 Liter-Kompressor-V8 ab 2020 707 PS. Doch bei Speedkore machen sie ihn jetzt zum Dämonenfresser. Denn unter die Haube kommt ein Dodge Demon-Aggregat, das noch weiter ins Irrwitzige aufgebohrt wurde.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Speedkore auf Facebook

Die amerikanischen Tuner haben nämlich beschlossen, dass 852 PS und 1.044 Nm Drehmoment ein schlechter Witz sind. Deshalb reißen sie den Kompressor, der auch beim 6,2 Liter-Viech des Demons normalerweise für die nötige Ladung sorgt, einfach raus. Als Ersatz bekommt das Monster gleich zwei fette Turbos, die die Leistung auf völlig gestörte 1.546 PS schrauben. Damit diese Power auch halbwegs gut auf der Straße ankommt, wird der Heck- durch einen Allradantrieb ersetzt und ein nagelneues Getriebe gibt es natürlich auch.

Äußerlich hüllt Speedkore seinen Aggronauten in feinstes Karbon, damit auch die Optik was hermacht. Besonders cool ist allerdings das Auspuffkonzept. Während bei normalem Straßenbetrieb die Abgase wie gehabt durch die Anlage mit Endrohren am Heck rausgeblasen werden, wird bei brutalerer Belastung eine ventilgesteuerte zweite Anlage aktiviert, die ihren Doppelauspuff vorne im Stoßfänger links hat. Schaut sicher verdammt cool aus, wenn der Speedkore Charger dann mit flammenspeiendem Maul auf einen zukommt.  Ein kleines bisserl Angst darf man dann natürlich auch haben. Schließlich steht dieses Auto in der Nahrungskette über den Dämonen.

Hennessey bläst den Shelby Mustang GT500 auf 1.200 PS auf

Tuning ist doch was Feines. Man nimmt ein Wägelchen her, das einem gut gefällt und passt es seinen Vorstellungen entsprechend an – vielleicht gibt’s sogar einen kleinen Leistungsbonus von ein paar Dutzend PS obendrauf. ODER MAN HEIßT HENNESSEY UND QUETSCHT 450 EXTRA-PS IN EINEN SCHON 771 PS STARKEN MOTOR. Wie man lieber mag.

Text: Jakob Stantejsky

Der aktuelle Shelby Mustang GT500 ist ja schon von der Stange weg kein Mauerblümchen. 771 Pferde aus einem kompressorgeladenen 5,2 Liter-V8 blasen dem Fahrer mit 847 Nm Drehmoment den Marsch und peitschen das Geschoss in 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Neben den Varianten von Hennessey wirkt das Serienfahrzeug jedoch wie ein verängstigtes Schäfchen. Denn die amerikanischen Tuner bieten nun drei Venom-Versionen des Shelby GT500 an.

Erstens hätten wir da den beinahe handzahmen Venom 850 mit – Überraschung! – 850 Rossen. Zweitens wäre da der Venom 1.000 mit dynamisch veranlagten 1.000 PS. Und drittens gäbe es noch die völlig gestörte Monstrosität namens Venom 1200, die irre 1.200 Hottehüs mit 1.355 Nm Drehmoment auf die Umwelt loslässt. Statt Kompressor gibt es dann Zwillingsturbos und natürlich werden auch das gesamte Treibstoff- und Auspuffsystem sowie das Fahrwerk überarbeitet, damit das Auto überhaupt dem wahnwitzigen Druck seiner eigenen Power standhält.

Falls ihr auf der Suche nach einem Zweitauto seid, sucht lieber weiter. Denn hierbei handelt es sich eher um einen Raketensprengkopf. Der Basis-Shelby GT500 kostet übrigens nur 73.995 Dollar, also dürfte auch der Hennessey Venom 1200 im Vergleich zu europäischen Sportwagen recht leistbar ausfallen. Wenn da nur nicht der Zoll wäre. Ach ja, und diverse Steuerbelastungen bringt das Vehikel hierzulande wohl auch mit sich. Die zu entrichtende NoVa für diese Bestie liest sich wahrscheinlich wie eine Telefonnummer.

Der originale Mustang aus Bullitt wird versteigert

Die fast zehnminütige Verfolgungsjagd aus dem Hollywood-Klassiker Bullitt ist zugleich eine der legendärsten als auch skurrilsten Actionsequenzen der Filmbranche. Der Hauptdarsteller (neben Steve McQueen) wird nun versteigert.

Text: Jakob Stantejsky

Der dunkelgrüne Ford Mustang hat mittlerweile sogar einen spirituellen Nachfolger in Form einer Sonderversion bekommen. Doch auch das Original weilt noch unter den Lebenden. Nachdem er eine Weile lang fröhlich die Besitzer wechselte, gelangte er in die Hände von Sammler Bob Kiernan und schlussendlich dessen Sohn Sean, die das Auto zwar mechanisch top instand hielten, aber die diversen Schäden von den Dreharbeiten in ihrem Originalzustand beließen. Möglicherweise eine weise Entscheidung, denn bei der Auktion im Jänner 2020 in Florida dürften die Blessuren unter Steve McQueen-Jüngern den Wert der Karosse noch in die Höhe schrauben. Rufpreis gibt es derzeit keinen. Oder man teilt ihn uns armen Trotteln einfach nicht mit.

Falls ihr euch wundert, was an der Verfolgungsjagd eigentlich so besonders skurril ist, schaut euch das Video oben einmal genau an. Mr McQueen schaltet nämlich satte 16 Mal einen Gang rauf – aber nur ein einziges Mal herunter. Zusätzlich verliert der Dodge Charger der Bösewichte mehr Radkappen als er Räder hat. Und zu guter Letzt wird auch noch ein und derselbe grüne Käfer vier Mal überholt. Immer an derselben Stelle. Just saying…

Chevrolet versteigert seinen elektrischen Drag-Camaro

Erinnert ihr euch noch an den Camaro eCOPO, den Chevrolet im Herbst letzten Jahres gebaut hat? Der vollelektrische Dragrace-Bolide wird jetzt versteigert.

Text: Jakob Stantejsky

Was auf den ersten Blick wie ein stinknormales Muscle Car ausschaut, ist in Wahrheit ein total umweltfreundliches Gefährt. Oder zumindest fast. Denn der Camaro eCOPO verbrennt statt Benzin einfach Gummi, da er ein reines Drag-Geschoss ohne Straßenzulassung ist. 710 PS und 813 Nm Drehmoment, die allesamt von Start weg komplett zur Verfügung stehen, sorgen für einen irrwitzigen Antritt, sodass dieser Elektro-Camaro die Viertelmeile in unter zehn Sekunden packt.

Wer also einen ausreichend langen Hinterhof hat, der darf schon sehr bald einer sehr geradlinigen Freizeitbeschäftigung nachgehen. Denn der Camaro eCOPO kommt schon Ende dieser Woche unter den Hammer. Wieviel er einspielen wird, steht derzeit noch in den Sternen, was schätzt ihr so?

Dodge zahlt Käufern pro PS 10 Dollar zurück